Montag, 27. Juni 2016

Wenn der Strom mal wieder ausfällt

Neulich hatten wir ja unsere Nachbarn eingeladen. Als ich nachmittags im Zuge der Vorbereitungen gerade unseren Brotbackautomaten angestellt hatte, während die Muffins im Ofen noch ein paar Minuten brauchten, wollte ich die Zeit nutzen, um ein Foto an eine Freundin zu schicken. Dabei merkte ich, dass das Internet gerade nicht ging - das kommt hier ab und an vor und irritierte mich daher nicht weiter. Als der Küchenwecker klingelte, warf ich einen Blick auf die Muffins und beschloss, ihnen noch fünf Minuten zu geben. In dem Moment fiel mir auf, dass der Ofen aus war. Und der Brotbackautomat. Das Internet war also auch nicht einfach so ausgefallen, sondern der Router lag stromlos lahm. Ich dachte leicht genervt: "Ach, Afrika!" Stromausfälle kommen zwar nicht häufig vor, aber doch gelegentlich - wobei dieser äußerst ungelegen kam ... aber was soll man machen. Ich spülte erstmal eine Runde ab, so lange das Wasser im Boiler noch heiß war. Und währenddessen kam mir glücklicherweise noch ein ganz anderer Einfall.

Hier in Botswana haben wir Prepaid-Strom. Die Idee dahinter kennt man von Prepaid-Handys: Man zahlt vor der Nutzung, nicht hinterher. Hier gehen wir mit unserer Zählernummer in eine Filiale der Supermarktkette "Shoprite", stellen uns an der Kasse an, zeigen der Kassiererin die Nummer und sagen, in welchem Wert wir gerne Strom hätten. Sie lädt unser Geld dann an ihrer Kasse auf unser Benutzerkonto und im Gegenzug erhält man als Kunde eine Quittung mit einer 16-stelligen Nummer. Diese gibt man zu Hause in den eigenen Stromzähler ein und lädt sein Stromkonto so auf.
Unseres war immer recht voll gewesen, aber wir hatten es beide schon länger nicht mehr angeschaut. Also ging ich in den Hof, zog und drückte an der verzogenen Metalltür des Zählerkastens und stellte schließlich fest, dass da tatsächlich ein rotes Lämpchen leuchtete ... so ist das also, wenn einem der Strom abgestellt wird.  Zum Glück haben Philip und ich immer einen Stromkauf-Kassenbon in Reserve, ich gab also schnell die Nummer ein und schon funktionierte wieder alles.

"Afrika" traf also keine Schuld und beim nächsten Mal werde ich sicher schneller auf die Idee kommen, dass der Fehler bei uns liegen könnte. Manche Ereignisse passen aber eben zu den Vorurteilen, die man - ob gerechtfertigt oder nicht - nun mal hat. Dabei habe ich den längsten Stromausfall, an den ich mich überhaupt erinnern kann, nicht in einem afrikanischen Land, sondern in Bovenden bei Göttingen erlebt ... und das trotz Postpaid-Strom!

Donnerstag, 23. Juni 2016

Der erste Arztbesuch

Dass ich genau zwei Monate nach meiner Ausreise schon das erste Mal in einem botswanischen Wartezimmer sitzen würde, war nicht geplant gewesen - angesichts einer fiesen Durchfallerkrankung mit bis zu 39 Grad Fieber allerdings auch nicht zu verhindern. Und so ließ sich Philip von einer Kollegin eine Praxis empfehlen. Netterweise rief sie auch gleich noch da an und erfuhr, dass man an diesem Tag ohne Termin kommen könnte. Da Philip eh ein Meeting in der Innenstadt hatte, konnte er mich auch noch hinbringen.

Nach dem üblichen Papierkram gibt's hier erst einmal eine "Erstaufnahme" durch eine von mehreren Krankenschwestern. Die Dame war sehr nett, erkundigte sich nach dem Grund meines Kommens und ließ mich dann etwas unvermittelt erstmal auf eine Waage steigen, bevor sie mit einem Maßband an der Wand meine Größe ausmaß. Außerdem maß sie Puls und Fieber und fragte dann freundlich, ob ich eine Urinprobe mitgebracht hätte. Äh, nein. Es war allerdings wohl auch keine nötig - sie notierte einfach "no sample" und alle anderen Angaben handschriftlich auf einem Zettel, den sie nochmal gewissenhaft abschrieb und mir dann in die Hand drückte mit den Worten, ich könnte jetzt etwas fernsehen gehen und würde dann von einem Arzt aufgerufen werden.
Im Wartezimmer (in dem auch der Empfang und die Kasse waren) war tatsächlich ein großer Fernseher. Zeitschriften gab es dafür keine, aber unter Hygiene-Gesichtspunkten ist der Fernseher ja definitiv die bessere Alternative. Es lief eine Nachrichtensendung. Großes Thema waren gewaltsame Ausschreitungen mit Bränden etc. in Tshwane. Ich hatte den Namen der Stadt noch nie gehört, die Bilder wirkten sehr chaotisch. Schließlich begriff ich, dass Tshwane in Südafrika liegen musste und es auch ein südafrikanischer Fernsehsender war - irgendwann lief nämlich der Wetterbericht, und der war einzig und allein auf das südliche Nachbarland bezogen. Das erklärte dann auch, warum sich die anderen Leute im Wartezimmer nicht so brennend dafür interessierten.

