Vor wenigen Tagen sind meine Eltern zurück nach Deutschland gereist. Sie waren unsere fünften Gäste in Gaborone - wenn wir sie doppelt zählen, sie haben uns nämlich auch schon vor einem Jahr besucht. Besuch zu haben ist immer schön. Zum einen haben wir hier ja ein großes Haus mit viel Platz, so dass man sich nicht auf die Füße tritt (auch wenn Friedemann und ich seinerzeit einen Engpass in der Küche festgestellt haben), zum anderen kommen unsere Besucher ja immer auch, um zu reisen und wir haben die Gelegenheit, Botswana und die Nachbarländer mit ihnen neu oder noch einmal anders zu erleben. Und das ist jedes Mal großartig!
Aber auch in und um Gaborone gibt es tatsächlich immer noch Neues zu entdecken. Petra war der einzige Gast, mit dem wir den Weg zum Gaborone Dam per Boot zurücklegen konnten; mit ihr habe ich außerdem den besten Eiskaffee der Stadt entdeckt. Mit Geno und Ali war ich das erste Mal bei den Matsieng Footprints, nach Stammesglauben eine Art Wiege der Menschheit. Meine Eltern und ich haben vor zwei Wochen tatsächlich das Briefmarkenmuseum von Gaborone besucht - schon seine Existenz (die ich bis zuletzt angezweifelt hatte) ist ein Kuriosum, nachdem es in Gaborone nur zwei Museen gibt, und das andere (das Nationalmuseum!) seit gut anderthalb Jahren auf unbestimmte Zeit geschlossen ist ... Und Angelika und Friedemann waren eh voller Pioniergeist und haben nicht locker gelassen, bis wir die Weberei in Oodi fanden (die ich so allen nachfolgenden Gästen vorführen konnte).
Meine Freundin Ruth ist der Meinung, ich könnte mein Wissen über die Sehenswürdigkeiten in und um Gaborone langsam mal schriftlich für die Nachwelt zusammenfassen, wir sind nämlich schon wesentlich mehr rumgekommen als sie und die meisten anderen aus unserem Bekanntenkreis. Und das verdanken wir vor allem unseren Besuchern, durch die wir immer mal wieder neue Pfade einschlagen.
Auch autofahrtechnisch haben mich unsere Besucher weitergebracht. Als meine Eltern letztes Jahr kamen, fuhr ich das erste Mal ohne Philip an meiner Seite und nachdem ich sie zum Flughafen gebracht hatte, auch das erste Mal ganz alleine. Mit Angelika und Friedemann traute ich mich zum ersten Mal auf gänzlich unbekannte Strecken auch mit dem großen Auto und machte - von den beiden angefeuert - auch noch meine ersten Offroad-Erfahrungen in Mokolodi. Mit Geno und Ali fuhr ich die 335 km zum Khama Rhino Sanctuary innerhalb von zwei Tagen hin und zurück, ohne mich mit Philip abwechseln zu können. Mit Petra und dem zweiten Besuch meiner Eltern kamen keine weiteren bemerkenswerten Autofahrerfahrungen hinzu, was aber einzig daran lag, dass ich inzwischen ziemlich viel fahre. Dafür war mein Vater zugegen, als ich das erste Mal eine Autoreparatur organisierte. Und meine Mutter empfing den Mechaniker, als er das reparierte Auto eine Dreiviertelstunde vor der vereinbarten Zeit zurückbrachte und ich wie in einem schlechten Film gerade eingeseift unter der Dusche stand.
Angelika und Friedemann lernten während ihres Besuches unser ehemaliges Katzenpflegekind Gollum kennen, das damals schon zu meiner Freundin Heidi umgezogen war, während mein Vater und ich in diesem November dreimal bei unserer Nachbarin auf Rattenjagd gingen (ohne dass sich das Vieh währenddessen auch nur ein einziges Mal gezeigt hätte). Auch der Gaboroner Alltag hält die ein oder anderen Herausforderungen bereit, die nicht nur uns, sondern auch unseren Gästen in Erinnerung bleiben werden. Und so schicke ich zum Abschluss dieses Blogbeitrags herzliche Grüße an diejenigen, die schon bei uns zu Gast waren - und möchte für alle anderen nochmal festhalten: Wir freuen uns über Besuch in Gaborone!
