Freitag, 31. August 2018

Gästeblog: Wenn einer eine Reise tut ...

Nach einer unter anderem reisebedingten Blogpause präsentieren wir erfreut einen neuen Eintrag in unserer Rubrik "Gästeblog statt Gästebuch". In diesem beweist mein Vater, dass nicht nur das Leben und Reisen im südlichen Afrika viel Stoff für Anekdoten bietet - schon das Hinkommen kann es in sich haben ...


Reisefieber, der Nachbar und Hausbeschließer fährt die Reisenden mit Gepäck zum Bahnhof, die Regionalbahn auf die Minute pünktlich, der Regionalexpress schwächelt etwas, bleibt aber im Fünf-Minuten-Fenster. Köln, Boarding-Time des Zuges ist 17.53 Uhr, wir haben viel Zeit, noch volle Wasserflaschen, vier Wochen Hitzeperiode (30-38 Grad Celsius) gehen zu Ende, von Nordwest soll Kühlung kommen - und die kommt mit Starkregen, Hagel und Sturmböen: "Der ICE aus Berlin fällt aus, ein Baum liegt auf der Oberleitung und den Gleisen, der ICE aus Hamburg wird mit 40 Minuten Verspätung erwartet."
17.40 Uhr läuft ein total überfüllter ICE ein, der über Frankfurt weiterfährt: "Ja, den können sie nehmen, wenn sie noch Platz finden, die Platzkarten sind dann aber verfallen. Ihr ICE kommt, wird aber ein paar Minuten Verspätung haben."
Kaum war der ICE gestartet, wurde unser Zug angezeigt, mit einer kleinen "60" auf weißem Grund, der Lautsprecher erläutete "voraussichtlich 60 Minuten Verspätung"!
Er kam, sah etwas schmutzig und durchfeuchtet aus, die reservierten Plätze waren frei! Start mit 63 Minuten Verspätung, der Lokführer gab sich alle Mühe und holte drei Minuten auf. Halt in Frankfurt, Flughafenbahnhof, 19.49 Uhr - 1:31 Stunde vor Boardingtime.
Die Lufthansa hatte geschrieben: Gepäck bis 45 Minuten vor Abflug ihres Anschlussfluges im Fernbahnhof Frankfurt im AIRail-Terminal abzugeben. Dieser war schnell gefunden, sechs Schalter, alle besetzt, kaum Betrieb - aber eine Xantippe, uniformiert, deutlich übergewichtig, verteidigte mit erhobenen Händen den Eingang: "Wir haben geschlossen. Gehen Sie zur Halle A." Da half kein Argument.
Halle A gab es nicht im Schilderwald, wohl aber das Terminal 1A und das könnte gemeint sein. Dorthin im Geschwindeschritt mit Koffern und Rucksäcken. Von oben, beim Einschweben auf der Rolltreppe ergab sich folgendes Bild der Schalterhalle: Rechts vier Schalter besetzt für erste Klasse und Business-Klasse, kaum Betrieb, gelangweiltes Personal. Links vier Schalter besetzt, davor etwa 100m Schlangen von Koffernbesitzern, in der Mitte ein Gewusel von Kofferträgern vor vielen unbesetzten Schaltern und zwei Angestellte, die versuchten, die Fragen von jeweils einer Traube von Menschen zu beantworten.
Die unbesetzten Schalter waren SB-Schalter: Ein Herr vor uns drückte sein Handy auf ein bestimmtes Fenster, der Apparat spuckte das Kofferklebeband aus, auf Knopfdruck noch einen Beleg, der Koffer verschwand, fertig. Dieser nette Herr zeigte sein Können auch zwei Damen vor uns. Und, learning by watching: Koffer auf die Waage, QR-Code auf das Fenster im Automaten, Kofferklebeband am Koffer befestigt, Beleg entnommen, fertig - nach 30 Sekunden war auch der zweite Koffer auf dem Weg.
Sicherheitskontrolle, zur Boarding-Time am Gate, geschafft.

Johannesburg, im Transitbereich zur Schalterhalle für Transitflüge, ein Lufthansa-Schalter war nicht vorhanden, aber einer von Air Botswana. Eine reizende Dame prüfte die Unterlagen, stellte Boardingpässe aus, prüfte die Kofferbelege unterstützt von ihrem Computer und verkündete okay, die Koffer gehen nach Gaborone.