Schließlich rief mich eine Ärztin auf. Sie war sehr nett und nahm sich viel Zeit. Tatsächlich dauerte mir der Small Talk-Teil (wie lange ich schon in Botswana wäre, was mein Mann und ich hier machen würden, wie es mir gefallen würde, ob ich einen Job suchen würde, es wäre ja sehr schwierig mit einer Arbeitserlaubnis etc.) fast etwas zu lang, angesichts der Tatsache, dass es mir nicht besonders doll ging. Deswegen bin ich im Nachhinein auch nicht mehr 100% sicher - aber 90% eigentlich schon - dass sie mir schließlich sogar eine ehrenamtliche Stelle in ihrer Diabetes-Praxis angeboten hat ... ich komme mit dem Alltagsenglisch hier recht gut zurecht, aber das kam dann doch etwas sehr unerwartet. Auf jeden Fall habe ich jetzt ihre Visitenkarte mit allen Kontaktdaten.
Wir konzentrierten uns dann auf den Grund meines Kommens. Sie hörte meinen Bauch ab - durch das T-Shirt, das Stethoskop sei zu kalt - an soviel Rücksicht eines deutschen Arztes kann ich mich nicht erinnern! Launig erkundigte sie sich nach Philips Gesundheitszustand: "And how's your husband?" "Oh, he's fine." "This makes it worse ...". Schließlich verschrieb sie mir ein Antibiotikum, etwas gegen Bauchkrämpfe und Elektrolyte. Ich wurde zur Kasse geschickt, wo ich Arztbesuch und Medikamente gleich bezahlte. Dann ging es weiter in das "Apothekenzimmer" der Praxis, wo eine Angestellte schon ein Körbchen mit meinen Medikamenten gepackt hatte. Ich bekam alles in genau der Menge, die ich nehmen sollte - ohne Originalverpackung, die abgepackten Tabletten in Plastiktütchen, auf die ausgedruckte Etiketten mit meinem Namen und den Dosierungsanleitungen etc. geklebt waren. Beipackzettel gab es so allerdings keine.

Der erste afrikanische Arztbesuch war aufgrund seines Anlasses nun nicht gerade schön, aber insgesamt sehr okay und die Medikamente wirken alle prima, zumindest geht es mir schon deutlich besser. Nun habe ich auch diese Erfahrung einmal gemacht und gehe das nächste Mal sicher etwas routinierter hin. Wobei bis zum nächsten Mal hoffentlich noch viel Zeit vergeht!

Dienstag, 21. Juni 2016

Die Brexit-Diskussion in meinem Team

Das Vorhaben, das ich hier leite, soll die regionale wirtschaftliche Integration befördern. Bevor ich hierherkam, fragte ich mich, ob ich hier wohl darauf angesprochen werden würde, dass die regionale (wirtschaftliche) Integration in Europa gerade etwas stockt bzw. derzeit eher gegenläufige Tendenzen sichtbar sind. Nun, bisher bin ich hierauf noch nicht angesprochen worden. Die SADC-Region ist aber auch rein institutionell noch weit von einem Europa entfernt, so dass der Vergleich ein wenig hinken würde.
Diese Woche steht nun die britische Abstimmung über den "Brexit" an. Wird das vereinigte Königreich sich zur EU bekennen oder aus der EU austreten wollen? Welche Auswirkungen wird die Entscheidung für die weitere Arbeit der EU haben? Auch auf diese Fragen bin ich noch nicht angesprochen worden.
Allerdings habe ich diese Frage schon im Team diskutiert. Einer meiner Mitarbeiter ist Brite, hat für England bereits Handelsverhandlungen (u.a. mit der EU) geführt, und berät gerade SADC zu den laufenden Verhandlungen zum Handel mit Dienstleistungen. Er erklärte mir vor ein paar Wochen, dass er für den Brexit sei. Nicht wirklich, damit England aus der EU austrete, sondern damit man nach dem Referendum noch einmal mit der EU nachverhandeln könne.
Ich frage mich ein wenig: Wo kämen wir denn da hin? Vielleicht sollte Deutschland auch noch mal nachverhandeln? Wenn das jeder Mitgliedsstaat machen würde, gäbe es bald keine EU mehr. Der Kollege versicherte mir, dass er trotz dieser Haltung im Rahmen unseres Projekts für regionale Integration im südlichen Afrika eintreten könne. Ein wenig paradox finde ich das ja schon - aber vermutlich ist die ganze Diskussion zum Brexit ohnehin von Paradoxien geprägt?