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Montag, 20. November 2017
Samstag, 18. November 2017
Gästeblog: Tiere im südlichen Afrika (Teil 2)
Aus der Serie Gästeblog statt Gästebuch: Hier der zweite Eintrag von Wallis Eltern, die uns kürzlich drei Wochen lang besucht haben bzw. mit uns gereist sind (zu Teil 1 geht's hier):
Der südafrikanische Nationalpark Madikwe mit dem Thakadu River Camp war die letzte Station der Wildbeobachtung. Bereits die Anfahrt zur Lodge mit Philip am Steuer seines Geländewagens wurde zum Game Drive. Über 40km sahen wir beinahe alles, was Afrikas Tierwelt zu bieten hatte, und zwar in erstaunlichen Mengen, meist um die Wasserlöcher versammelt, denn es wollte einfach nicht regnen: Impalas, Giraffen, Kudus, Gnus, Zebras, und die grauen Riesen, Elefanten allein, in Gruppen, in einer Herde, teilweise neben der Straße, oft weiter weg, aber meist in Fotografiernähe, der vierte Treffer.
Die Tour am Nachmittag mit Geparden in Fotopose auf ihrem Beobachtungssitz, einem mächtigen Termitenhügel, zeigte auch den Büffel. Sechs dieser trutzigen Gesellen waren neben bzw. in einem Wasserloch, was nur noch aus Schlamm bestand.
„The Big Five“ waren im Kasten, ein Schluck Rotwein besiegelte das nicht alltägliche Ereignis. Der morgendliche Game Drive, nach zartem Weckruf um fünf Uhr und einer Tasse Kaffee, erschloss uns noch ein seltenes Drama: ein großes Löwenrudel, etwa 15 Tiere stark, hatte den Anführer gewechselt. Das Rudel zog langsam weiter, der neue Chef markierte wie besessen alle Bäume und Büsche in seiner Nähe, der alte blieb auf seinem Platz, ob nur erschöpft oder schwer verletzt war nicht zu erkennen. So vollzieht sich der Generationenwechsel, aber auch der Nachwuchs ließ sich sehen bei Nashorn, Löwen, Zebra, Giraffe, Gnu und Kudu.
Zukunft und Vielfalt dieser einmaligen Tierwelt ist auch von den Besucherzahlen abhängig, die sich für sie begeistern, und z.B. „the Big Five“ ehrgeizig erfüllen wollen.
Der südafrikanische Nationalpark Madikwe mit dem Thakadu River Camp war die letzte Station der Wildbeobachtung. Bereits die Anfahrt zur Lodge mit Philip am Steuer seines Geländewagens wurde zum Game Drive. Über 40km sahen wir beinahe alles, was Afrikas Tierwelt zu bieten hatte, und zwar in erstaunlichen Mengen, meist um die Wasserlöcher versammelt, denn es wollte einfach nicht regnen: Impalas, Giraffen, Kudus, Gnus, Zebras, und die grauen Riesen, Elefanten allein, in Gruppen, in einer Herde, teilweise neben der Straße, oft weiter weg, aber meist in Fotografiernähe, der vierte Treffer.
Die Tour am Nachmittag mit Geparden in Fotopose auf ihrem Beobachtungssitz, einem mächtigen Termitenhügel, zeigte auch den Büffel. Sechs dieser trutzigen Gesellen waren neben bzw. in einem Wasserloch, was nur noch aus Schlamm bestand.
„The Big Five“ waren im Kasten, ein Schluck Rotwein besiegelte das nicht alltägliche Ereignis. Der morgendliche Game Drive, nach zartem Weckruf um fünf Uhr und einer Tasse Kaffee, erschloss uns noch ein seltenes Drama: ein großes Löwenrudel, etwa 15 Tiere stark, hatte den Anführer gewechselt. Das Rudel zog langsam weiter, der neue Chef markierte wie besessen alle Bäume und Büsche in seiner Nähe, der alte blieb auf seinem Platz, ob nur erschöpft oder schwer verletzt war nicht zu erkennen. So vollzieht sich der Generationenwechsel, aber auch der Nachwuchs ließ sich sehen bei Nashorn, Löwen, Zebra, Giraffe, Gnu und Kudu.