In Gaborones Flughafen kreiste das Kofferkarussell mit nur noch wenig Gepäckstücken, die Gesichter von zehn Wartenden wurden länger, routiniert begann das Personal mit dem Ausfüllen von Gepäcksuchmeldungen und beruhigenden Formeln: Keine Sorge, die Koffer kommen bestimmt mit dem nächsten Flugzeug, wir rufen sie an!
Die nicht restlos begeisterte Wiedersehensfreude hielt an. Nach dem Freitagnachmittagflug ein erfolgloser Anruf vom Flughafen, nach dem 21 Uhr-Flug nahm keiner mehr ab.
Samstag, nach dem Frühstück zum Flughafen - 18 km entfernt - Wir trinken im Flughafenrestaurant einen Kaffee, Brigitte wird in Begleitung einer Flughafenangestellten eingecheckt: Einlass im Abflugterminal, Sicherheitskontrolle, Passkontrolle, Gang über das Rollfeld zum Ankunftsterminal, Passkontrolle, Besichtigung der nicht abgeholten Koffer, Ausgang - erfolglos. Ein kompetenter Beamter ruft in Johannesburg an, stellt fest, dass das Gepäck dort ist, bekommt die Auskunft "kommt mit der nächsten Maschine". Jetzt muss es klappen, wir fahren zum Mittagessen in die Stadt. Um 15 Uhr wieder am Flughafen. Die Nachmittagsmaschine ist da, wir trinken wiederum Kaffee, während Brigitte (steht auf der Verlustmeldung oben!) die zweite Runde zwischen Abflug- und Ankunftsterminal startet und nach 25 Minuten erfolglos erscheint, einzige Änderung: Die uniformierte Begleitperson musste bei der Sicherheitskontrolle die Schuhe ausziehen! Nun telefoniert eine ranghöhere Flughafenangestellte mit Johannesburg, lässt uns mithören und wird sehr deutlich. Aus Johannesburg tönt es jawohl, der dortige Mitarbeiter wird dafür sorgen, dass die Gepäckstücke in der nächsten Maschine sind, nach 20 Uhr sollen wir telefonisch über den Erfolg dieser Maßnahme informiert werden.
Wir fahren zum Abendessen in die nächstgelegene Mall, der Anruf bleibt aus und wir sind um 21 Uhr wieder am Flughafen; Kaffee erübrigt sich, da das Restaurant schon geschlossen ist, Brigitte beginnt in Begleitung die dritte Runde am Abflugterminal - nur noch für sie geöffnet. Wir warten, mustern jeden Reisenden, jeden Koffer, und warten ... Da, gegen 21.30 Uhr öffnet sich der Ankunftsterminal noch einmal, es erscheint ein Gepäckwagen, darauf ein großer Koffer mit grünem Gurtband, dahinter der zweite Koffer, dann strahlend Brigitte - alles sinkt sich freudig in die Arme, der Urlaub kann beginnen.

Donnerstag, 9. August 2018

Man lernt nie aus


Seit drei Wochen läuft mein dritter Baylor-Kurs. Wie immer stehe ich Dienstagvormittag vor insgesamt 36 Schülern; die eine Hälfte von ihnen unterrichte ich vor der Pause, die andere danach. Mein Fach ist nach wie vor Aflateen, eine Art grundlegender Wirtschaftsunterricht. Dieser Kurs ist recht gut angelaufen, was ich anfangs gar nicht zu hoffen wagte. Ich war bei fast einem Drittel der Bewerbunsggespräche dabei, um die Teilnehmer auszuwählen. Vor dem letzten Kurs hatte ich ebenfalls schon Gespräche geführt - sinnvollerweise nur mit den Kandidaten, die gleich angaben, dass sie mit Englisch keine Schwierigkeiten haben würden. Für diesen Kurs interviewte ich einige Bewerber ebenfalls allein, andere jedoch mit meinem Kollegen Thato zusammen. Thato ist Botswaner und festangestellt bei Baylor. Der Unterschied in unserer Gesprächsführung war von Anfang an offensichtlich: Während ich gegenüber den größtenteils (von der Situation an sich, aber auch meiner Hautfarbe) eingeschüchterten Bewerbern eine Geduld und Freundlichkeit an den Tag lege, die mich teilweise selbst erstaunte, wurde der sonst so höfliche Thato deutlicher. In meinen Einzelgesprächen formulierte ich meine Fragen so oft um, bis endlich eine Antwort kam. Thato kam dagegen schnell und ungeduldig zum Punkt. Mehrere unserer Fragen bezogen sich auf die berufliche Zukunft unserer 17- bis 24-jährigen Bewerber. Die meisten äußerten daraufhin, dass sie mal selbstständig arbeiten wollten - aber in welchem Bereich, wussten die wenigsten von ihnen. Fragte Thato nach, war die Antwort öfters: "anything". Daraufhin schnaubte er in der Regel leicht verächtlich: "anything? Like cutting grass?" Tatsächlich sieht man in und außerhalb von Gaborone ab und an Menschen am Wegesrand, die mit Sicheln das hohe Gras abschneiden - kein schöner Job bei der Hitze, die hier meist herrscht. Ich habe mal gehört, dass Arbeitslose in Botswana Unterstützung vom Staat erhalten, dafür aber einmal im Monat einer "community work" nachkommen müssen - wie Gras schneiden oder Müll sammeln. Gras schneiden wollte dementsprechend keiner unserer Bewerber, meist verneinten sie es mit einem schüchternen Lachen.