Montag, 20. Juni 2016

Über Stock und Stein

Kurzer Dialog von uns gerade:
- "Hatten wir eigentlich schon mal über Mokolodi geschrieben?"
- "Nein, da hatten wir nie so viele Tiere gesehen, dass wir das in Erwägung gezogen hätten".
Das Mokolodi Game Reserve ist ein privates Naturschutzgebiet, das ca. 15 km außerhalb von Gaborone liegt. Am Rand mit Blick auf ein Wasserloch liegt ein Restaurant, das unser Lieblingsrestaurant hier ist: Gute Pizza, Blick aufs Wasserloch und mit ganz viel Glück kommen auch mal Antilopen vorbei - hier aßen wir unter anderem an Wallis Ankunftsabend.
An Wallis zweitem Wochenende hier machten wir in diesem Naturschutzgebiet einen geführten Game Drive mit. Am Ende erklärte uns der Ranger, dass hier über 50 Tierarten lebten - leider hatten wir nur 5 gesehen. Etwas symptomatisch für unsere weiteren Besuche hier (dann selbstfahrend), denn wir sahen kaum noch einmal überhaupt 5 Tierarten, fast etwas enttäuschend.
Heute starteten wir einen neuen Anlauf, diesmal nicht mit dem Auto, sondern mit dem Rad. Am Eingang kann man sich Mountainbikes ausleihen, Helme hatten wir selbst mitgebracht (no helmet - no bike), dann ging es los über Stock und Stein, und sehr viel Stein.


Möglich ist das Mountainbiken hier, weil es keine Raubtiere gibt. Zunächst ging es eine Weile bergab, dann in der Ebene. Einmal sahen wir ein paar Impalas vor uns davonhüpfen, später auch größere Antilopen (Kudu?). Ansonsten waren wir wohl ganz froh, dass wir kein Nashorn aufstöberten. Auf dem Rad erlebt man eine Landschaft doch noch einmal ganz anders als aus dem Auto heraus. Es waren extra Fahrradwege angelegt und markiert, an manchen Stellen gingen sie auf der Straße, häufig aber auch auf schmalen Wegen durch den Busch. Sehr malerisch war es!


Zwischendurch ging es auch mal auf einen Hügel hoch, zunächst wenig merklich, dann doch noch etwas steiler, und plötzlich waren wir oben und hatten eine wunderbare Aussicht.



Nach zweieinhalb Stunden erreichten wir den Eingang wieder, nicht ganz unglücklich, wieder zurück zu sein. Tiere hatten wir diesmal auch nicht mehr als sonst gesehen (was auf dem Rad vielleicht auch nicht ganz schlecht ist), aber dafür tolle Landschaft. Und wir hatten etwas Bewegung, von der mindestens ich hier noch etwas zu wenig bekomme.

Sonntag, 19. Juni 2016

Am Gaborone Yacht Club

Ja, außer zu golfen gibt es hier noch andere Sportmöglichkeiten. Z.B. gibt es da den Gaborone Yacht Club am Gaborone Dam, wo man wohl segeln oder Kanufahren kann.
Der kleine Haken an der Geschichte: Dazu braucht es Wasser im Staudamm. Als ich hier ankam, war der Staudamm zu weniger als 1 % seiner Kapazität mit Wasser gefüllt, da war an sportliche Aktivitäten nicht mehr zu denken. Aber ich brachte ja den Regen mit mir. Und so hat es tatsächlich seit meiner Ankunft recht viel geregnet - außergewöhnlicherweise auch einmal Mitte Mai (die Regenzeit endet Ende April) - und sogar im Juni letztes Wochenende noch einmal ordentlich (an Regen im Juni konnte sich niemand erinnern). So ist der Staudamm derzeit zu über 17 % seiner Kapazität gefüllt, es ist lange her, dass so viel Wasser darin stand. Wir nutzten die Gelegenheit, um einen Ausflug zum Gaborone Yacht Club zu machen. Der Gaborone Yacht Club liegt auf einer Insel im Stausee, erschlossen über eine Straße auf einem Damm - doch Nachbarn, die schon sehr lange hier sind, können sich daran erinnern, dass der Stausee mal so voll war, dass man nur mit der Fähre zur Insel gelangen konnte.
Als wir am Samstagnachmittag dort ankamen, war dort nichts los. So saßen wir auf der Terrasse des Clubgebäudes und tranken eine Cola - mit ganz netter Aussicht.


Anschließend kletterten wir über Stufen und dann große Hinkelsteine bis hinunter zum Wasser. Dort konnten wir tatsächlich einen kleinen Spaziergang am Ufer entlang machen und hatten einen netten Ausblick über den See, die Staumauer, das Ufer und die Hügel, hinter denen Südafrika beginnt.