Zukunft und Vielfalt dieser einmaligen Tierwelt ist auch von den Besucherzahlen abhängig, die sich für sie begeistern, und z.B. „the Big Five“ ehrgeizig erfüllen wollen.
Mittwoch, 15. November 2017
Gästeblog: Tiere im südlichen Afrika (Teil 1)
Aus der Serie Gästeblog statt Gästebuch: Hier der erste Eintrag von Wallis Eltern, die uns kürzlich drei Wochen lang besucht haben bzw. mit uns gereist sind (zu Teil 2 geht's hier):
Von Windhoek in Namibia auf der Fahrt nach Norden kommt es zu ersten Begegnungen: Pferde, Rinder, Esel, Ziegen, Schafe, aber auch Warzenschweine, Kudus, Perlhühner sind auf und neben der Autobahn zu sehen. Am imposanten, geschichtsträchtigen Waterberg dominieren Warzenschweine, Vögel, Wildhühner und Dikdiks, die Mini-Antilopen.
Der Traum aller Safari-Jünger, „the Big Five“, beginnt am Etosha-Nationalpark Realität zu werden. Reger Betrieb am Wasserloch vor dem Zentralgebäude unserer Lodge: Impala, Springbock, Elen-Antilope, Oryx, Zebra, Gnu. Nachts noch ein White Rhino, ein Breitmaulnashorn.
Zwischendurch eine geführte Geländefahrt: Wasserbock, Giraffen, Kudu, Gnu, Zebra, und dabei zwei Treffer: ein Löwenrudel, 12 Tiere geführt von einem jungen Brüderpaar, eine Löwin mit zwei Jungen – und drei Nashörner, zwei davon auf dem Weg zum Wasserloch, da kommt Freude und Zufriedenheit auf.
Dann – allen Tieren sei es gegönnt – kam der große Regen, nachts 40mm, der Guss ging in eine Art Landregen über, überall war plötzlich reichlich Wasser, die Tiere verteilten sich und waren nur noch schwer zu finden. Ein Springbock, fröhlich, verspielt, bis vier Meter hochspringend, sieht bei Regen so aus: gekrümmter Rücken wie eine Katze, Schwanz heruntergeklappt bis in die Kniekehlen, Kopf gesenkt bis auf Kniehöhe – ein Bild des Jammers!
Weiter südlich, in der Okonjima Lodge, die Raubtiere pflegt, heilt, aufzieht und auswildert, war es noch trocken. In der Ebene vor den Unterkünften waren immer Böcke und Antilopen unterwegs, dazu auch Schakal und Warzenschwein.
Der Game Drive galt der Suche nach Geparden, die durch Halsbandsender gekennzeichnet waren. Der Ranger, ein hervorragender Tierkenner, hatte nach 45 Minuten mit Hilfe virtuoser Handhabung seiner Suchantenne das Ziel erreicht: Ein Gepardenbrüderpaar, ganz in der Nähe. Nun ging es zu Fuß in den Busch: Ranger, sechs Gäste, Hilfsranger mit Knüppel! So geschützt vor den Gefahren der Savanne erreichen wir unbeschädigt nach etwa 600 m den Rast- und Beobachtungsplatz der Tiere, erleben einen Jagdversuch, bei dem die Geparden mit Blitzstart verschwinden und sehen sie nach 500 m ohne Beute völlig außer Puste hechelnd am Boden liegen.
Danach die Überraschung durch den Ranger: „Hier in der Nähe ist ein Leopard“, das seltenste Tier der „Big Five“. Geländewagen und Fahrer leisten erstaunliches, querbeet durch den Busch, trockene Flussbetten und überall dort, wo nie ein Weg war. Weiter geht die Suche im Wettbewerb mit einem zweiten Fahrzeug, welches das gleiche Ziel hatte, und da war er schließlich, wälzte sich am Boden, kaute an etwas herum und hatte an uns Fotojägern nicht das geringste Interesse, der dritte Treffer.