In einem anderen Punkt war Thato erstaunlich nachgiebig mit den Kandidaten. Einige sprachen kein Englisch - also wirklich maximal einzelne Worte, es reichte noch nicht mal für vollständige Sätze. Das war dann der Punkt, an dem ich den Raum verließ um mit anderen, englischsprechenden Kandidaten wieder Einzelgespräche zu führen. Es stellte sich allerdings heraus, dass die paar Leute, die kaum Englisch sprachen, in der Regel auch Probleme mit Lesen und Schreiben hatten. Das ist kein Wunder, ich hatte schon einmal beschrieben, dass die Lehre an den hiesigen staatlichen Schulen zumindest teilweise unter sehr schwierigen Bedingungen stattfindet. Unterrichtssprache ist ab der ersten Klasse Englisch. Lernt ein Schüler das nicht richtig, weil die Klassen total überfüllt sind und der Lehrer keine Chance hat, sich um den Einzelnen zu kümmern, gibt es auch zu Hause keinerlei Förderung für das Kind - dann ist es kein Wunder, dass es auch in seiner Muttersprache kaum lesen und schreiben lernt.
Wie immer gab es auch Bewerber, die nicht nur fantastisch englisch sprachen, sondern auch sonst sehr engagiert wirkten. Thatayaone zum Beispiel plant ebenfalls, selbstständiger Unternehmer zu werden, ihm ist allerdings im Gegensatz zu fast allen anderen bewusst, dass das direkt nach Abschluss des "Leadership-Programmes" im Dezember eher unrealistisch ist und so will er die Selbstständigkeit in fünf bis 10 Jahren erreichen und sich bis dahin stetig weiterbilden. Leider weiß ich schon nicht mehr genau, in welchem Bereich er arbeiten will - Infrastruktur? Recycling? - aber er hat ein konkretes Ziel und sich dazu schon viele Gedanken gemacht. Als Hobby gab er "research" an: Er vergleicht gerne Nachrichten auf unterschiedlichen Kanälen, um sich einen besseren Eindruck von ihrer Ojektivität zu machen. Dem Großteil meiner sonstigen Schüler sind Nachrichten völlig egal.
Ein anderer Bewerber plant eine Karriere als Feuerwehrmann, kann aber erst nächstes Jahr bei der Feuerwehr anfangen und überbrückt so lange bei uns. Es gab also wieder Leute, die ich mir durchaus im "Leadership-Programme" vorstellen konnte. Bei anderen Bewerbern tat ich mich schwer.

Um so irritierter war ich, dass Thato schließlich verkündete, wir würden alle Bewerber aufnehmen. Für den letzten Kurs hatten wir über 50 Gespräche geführt und schließlich 35 Teilnehmer ausgewählt. Diesmal waren fast genauso viele Bewerbungen eingegangen - gut 50, aber zu Gesprächen waren nur 38 Bewerber erschienen. Thato hatte die restlichen Bewerber telefonisch nicht erreicht. Ich zweifele ehrlich gesagt daran, ob er es bei jedem mehr als einmal probiert hat und fand dieses Auswahlkriterium - wer ans Telefon geht, ist letztlich dabei - doch etwas schwach. Apropos schwach: Genauso ist mein Setswana nach wie vor, ich kann meine Small Talk-Vokabeln an einer Hand abzählen. Meiner indischen Kollegin Pushpa, die am Mittwoch und Donnerstag unterrichtet, geht es ähnlich. Der Unterricht bei Baylor soll also nicht nur von NGO-Seite auf Englisch stattfinden, er muss es zwangsläufig. Wie könnten wir Teilnehmer unterrichten, die der Sprache nicht mächtig sind? Thato sah das Argument ein, zumindest tat er so. Ein paar Tage später teilte er uns per WhatsApp mit, dass doch alle Bewerber teilnehmen sollten - für viele sei es die einzige Chance. Ob man es als "Chance" bezeichnen kann, in einem Unterricht zu sitzen, dessen Sprache man nicht versteht, sei dahingestellt - ich stellte es mir eher frustrierend vor. Aber im Gegensatz zu Pushpa und mir ist Thato nicht ehrenamtlich bei Baylor, sondern festangestellt und seit diesem Jahr auch noch Leiter des "Leadership-Programmes". Er trifft die Entscheidungen.