Auf dem Rückweg zum Auto trafen wir noch ein paar Klippschliefer, die teils vor uns davonrannten, um sich dann auf den großen Hinkelsteinen zu sonnen und uns aus sicherer Entfernung anzuschauen (kaum zu glauben, dass sie mit Elefanten verwandt sind, oder?):


Ein sehr schöner Nachmittagsausflug - hier werden wir wieder einmal hinkommen! Auf der Rückfahrt über den Damm Richtung Straße merkten wir, dass Gaborone unerwarteter Weise sogar eine kleine Skyline hat.


Wir sahen aber auch, dass hier viel Land trocken liegt - ob wir es während unserer Zeit hier wohl noch mitbekommen werden, dass der Stausee ganz gefüllt ist?

Samstag, 18. Juni 2016

Meet the neighbours

Philip und ich wollten gerne unsere Nachbarn kennenlernen. Außer Barbara, einer älteren Engländerin, die uns angesprochen hatte, als unser Container ankam und die schräg gegenüber wohnt, hatte Philip in der Deutschen Botschaft schon einmal kurz die Nachbarin von nebenan getroffen, Brigitte. Aber mehr hatte sich bisher nicht ergeben und da wir hier alle hinter Mauern mit großen Toren leben, war auch nicht abzusehen, dass sich das von alleine ändern würde. Also checkten wir den EM-Spielplan und entschieden uns, für Freitag, den 17.06., einzuladen, denn an dem Tag sollten weder Deutschland noch eine der englischen Mannschaften spielen und laut Barbara leben wir in einer deutsch-englischen Straße.

Letzten Sonntagmittag druckten wir fünf Einladungen aus, unterschrieben sie und gingen sie dann verteilen. Da es hier keine Briefkästen gibt (die Post wird ja in zentrale Postfächer verteilt) hatten wir zwei Möglichkeiten: Klingeln, um sie abzugeben oder sie unter den Toren durchzustecken. Wir entschieden uns für letzteres - nicht ahnend, dass es am späten Sonntagabend anfangen würde zu regnen und zu gewittern ... bis Montagmittag. (Was hier übrigens höchst ungewöhnlich ist: Die Regenzeit endet ja offiziell Ende April, laut unserem Gärtner Sam regnet es dann höchstens im Mai nochmal, aber niemals im Juni.)
Was ein Pech. Waren unsere Einladungen nun überhaupt angekommen? Oder weggeschwemmt worden bzw. bis zur Unleserlichkeit durchweicht? Wir hatten um Antwort gebeten, aber niemand meldete sich - noch nicht mal Barbara, der wir die Einladung persönlich übergeben hatten, da sie an den Zaun gekommen war, als sie uns gesehen hatte.

Es wurde Dienstag, Mittwoch, Donnerstagvormittag und wir betrachteten das Projekt "Nachbarn kennenlernen" schon so langsam als gescheitert. Dann rief immerhin Barbara an. Sie sagte zu und fragte, ob sie noch eine Freundin mitbringen dürfte, die am anderen Ende der Straße wohnte. Wir würden also immerhin zu viert sein.
Am Freitagvormittag kochte ich schon einmal eine Kürbissuppe für den Abend - für alle Fälle eine große Portion, die lässt sich ja auch gut einfrieren. Gegen Mittag meldete sich dann unverhofft noch unsere Nachbarin Brigitte mit einer Zusage. Kurz darauf rief außerdem der Nachbar von gegenüber und fragte, ob die Einladung noch aktuell wäre. Da ging ja doch noch was!

Ab 19 Uhr kamen unsere Gäste.Der Vorteil an späten Zusagen ist, dass niemand mehr absagt - im Gegenteil: Als fast alle mit dem Essen fertig waren, klingelte es und noch ein weiterer Nachbar kam vorbei. Wir waren eine sehr gemischte Gruppe: Barbara, die ältere englische Lady, erzählte, dass sie lange in Australien gelebt hatte; ihre Freundin Debbie (vermutlich Südafrikanerin und stolze Besitzerin von fünf oder sechs Hunden) betreibt hier eine Schwimmschule und berichtete von den bürokratischen Problemen, der botswanische Nachbar von gegenüber sprach über die Entwicklung seines Landes und Larry, der hinter uns wohnende Botswaner, erzählte von seinen Reisen durch die Nationalparks. Aber es gab auch vereinende Themen: den Brexit, die Tragödie um das Kleinkind, das in Florida von einem Alligator verschleppt wurde und das Einkaufsverhalten asiatischer Touristen. (Und ganz ehrlich: Wenn Afrikaner und Europäer gemeinsam an einem Tisch sitzen und sich über ihre Erfahrungen mit aisatischen Touristen austauschen - das ist schon lustig!)
Außerdem scheint es mit Nachbarn doch überall auf der Welt ähnlich zu sein: Selbst wenn man sich nicht sieht, man weiß trotzdem einiges voneinander. Das bekam vor allem der Nachbar von gegenüber zu spüren, der mehrmals darauf angesprochen wurde, so selten zu Hause zu sein - Debbie kannte bereits mehrere Leute, die sein Haus gerne kaufen würden ... seiner Meinung nach war er allerdings schon öfters daheim und bekam daraufhin detailliert dargelegt, wann bei ihm welches Licht brennen würde und wann nicht ... zu Barbaras und Debbies Vermutungen, dass er eine Freundin hätte, bei der er wohl die meiste Zeit sei, wollte er sich merkwürdigerweise dann nicht mehr äußern.