Dem Unterricht sah ich dann mit gemischten Gefühlen entgegen. Wie würde so eine heterogene Klasse funktionieren? Jetzt, nach drei Wochen, kann ich sagen: Genauso wie die vorherigen Kurse. Vermutlich saßen auch da viele Leute drin, die mir nicht immer folgen konnten. Mir war bewusst, dass einige sich nicht beteiligten, aber ich schob das in der Vergangenheit auf ihre Schüchternheit, Verständnisprobleme meines deutschen Akzents o.ä. Durch die gemeinsam mit Thato geführten Bewerbungsgespräche ist mir jetzt noch bewusster, wie unterschiedlich die Voraussetzungen sind, die meine Schüler mitbringen. Gestern brauchte ich für eine Diskussionsrunde einen "writer" am Flipchart und einen "leader" zur Moderation - früher hätte ich zwei Leute ausgewählt, inzwischen lege ich mich selbst als "writer" fest um niemanden bloßzustellen, der nur unzureichend schreiben kann. Für Diskussionsrunden haben meine Schüler und ich die generelle Vereinbarung, dass Argumente auch mal auf Setswana ausgetauscht werden können, wenn sie mir danach jemand auf Englisch zusammenfasst. Das klappt erstaunlich gut und ist der mündlichen Beteiligung sehr zuträglich. Ich hoffe also, dass Thato Recht hat und so jeder Teilnehmer für sich Erkenntnisse aus dem Unterricht ziehen kann. Es ist ein ewiges Dazulernen - für mich, die Lehrerin.

Sonntag, 5. August 2018

So we say good-bye-bye-bye-bye-bye ...

Nein, wir verlassen Botswana noch nicht - das hätten wir unseren lieben Bloglesern doch nicht verschwiegen! Trotzdem verabschieden wir uns momentan ganz schön oft - von Freunden und guten Bekannten, die ausreisen. Ein ständiger Wechsel gehört zum Expat-Leben dazu, jeder weiß das. Die Frage "Und wie lange seid Ihr schon hier?" gehört zu jedem neuen Kennenlernen, die Frage "Und wie lange bleibt Ihr noch?" stellt man sich hier gegenseitig immer mal wieder. Die Mitarbeiter der Deutschen Botschaft wissen in der Regel schon bei der Einreise, in welchem Monat welchen Jahres sie das Land final verlassen werden, bei der GIZ ist man nicht so festgelegt. Und so versuchen wir alle irgendwie, den Überblick zu behalten - mit wem kann man wann noch rechnen?

Dass wir uns von anderen Expats gelegentlich verabschieden müssen, ist also nichts Neues. Aber dieses Jahr sind mehrere Leute dabei, denen wir freundschaftlich verbunden waren, mit denen wir schon mal in den Urlaub gefahren sind (z.B. in den Kgalagadi Transfrontier Park), unsere Nachbarin und auch eins meiner Deutschlernkinder. Der erste Abschied, der ein größerer Verlust für uns war, war im Februar, dann war ein paar Monate Ruhe, doch in den letzten Wochen ging es Schlag auf Schlag. Wir haben geholfen Möbel auseinanderzuschrauben, Geschenke besorgt und waren auf drei Abschiedspartys, um Leute zu verabschieden, die irgendwie alle Teil unseres hiesigen Lebens geworden waren und nun nach Bonn, Eschborn und Genf veschwinden. Wie stark wir in Kontakt bleiben und wie sehr wir doch eher Zweckgemeinschaften fernab der Heimat gebildet haben, wird sich zeigen. Doch in jedem Fall stimmt es etwas wehmütig, feste Größen unseres botswanischen Lebens zu verlieren.

Und wann wird es nun bei uns soweit sein? Das wissen wir noch nicht. Eine Freundin sagte mir gestern am Telefon: "Ich bin froh um jeden Monat, den Du länger bleibst!" Das ist natürlich auch schön zu hören. Wir Hierbleibenden werden vielleicht etwas enger zusammenrücken, um die entstandenen Lücken zu füllen. Und, auch das gehört zum Expat-Leben: Für fast jeden, der geht, kommt jemand Neues. Und auch unter den Neuankömmlingen sind hoffentlich nette Leute.

Mittwoch, 1. August 2018

Deutsch für alle Altersklassen

Letztes Jahr habe ich begonnen, den inzwischen 3- und 5-jährigen Töchtern von Freunden ungefähr einmal pro Woche vorzulesen. Also, Vorlesen war geplant, damit die Kleinen mehr Deutsch hören und auch sprechen, denn im Kindergarten mit Nachmittagsbetreuung sowie von der auch als Nanny fungierenden Haushaltshilfe hören sie nunmal nur Englisch. Es stellte sich jedoch schnell raus, dass die Kinder zwar per se nichts dagegen haben, vorgelesen zu bekommen, andere Aktivitäten aber noch spannender finden. So mussten zum Beispiel schon mal alle ca. 50 (!) Puppen und Kuscheltiere gefüttert und schlafen gelegt werden, bevor ich lesen dürfte. Oder wir haben lieber gepuzzelt. Ich habe ein gewisses Talent für das Kasperletheaterspiel bei mir festgestellt und mein Publikum begeistert - meistens. Nur als eine von mir ausgedachte Geschichte eine unerwartete Wendung nahm - nicht der ja grundsätzlich böse Räuber hatte den Kuchen der Großmutter gestohlen, sondern der zufällig des Weges gekommene Löwe - war mein Publikum unzufrieden und forderte, der Räuber müsse trotzdem eingesperrt werden, einfach, weil er doch der Räuber sei. Ich arbeite noch an der Aufbrechung von Stereotypen.

Im Frühjahr sprach mich dann eine weitere GIZ-Kollegin von Philip an, die sich für ihre siebenjährige Tochter ebenfalls etwas mehr Deutsch im Alltag wünschte. Außerdem mache ich mit dem Mädchen leichte Erstklässleraufgaben - einfache Kinderkreuzworträtsel, Silben verbinden, Tiernamen schreiben etc. Weil sie dieses Jahr in die zweite Klasse in Deutschland eingeschult wird, haben wir im Juni auch angefangen, Schreibschrift zu lernen, die wird an hiesigen internationalen Schulen nämlich gar nicht gelehrt. Und so haben wir uns schon mit Reihen von kleinen "e"s und großen "L"s und "M"s sehr abgemüht, meine Schülerin beim Schreiben und ich beim sie-bei-der-Stange-Halten. Sie dürfte meinen alten Lamy-Füller benutzen und ich war der nebendran sitzende Motivationscoach: "Erst das Bögelchen ... andere Richtung, andere Richtung ... und geeeerade runter! Und noch ein Bögelchen - rauf, runter!" - so klang das. Ich stellte irgendwann fest, dass sie das alles ganz gut hinkriegen würde, wenn sie sich nur konzentrierte und sie antwortete etwas trübsinnig: "Das ist immer das Problem." Zur Auflockerung lesen wir auch ab und an, springen Trampolin oder spielen Verstecken oder Gesellschaftsspiels. Heute werden wir uns das vorerst letzte Mal sehen, denn morgen reisen ihre Mutter und sie nach Deutschland aus. Sie wird mir fehlen, denn obwohl wir uns erst seit wenigen Monaten treffen, ist sie mir sehr ans Herz gewachsen. Wann immer wir uns außerhalb unserer gemeinsamen Nachmittage sahen - auf Geburtstagsfeiern oder anderen Veranstaltungen - lief sie ab und an einfach so zu mir, umarmte mich kurz wortlos und rannte dann wieder zu den anderen Kindern zurück. Wie hätte ich dieses Kind nicht liebgewinnen können?

Die dritten Mädchen, mit denen ich regelmäßig zu tun habe, sind dagegen in keinster Weise anhänglich. Sie sind auch schon älter, 10 und 13, die Töchter einer serbischen Familie. Ihre Mutter hatte einen deutschen Großvater und will die deutschen Wurzeln am Leben erhalten. Die Mädchen - serbische Pässe, in Botswana aufgewachsen, perfekt englischsprechend und in der Schule französischlernend - sehen dafür keinen Grund und sind dementsprechend ziemlich unmotiviert, die Kleinere erscheint mir außerdem hyperaktiv. Ich habe sie vom Mann einer Botschaftsmitarbeiterin als Deutschschülerinnen übernommen, schon im April. Er und seine Familie sind vor zwei Wochen aus Deutschland ausgereist und ich hatte damals den Eindruck, dass er einfach schon sehr früh damit begonnen hat, hier alle Zelte abzubrechen. Mittlerweile habe ich ihn im Verdacht, dass er die Mädels einfach loswerden wollte. Aber vielleicht tue ich ihm da auch Unrecht.
Meine größten Herausforderungen bei diesen Hausbesuchen sind die ständigen Streitereien zwischen den beiden, inklusive hauen, an den Haaren ziehen und sich beleidigen. Die Kleinere weint auch manchmal. Beide versuchen regelmäßig, mich auf ihre jeweilige Seite zu ziehen und ich stelle genauso regelmäßig klar, dass mich nicht die Bohne interessiert, wer angefangen hat und dass ich jetzt gerne mit unregelmäßigen deutschen Verben fortfahren würde. Ab und an gucken wir uns auch youtube-Videos aus Harry Potter-Filmen auf deutsch an, sie sind nämlich beide große Fans und dass ich für sie den Online-Test gemacht habe, in welches Hogwarts-Haus mich der Sprechende Hut stecken würde, hat mich in ihrem Ansehen doch steigen lassen. Aber manchmal zicken wir uns auch gegenseitig an, was pädagogisch sicher nicht wertvoll ist, aber 90 Minuten Ruhe und Gelassenheit sind von meiner Seite aus einfach nicht immer realisierbar, zumal die kleinen Biester inzwischen durchaus wissen, wie sie mich irritieren können. Die Ältere ist immerhin ein Sprachtalent; auch mit geringem Lerneinsatz kriegt sie die meisten Übungen gut hin. Und die Jüngere (deren Aufmerksamkeitsspanne mit der eines Eichhörnchens vergleichbar ist) bringt mich doch manchmal zum Lachen: Vor zwei Wochen hat sie sich aus grüner Knete lange Fingernägel geformt und dann eine ziemlich gelungene Performance als Rita Kimmkorn aus Harry Potter hingelegt.