Die Runde brach irgenwann nach 22 Uhr auf - dafür, dass der Großteil nur kurz vorbeischauen wollte, waren wir sehr zufrieden!

Mittwoch, 15. Juni 2016

The No. 1 Ladies' Detective Agency

Im Urlaub lese ich gerne auch mal Bücher, deren Handlung an meinem jeweiligen Reiseziel angesiedelt ist. So kann man sich Land und Leuten lesend etwas nähern und meist bleiben auch einige Fakten hängen. Wenn man sich mit in Botswana spielender Literatur beschäftigt, kommt man an einem bzw. zwei Namen nicht vorbei: Alexander McCall Smith und der Heldin seiner Krimireihe, Mma Ramotswe. Philip und ich hatten schon einige Monate vor unserer Ausreise von verschiedenen Leuten einige Bände der Reihe geliehen und sogar geschenkt bekommen; Philip hat bereits in Frankfurt fleißig gelesen und ich nun hier damit angefangen. Das hat auch seinen Charme, da ich beim Lesen nun schon einige der beschriebenen Orte kenne und mir das Ganze noch besser vorstellen kann.

Die Krimiheldin Mma Ramotswe ist quasi eine botswanische Miss Marple, allerdings weitaus jünger als ihre englische Kollegin. Sie eröffnet im ersten Band am Fuße des Kgale Hill "The No. 1 Ladies Detective Agency", wie auch der erste Band auf Englisch heißt - die erste botswanische Detektivagentur, die von einer Frau betrieben wird. Sie übernimmt kleine und größere Fälle, die sehr liebevoll beschrieben werden und auch einiges an Wissen über Botswana vermitteln; nicht nur, weil es um landesspezifische Themen wie Viehzucht, Aberglauben etc. geht, sondern auch, weil man einiges über die Art, miteinander zu reden umd Probleme zu lösen erfährt. Das Besondere an dem Buch ist, dass es wirklich nett zu lesen ist, dabei aber doch die uns fremde Kultur transportiert - beim Lesen merkt man, was hier alles anders angegangen wird, als man es gewohnt ist.

Noch in Deutschland hatte ich uns die DVD zum Buch besorgt - der erste Band ist verfilmt worden und die Verfilmung trifft die Atmosphäre des Buches recht genau. Das hier ist also nicht nur ein Buch- sondern auch ein Filmtipp!
Nun fehlt uns eigentlich nur noch die Halbtages- oder Tagestour "Mma Ramotswe's Botswana", die eine der Attraktionen hier darstellt und in keinem Reiseführer fehlt. Man fährt wohl die Drehorte ab und erfährt einiges zu Autor und Film. Das werden wir bei Gelegenheit sicher auch noch machen!

Sonntag, 12. Juni 2016

Glühwein zum EM-Auftakt

Im Auswärtigen Amt, so hörte ich einmal, ist es quasi Pflicht, fußballinteressiert zu sein und die Bundesliga zu verfolgen. Soll praktisch sein für Smalltalk.
Smalltalk bzw. Leute kennenlernen war auch unser Ziel - und Fußball sollte der Anlass sein. Praktischerweise hat die "Alliance Francaise", das französische Kulturinstitut, für Freitagabend zum EM-Auftakt eingeladen. Nachdem wir uns zunächst angemeldet hatten, beschlossen wir dann doch kurzfristig, nicht hinzugehen. Denn wir hatten glücklicherweise vorher noch erfahren, dass Eröffnungsfeier und Spiel open air übertragen werden sollten. Und da hier so langsam der Winter einkehrt und Walli noch die letzten Reste einer ordentlichen Erkältung auskurierte, entschlossen wir uns dann doch, nicht hinzugehen.
So planten wir unseren EM-Auftakt also für das heutige erste Deutschlandspiel. Der deutsche Botschafter hatte (selektiv) eingeladen, in einem Hotel wurde das Spiel gezeigt und es gab Getränke dazu.
Zur Begrüßung wurde uns erst einmal Glühwein angeboten. Der war auch recht willkommen, nachdem heute ausnahmsweise die Sonne nicht geschienen hat, es windig war und es so doch so kühl blieb, dass wir erstmals den Kamin im Wohnzimmer angeschmissen hatten - der die Temperaturen zeitweise um 1-2 Grad aufzuwärmen vermochte.
Wir kamen recht pünktlich, unterhielten uns noch kurz mit ein paar Leuten, dann ging das Spiel los. Ein paar Tische standen vor der Beamer-Leinwand, auf den vorderen beiden war eine Deutschland-Fahne drapiert. Wir waren eher schlecht mit Accessoires ausgestattet: Papiergirlanden, Fähnchen, oder auch der Deutschlandfahnenhut durften nicht fehlen (außer bei uns). Ach ja, Tipps wurden ausgetauscht - und wir lernten, dass statistisch gesehen das häufigste Ergebnis 2:1 sei und daher immer gut für einen Tipp. Nun ja, ein Glück, dass sich die Experten nicht auf statistische Langzeitmittelwerte zu verlassen brauchen - Fußballexperte Philip tippt "natürlich" auch so das richtige Ergebnis!
Ein wenig gewöhnungsbedürftig war es schon, den Kommentator die Spielernamen in Englisch aussprechen zu hören - aber letztlich war der Ton eher leise eingestellt, so dass das nicht groß störte. Der Stammtisch am Nachbartisch interessierte sich eh mehr für die Flüchtlinge in Deutschland; schade, dass man offenbar selbst durch Auslandserfahrung nicht einen anderen Blick darauf gewinnen kann. Wir versuchten, uns aufs Spiel zu konzentrieren, nutzten die Halbzeitpause, um die Buffetschlange kennenzulernen - und spätestens das 2:0 brachte auch den ganzen Raum zum gemeinsamen Jubeln.