Als Gegengewicht zu den beiden werde ich ab nächster Woche noch eine hochmotivierte, aber dafür schon etwas ältere Schülerin unterrichten: Ihre Mutter hat mich gefragt, ob sie ebenfalls bei mir Deutsch lernen könnte, nur eine Stunde pro Woche. Darauf freue ich mich, wobei das auch eine Herausforderung werden könnte - ich weiß jetzt schon, dass sie als einzige meiner Schülerinnen Rückfragen zur Grammatik stellen wird. Während des Studiums hätte ich ergänzend zu meinem Germanistik-Nebenfach noch "Deutsch als Fremdsprache" belegen können und habe mich damals dagegen entschieden - wenn ich mich recht erinnere, weil ich mir nicht vorstellen konnte, diese Qualifikation irgendwann mal zu brauchen. Tja, you never know ...

Montag, 30. Juli 2018

Star gazing

In den vergangenen Jahren waren wir immer mal wieder im nahgelegenen Mokolodi Nature Reserve. Wir sind dort schon Mountainbike gefahren, besuchen oft unser Lieblingsrestaurant, ich habe dort Tagungen abgehalten und auch sonst werden manchmal nette Veranstaltungen angeboten (wie z.B. das Weihnachtsliedersingen).
Für vergangenen Freitag hatten wir uns zu einem "star gazing" angemeldet. (Klingt "star gazing" nicht viel netter als "Sterne gucken"?) Zugegeben, wir meldeten uns erst zwei Tage vorher an, obwohl das Event schon eine Weile beworben wurde. Sonst sind kurzfristige Anmeldungen kein Problem in Mokolodi - diesmal waren sie es schon. Nur weil andere abgesagt hatten, bekamen wir überhaupt noch einen Platz. Wir hatten uns unwissentlich zu einem der größten Fundraising Events des privaten Naturschutzgebiets angemeldet.
Mit Safarifahrzeugen wurden wir in Gruppen in den Busch gefahren - außer uns noch ca. 250 weitere Gäste! Dort waren auf einer Lichtung Tische und Stühle aufgebaut, außerdem ein Beamer und eine Leinwand. Wir kamen kurz vor Einbruch der Dunkelheit an, d.h. um kurz vor 18 Uhr.


Dann gab es erst einmal etwas zu essen. Ein nicht mehr ganz junges britisches Ehepaar führte durch den Abend und erklärte die Sterne. Sie machen das wohl regelmäßig in Mokolodi, d.h. mindestens einmal jährlich. Sonst findet das "star gazing" allerdings nicht an einem Vollmondabend statt, sondern nur, wenn kein Mond zu sehen ist. Dank der klaren Luft und der nur geringen Luftverschmutzung aus Richtung Gaborone (ca. 10 km hinter Hügeln) konnten wir jedoch trotz des Vollmonds immerhin fünf Planeten erkennen: Venus, Jupiter, Saturn, Mars und Zwergplaneten Pluto. Merkur hätten wir wohl auch noch sehen können, wenn man ihn uns rechtzeitig gezeigt hätte, doch er war zum Zeitpunkt des Vortrags bereits untergegangen. Aufgrund des hellen Mondes waren viele weitere Sterne noch nicht zu sehen.
Nach einiger Zeit begann dann die angekündigte Mondfinsternis mit ihrem Blutmond: Zunächst ahnten wir nur, dass eine Ecke sich verdunkelte, dann wurde die Verdunklung immer deutlicher, schließlich blieb nur eine Sichel des Mondes - und dann war er ganz rot. Begleitet wurde die Mondfinsternis von dem sich an diesem Abend ganz in der Nähe des Mondes befindenden Mars, der auch der Erde derzeit so nah wie zuletzt vor 15 Jahren steht.


Spätestens jetzt war der Sternhimmel in seiner vollen Pracht zu sehen: Die Milchstraße durchzog den Himmel wie ein Band, und weitere Sternzeichen wurden uns gezeigt. Praktischerweise verwendeten unsere Präsentatoren einen lichtstarken Laserpointer. Hier zeigen sie übrigens gerade auf das "Kreuz des Südens" (liegend):


Manche Sternbilder oder Nebel waren trotz des fantastischen Sternhimmels schwer zu erkennen und viele der astronomischen Erklärungen auch nicht einfach nachzuvollziehen. Ein Astronom einer britischen Uni, der gerade in Botswana weilt, hielt noch einen kurzen Fachvortag. Man will in den nächsten Jahren offenbar eine Sternwarte für wissenschaftliche Forschung in Botswana bauen, schon jetzt wurde ein astronomischer Verein gegründet, für den Mitglieder gesucht werden (ob dessen Mitgliedsbeiträge auch astronomisch sind? - sorry, konnte ich mir nicht verkneifen).


Nach Eintritt der vollen Verdunklung blieben wir noch kurz, während die meisten anderen Gäste schon wieder mit den Safariautos zum Ausgang gebracht wurden. Walli stellte sich ans gerade entzündete Lagerfeuer, während ich noch ein wenig fotografierte.


Doch mehr als viereinhalb Stunden in der winterlichen Kälte forderten ihren Tribut. Glücklicherweise war es in den letzten Tagen schon wieder ein bis zwei Grad wärmer als zuvor. Wir waren ja vorbereitet mit Strumpfhosen, Winterstiefeln, dicker Winterjacke und Mütze, aber irgendwann wurde es uns dennoch zu kalt und auch wir fuhren zurück. Noch ein schneller letzter Blick aus dem Garten unseres Hauses auf die MoFi und den Mars, dann befüllten wir unsere Wärmflaschen mit heißem Wasser und vertrauten darauf, dass der Mond auch ohne unser Beisein wieder aus dem Erdschatten hervortreten würde.

Donnerstag, 26. Juli 2018

Vom Elefanten geküsst

Kürzlich hatten wir ein verlängertes Wochenende - "President's Day" -, und das nutzten wir für einen Ausflug. Hier ist weiterhin Winter, und unser nicht isoliertes und de facto nicht heizbares Haus war uns einfach zu kalt. Was lag da näher als ein kleiner Ausflug nach Südafrika? 
Eines unserer Ziele war ein "Elephant Sanctuary". Das nimmt wohl Elefanten auf, die nicht dort bleiben können, wo sie sind, und päppelt sie dann auf, um sie anschließend wieder in privaten Game Reserves auszuwildern. Das vermuten wir zumindest, denn wirklich viel zum eigentlich Schutzgebiet wurde uns leider nicht erzählt. Wir waren anfangs auch nur wenig begeistert, als wir vier Elefanten auf zwei Koppeln herumstehen sahen - ein etwas deprimierendes Bild. 
In diesem Schutzgebiet wird mit den Elefanten "gearbeitet", d.h. man versucht sie mit Futter zu belohnen und so gewünschtes Verhalten herzustellen. Da Elefanten am Tag 16 bis 20 Stunden mit Fressen beschäftigt sind und dabei 200 bis 300 kg Futter aufnehmen, sind sie immer an Essbarem interessiert. Bei manchen klappt das Trainieren schneller als bei anderen, häufig davon abhängig, wie traumatisiert die Elefanten dort ankommen.
Zwei der Elefanten wurden schließlich auf einen kleinen Platz bzw. eine Lichtung geführt, bekamen Futter auf den Boden gestreut - und dann durften wir Touris zu ihnen und sie anfassen, jeweils in Zweiergruppen und unter Aufsicht und Anleitung eines Elefantenpflegers.


Die lederige Elefenatenhaut war toll anzufassen - und anders als ich erwartet hatte auch recht warm. Die Borsten des Schwanzes fühlten sich richtiggehend drahtig an. Und als unser Elefant dann den Rüssel hochnehmen sollte, durften wir auch in sein Maul schauen.


Sechs Mal erneuern sich die Kauleisten eines Elefanten während seines Lebens. Wenn die sechste Kauleiste verbraucht ist, verbringen die Elefanten - sofern ihr Lebensraum das möglich macht - viel Zeit am Ufer von Flüssen und Seen, wo sie weichere, leichter verdaubare Gräser fressen. Irgendwann sterben sie dann, weil sie letztlich keine Nahrung mehr kauen können und so verhungern. Dieser Elefant war allerdings erst 17 Jahre alt und hat hoffentlich noch ein langes Leben vor sich!
Schließlich wurden wir auch noch vom Elefanten geküsst. Eine feucht-fröhliche Erfahrung. Glücklicherweise war ein Waschbecken mit Wasser nicht weit ... Aus Diskretionsgründen wurde wohl bei diesem Bild nicht weiter herangezoomt: 


Ein wenig später durften wir noch die zwei anderen Elefanten füttern: Mit beiden Händen eine Schüssel formen, in einem Eimer voll Futterpellets die Hände voll machen, dann über dem Rüssel ausschütten. Die Elefanten hat's sichtlich gefreut, sie waren richtige Nimmersatts. 


Zum Abschluss gingen wir dann noch je mit einem Elefanten auf der Koppel spazieren. Mit der Hand am Rüssel ließen sich die Elefanten herumführen und wurden anschließend mit einer Möhre oder Orange belohnt. 


Es ist eine irre Erfahrung, so auf Tuchfühlung mit diesen riesigen, sanften Tieren zu gehen, sie anzufassen, zu streicheln und zu füttern. Wir hatten natürlich eine Menge Respekt vor ihnen - was hätte ein Rüsselschlag oder ein Tritt mit ihren Füßen anrichten können! Es war auf jeden Fall noch einmal ein ganz anderes Erlebnis als das Beobachten der Tiere während einer Safari. Wie das "Elephant Sanctuary" nun wirklich arbeitet, hat sich uns nicht erschlossen. Deutlich wurde, dass sie sich stark über die Eintrittsgelder der Touristen finanzieren - wenn sie dadurch einerseits ein paar Elefanten aus prekärem Umfeld retten können und andererseits Touristen die Lebewesen Elefanten näher bringen können, dann kann es doch keine ganz schlechte Einrichtung sein?