Mittwoch, 8. Juni 2016

Ein Königreich für eine Briefmarke!

Es gibt ja Menschen, die aus fremden Ländern Postkarten an Freunde und Familie versenden - selbst, wenn sie nur eine läppische Woche von zu Hause weg sind. Ich gehöre dazu. Untypischerweise habe ich in meinen bald sieben Wochen Botswana aber bislang nur eine einzige Postkarte verschickt. Der Grund ist nicht, dass ich zu wenig Zeit hätte, es keine schönen Postkarten gäbe oder ich mich nicht entscheiden könnte, wem zuerst geschrieben wird ... sondern höhere Gewalt!

Am 11.05. schrieb ich eine allererste Postkarte an mein Patenkind und seine Geschwister. In "unserer" Mall Game City gibt es auch eine Post, wo ich sie am 12.05. abgeben wollte. Die Post ist anders als bei uns. Man kann da auch Kopien machen lassen, Beglaubigungen, was weiß ich. Der Laden war voll. Briefmarken gab es allerdings nicht. Die Mitarbeiterin riet mir, es eine Woche später nochmal zu probieren. Mein Afrika-erfahrener Ehemann versuchte, mich schonend darauf vorzubereiten, dass das eher als höfliche Floskel zu verstehen war und ich mir keine großen Hoffnungen machen sollte. Dennoch stand ich eine Woche später wieder bei der Post. Leider gab es immer noch keine Briefmarken. Ich fragte, wo es denn sonst welche geben könnte, worauf mir die Hauptpost in der Main Mall empfohlen wurde - die könnte welche haben, "maybe".
Ich war leicht erschüttert - immerhin leben wir hier in der Haupstadt. Am darauffolgenden Samstag machten Philip und ich einen Ausflug in die Main Mall und in der Hauptpost hatte ich tatsächlich Glück: Ich präsentierte meine Postkarte und die Angestellte verkaufte mir eine Briefmarke für 8 Pula - bzw. gleich 21 Marken - ich habe auf Vorrat eingekauft. In unserem Reiseführer (der erst Ende 2015 erschienen ist), stand zwar, dass Postkarten und Briefe nach Deutschland 5 Pula kosten würden, aber 8 Pula ist ebenfalls noch sehr billig. Als ich die Postkarte dann aber vor der Post in den Briefkasten werfen wollte, wurde ich stutzig: Am Briefkasten hing ein Schild, dass Briefe nach Europa 9,50 Pula kosten würden. Postkarten waren nicht erwähnt. Nachdem ich gerade in der Post gewesen war, warf ich meine mit 8 Pula frankierte Postkarte ein und hoffte das Beste. Und knappe zwei Wochen später war sie dann auch in Göttingen.

Es gab allerdings noch ein paar Sachen, die ich nach Deutschland schicken wollte. Briefe. U.a. die Kündigung meines Handyvertrages. Da ich da gerne etwas mehr Sicherheit haben wollte, entschied ich mich, einen großen Brief mit mehreren Briefen als Inhalt an meine Eltern zu schicken - per DHL. Das geht nämlich auch. Heute stand ich dann mit meinem Großbrief wieder bei der Post in unserer Mall. Wenn man etwas per DHL verschicken will, läuft gleich alles ganz anders. Mein Kuvert wurde in ein anderes Kuvert gesteckt, ich musste ein Formular ausfüllen (@ Mama und Papa: Die botswanische Post hat jetzt übrigens Eure Telefonnummer) und schließlich einen Geldbetrag zahlen, der mich doch etwas schockte. Es war mehr, als Philips und mein heutiges Mittagessen im Restaurant gekostet hatte (ein Salat mit Hummus und Gemüse, ein Salat mit Hähnchenstreifen und Ei und zwei hausgemachte Limonaden). Von dem Geld hätten wir vier Jackets in die Reinigung bringen können. Oder 24 Liter Milch kaufen. Kurz: Es war sauteuer! Kurz sah ich vor meinem geistigen Auge einen berittenen Boten mit dem DHL-Kuvert in der Hand vom Flughafen Köln/Bonn nach Odendorf galoppieren ...

Nachdem ich hier aber zumindest mal erfolgreich bedient worden war, fasste ich mir ein Herz und fragte, wie viel denn ein Standardbrief nach Deutschland kosten würde. Die Antwort war 10,50 Pula - schon wieder ein neuer Preis, aber egal ... ich fragte matt und mehr pro forma, wo ich Briefmarken dafür bekäme. Und dann geschah mein Mittwochswunder: Sie hatten welche da! (Und taten auch noch so, als wäre das normal!) Ich kaufte fünf Stück. Normalerweise hätte ich gleich einen größeren Vorrat mitgenommen, musste mich aber noch von den finanziellen Verlusten durch den DHL-Brief erholen.

So viel zur botswanischen Post. Ich denke, demnächst schreibe ich dann doch mal häufiger nach Deutschland. Zumindest Postkarten, die Briefmarken für Briefe hüte ich jetzt ein bisschen - wer weiß, wann es wieder welche gibt ...


Update vom 11.06.: Gestern um 17:10 Uhr ist der Brief in Odendorf angekommen! Er hat also nicht viel mehr als 48 Stunden gebraucht - Respekt, dass es so schnell geht, hatten wir nicht erwartet. Von einem Pferd haben meine Eltern allerdings nichts erzählt ...

Dienstag, 7. Juni 2016

Craft Brot - wir springen auf den Trend auf

Ein Trend, den ich in Deutschland doch irgendwie verpasst habe, ist das "Craft Beer", das "Handwerksbier" bzw. Bier, das von Mikrobrauereien oder oftmals in Heimarbeit hergestellt wird. Es soll häufig besonders hochwertige Zutaten enthalten und man kann die Inhaltsstoffe selbst bestimmen.
Kürzlich las ich nun online einen Zeitungsartikel über den neuesten Trend aus den USA: Craft Brot. Nun wird also mit Mikro-Bäckereien experimentiert, und "Brot-Ingenieure" versuchen, für jeden Herkunftsort ein typisches Brot aus regionalen Zutaten zu entwickeln. Das wird bestimmt auch der nächste Trend im Brot-Land Deutschland! (Oder hat schon mal jemand von gutem Brot aus den USA gehört?)
Nun, vielleicht können wir da ja mithalten? Ahnend, dass es außerhalb Deutschlands in der Regel schwer ist, an gutes Brot zu kommen, hatten wir uns schon zu Weihnachten einen Brotbackautomaten gewünscht, mit dem man selber Brot backen kann. Los ging's noch in Deutschland mit einer gekauften Brotbackmischung - einfach, um mal zu schauen, ob der Automat auch tatsächlich funktioniert. Das tat er.
In den ersten Wochen hier, bevor der Container ankam, machte ich mich schon mal auf die Suche nach essbarem Brot. Abgesehen von Toastbrot und anderen ähnlich weichen Brotsorten war es jedoch nicht leicht, halbwegs gutes Brot zu bekommen. Im Spar in der Mall um die Ecke fand ich gelegentlich ein Roggenbrot, das einigermaßen genießbar war. In Wallis ersten Wochen entdeckten wir in einem anderen Supermarkt auch noch mal ein Brot, das schon fast wie in Deutschland schmeckte - aber beim zweiten Besuch dort gab es das schon wieder nicht mehr.
Als dann der Container da war, testeten wir unseren Brotbackautomaten noch einmal mit einer Brotbackmischung - den Transport hatte der Automat also auch gut überstanden.
Mittlerweile sind wir in das "Craft Brot Business" eingestiegen. Neben der kleinen Rezeptesammlung, die dem Automaten beilag, haben wir noch ein richtiges Rezeptbuch für Brot aus dem Brotbackautomaten mit ziemlich vielen verschiedenen Rezepten. Und zu Weihnachten bekamen wir noch ein Rezeptbuch für Brot ohne Brotbackautomaten geschenkt. Diesbezüglich sind wir nun also ausgerüstet.
Die bange Frage, die sich uns noch stellte, war, ob wir wohl alle Zutaten finden würden. Trockenhefe, die man für viele der Rezepte braucht, fanden wir aus Deutschland importiert bei World Foods. Weizenmehl (Brown bread flour) fanden wir im Supermarkt, sogar Roggenmehl gibt es zu kaufen (letzteres eher in einer Art Reformhaus/Körnerecke des Supermarkts). Bisher nicht aufzutreiben war eine Mehrkornmischung, die das Rezeptbuch empfahl. So backten wir also unser erstes Mehrkornbrot ohne Mehrkornmischung.
In drei bis vier Stunden knetet der Automat, lässt den Teig gehen, knetet wieder und bäckt, bis das Brot dann fertig ist. Zugegeben, das erste Brot sah noch nicht ganz so perfekt aus wie aus einer deutschen Bäckerei, aber es schmeckte schon ganz gut.