Montag, 23. Juli 2018

Der Bank-run

Eine Alltagsfrage, die uns monatlich beschäftigt, ist wie wir das Geld für unsere Miete zusammenkratzen. Das liegt nicht (nur) daran, dass wir hier gelegentlich Ausflüge / Urlaube machen. Ich bekomme mein Gehalt in Deutschland auf mein deutsches Konto; die Miete, das Fitnessstudio, die Gartenabfallentsorgung etc. wollen aber in Pula gezahlt werden. Dafür eröffnete ich bereits zu Beginn unserer Zeit hier ein Bankkonto. Das kostet umgerechnet ca. 22,60 EUR "Managementgebühr" pro Monat, Überweisungsgebühren noch nicht eingerechnet.
 
Um Teile meines Gehalts nach Botswana zu bekommen, könnte ich gelegentlich Geld von unserem deutschen Konto hierher überweisen. Das macht allerdings wenig Spaß. Zunächst muss ich ein Formular der deutschen Bank ausfüllen (online geht eine solche Überweisung nicht), dieses an die Bank mailen und dann dauert es ca. eine Woche, bis das Geld auf dem botswanischen Konto ist. Die Überweisungskosten betragen ca. 24 EUR pro Überweisung, außerdem gibt es einen unverschämt schlechten Wechselkurs; es heißt, dass das Geld von Euro zunächst in südafrikanische Rand umgerechnet wird, dann in botswanische Pula - jeweils mit Marge für die Bank. 
Mir war schnell klar, dass ich das möglichst nicht regelmäßig machen möchte. Immerhin: Im Alltag ist das Bezahlen in Botswana stärker digitalisiert als in Deutschland, auch kleine Beträge werden hier selbstverständlich mit Kreditkarte abgerechnet. (Auf einem Markt in Südafrika konnte man sogar gleich per App bezahlt, das hatten wir in Deutschland vor unserer Ausreise so auch noch nicht gesehen.) Dank der günstigen deutschen Bank zahlen wir auch kein Auslandseinsatzentgelt, wenn wir unsere Kreditkarten hier nutzen. Und so brauchen wir Bargeld fast nur für Trinkgelder, um Sam und Patricia monatlich zu bezahlen und für die Gartenwasserbestellung.

Um Geld auf unser botswanisches Konto zu schaufeln, heben wir Geld am Geldautomaten ab und zahlen es anschließend in unserer hiesigen Hausbank ein. Das war bis vor ein paar Monaten relativ einfach, wir wussten, dass der Geldautomat unserer Bank vergleichsweise hohe Beträge ausspuckte, so dass wir vor dem Gebäude abheben und dann ins Gebäude zur Einzahlung gehen konnten. Zu berücksichtigen war (und ist) nur, dass vor fast allen Geldautomaten in Gaborone um den Monatswechsel (also nach dem "pay day") lange Schlangen sind, wenn sich viele Angestellte ihr Gehalt (teilweise) auszahlen lassen wollen. So machen wir unseren "Bank-run" meist schon Mitte des Monats, an einem Samstagmorgen. 
Mittlerweile schlägt unsere Bank - wie zunehmend auch andere Banken - jedoch auf Abhebungen mit Kreditkarten anderer Banken eigene Gebühren drauf, die wir gerne vermeiden würden. Wir suchen uns nun also Geldautomaten, bei denen keine Gebühren aufgeschlagen werden - diese geben leider jedoch nicht so viel auf einmal aus bzw. in kleineren Stückelungen. Wenn wir jetzt also wissen, dass wir samstags unseren bank-run machen wollen, beginnen wir häufig schon unter der Woche, Geld abzuheben. 
Am Samstagmorgen wird dann zu Hause das Geld sortiert und gezählt - und für einen Moment können wir uns dann ein wenig wie Dagobert Duck fühlen. Der größte Geldschein in Botswana hat einen Wert von 200 Pula, das sind derzeitig ca. 16,60 EUR. Oft spucken die Automaten auch noch kleinere Scheine aus - wenn wir das Geld für die Miete etc. abheben müssen, kommen also eine ganze Menge Geldscheine zusammen ...


Meine gefühlte Sicherheitslage sieht dann doch so aus, dass ich mich jedes Mal erleichtert fühle, wenn das Geld endlich auf dem hiesigen Konto eingezahlt ist. Vielleicht sollten wir doch einmal überlegen, ob es das ganze Gebühren-Vermeiden wert ist, dass wir einmal monatlich samstagmorgens unseren Bank-run machen.