Ein paar Tage später wiederholten wir den Versuch - und ohne bewusst etwas anders zu machen, wurde diesmal ein recht ansehnliches Brot daraus.


In den nächsten Tagen geht es dann weiter: Ein Walnussbrot ist geplant. Diesmal sogar mit Walnüssen. Wer weiß, demnächst werden wir richtige Craft Bäcker. Und Trendsetter. Wer traut sich mal, unser Brot zu probieren?

Donnerstag, 2. Juni 2016

Was macht eigentlich SADC?

Ich gebe ja zu, es fällt mir nicht immer ganz leicht, prägnant und ohne Fachsprache zu erklären, was ich hier eigentlich mache. Einen Versuch hatte ich ja schon mal hier gestartet. Heute ist mir nun ein animiertes Video untergekommen, dass das Vorgängerprojekt mal hat produzieren lassen. Es erklärt ganz nett, was unsere Partnerorganisation Southern African Development Community ist und wofür sie steht, was regionale wirtschaftliche Integration ist und wofür sie gut ist. Ja, und genau die darin beschriebenen Prozesse unterstützt das Projekt, das ich hier leite, z.B. durch fachliche Beratung, die Organisation von Workshops, die Hinzuziehung von Experten, Dialogveranstaltungen etc.


Mittwoch, 1. Juni 2016

Weltessen

Am letzten Wochenende haben Philip und ich einen größeren Lebensmitteleinkauf gemacht - ganz gegen unsere Gewohnheit mal nicht im Spar-Supermarkt um die Ecke. Wir waren auch nicht auf dem Markt (danach wurde ich schon mehrmals gefragt und ich weiß immer noch nicht, ob es hier einen Wochenmarkt o.ä. überhaupt gibt - von vereinzelten Straßenständen mit Melonen abgesehen haben wir noch nichts in die Richtung entdeckt). Wir waren bei WORLD FOODS - einem Geschäft im Industriegebiet, das Philip empfohlen worden war. Bei WORLD FOODS gibt es importierte Waren aus aller Welt, in Regalen, auf Paletten, zum Teil in Kühlräumen relativ unsortiert und nicht besonders ansprechend angeordnet. In Begleitung einer Verkäuferin gingen wir durch den lagerartigen Raum und staunten.

Es ist ja schon lustig: Vor allem ich bin noch gar nicht so lange hier. Wir sind in der Hauptstadt eines Landes gelandet, in der es fast alles gibt - und auch wenn wir bisher weder Risottoreis noch getrocknete Tomaten gefunden haben, lässt es sich hier doch sehr gut aushalten. Aber dann steht man in diesem Lager und denkt plötzlich: "ROTE GRÜTZE! Aus Bad Schwartau! Nach Holsteiner Traditionsrezept!" und es ist klar, man muss sie kaufen. Obwohl man in Deutschland ja eher selten rote Grütze gegessen hat. Und umgerechnet 4,60 € schon ein ordentlicher Preis ist für 500g. (Und die rote Grütze dann noch nicht mal so doll ist, da habe ich auch gekauft schon bessere gegessen ...)

Ansonsten haben wir noch mehrere Päckchen RUF-Hefe gekauft, zum Brotbacken. Frankfurter Würstchen. Tomatenmark aus Italien. Teekanne-Pfefferminztee, der nur auf Englisch beschriftet ist und offensichtlich nur für den Export produziert wird. (An Tees konnte ich hier bisher außer Schwarzem, Grünen und Roibusch-Tee nichts finden - manchmal ist ein Kräutertee aber ja gar nicht so verkehrt.) Deutschen Senf hatten wir tatsächlich schon neulich im Spar mitgenommen, da wir keinen anderen gefunden hatten (auch wenn es mir seltsam vorkam, hier Senf aus Jüterbog / Brandenburg einzukaufen). Den hätte es da auch noch gegeben. Chilenischen Wein und halbe Käselaibe haben wir liegen gelassen, auf Eiscremes und gefrorenes Fleisch verzichtet, eine größere Vielfalt an italienischen Nudelsorten und internationalen Gewürzen bestaunt sowie Gebäckmischungen aus Deutschland. Es war schon lustig, zu merken, wie plötzlich Bedürfnisse geweckt werden - und man fast gerührt ist, wenn man deutsche Produktnamen liest.
Wir gingen ohne getrocknete Tomaten und Risottoreis - auch ein WORLD FOODS ist nicht unfehlbar. Das Sortiment wechselt, sie haben längst nicht immer alles da. Diesen Laden werden wir sicher wieder einmal ansteuern!