10 Tage später setzten wir die Suche nach den "Big Five" in Südafrika fort. Fortsetzung hier!
Von Windhoek in Namibia auf der Fahrt nach Norden kommt es zu ersten Begegnungen: Pferde, Rinder, Esel, Ziegen, Schafe, aber auch Warzenschweine, Kudus, Perlhühner sind auf und neben der Autobahn zu sehen. Am imposanten, geschichtsträchtigen Waterberg dominieren Warzenschweine, Vögel, Wildhühner und Dikdiks, die Mini-Antilopen.
Der Traum aller Safari-Jünger, „the Big Five“, beginnt am Etosha-Nationalpark Realität zu werden. Reger Betrieb am Wasserloch vor dem Zentralgebäude unserer Lodge: Impala, Springbock, Elen-Antilope, Oryx, Zebra, Gnu. Nachts noch ein White Rhino, ein Breitmaulnashorn.
Zwischendurch eine geführte Geländefahrt: Wasserbock, Giraffen, Kudu, Gnu, Zebra, und dabei zwei Treffer: ein Löwenrudel, 12 Tiere geführt von einem jungen Brüderpaar, eine Löwin mit zwei Jungen – und drei Nashörner, zwei davon auf dem Weg zum Wasserloch, da kommt Freude und Zufriedenheit auf.
Dann – allen Tieren sei es gegönnt – kam der große Regen, nachts 40mm, der Guss ging in eine Art Landregen über, überall war plötzlich reichlich Wasser, die Tiere verteilten sich und waren nur noch schwer zu finden. Ein Springbock, fröhlich, verspielt, bis vier Meter hochspringend, sieht bei Regen so aus: gekrümmter Rücken wie eine Katze, Schwanz heruntergeklappt bis in die Kniekehlen, Kopf gesenkt bis auf Kniehöhe – ein Bild des Jammers!
Weiter südlich, in der Okonjima Lodge, die Raubtiere pflegt, heilt, aufzieht und auswildert, war es noch trocken. In der Ebene vor den Unterkünften waren immer Böcke und Antilopen unterwegs, dazu auch Schakal und Warzenschwein.
Der Game Drive galt der Suche nach Geparden, die durch Halsbandsender gekennzeichnet waren. Der Ranger, ein hervorragender Tierkenner, hatte nach 45 Minuten mit Hilfe virtuoser Handhabung seiner Suchantenne das Ziel erreicht: Ein Gepardenbrüderpaar, ganz in der Nähe. Nun ging es zu Fuß in den Busch: Ranger, sechs Gäste, Hilfsranger mit Knüppel! So geschützt vor den Gefahren der Savanne erreichen wir unbeschädigt nach etwa 600 m den Rast- und Beobachtungsplatz der Tiere, erleben einen Jagdversuch, bei dem die Geparden mit Blitzstart verschwinden und sehen sie nach 500 m ohne Beute völlig außer Puste hechelnd am Boden liegen.
Danach die Überraschung durch den Ranger: „Hier in der Nähe ist ein Leopard“, das seltenste Tier der „Big Five“. Geländewagen und Fahrer leisten erstaunliches, querbeet durch den Busch, trockene Flussbetten und überall dort, wo nie ein Weg war. Weiter geht die Suche im Wettbewerb mit einem zweiten Fahrzeug, welches das gleiche Ziel hatte, und da war er schließlich, wälzte sich am Boden, kaute an etwas herum und hatte an uns Fotojägern nicht das geringste Interesse, der dritte Treffer.
10 Tage später setzten wir die Suche nach den "Big Five" in Südafrika fort. Fortsetzung hier!
Mittwoch, 8. November 2017
Ein neues Haustier
Ich hatte mir nun schon seit einiger Zeit ein neues Haustier gewünscht. Gollum, das kleine Kätzchen, das uns Anfang des Jahres zugelaufen war, mussten wir ja leider abgeben, obwohl sie uns sehr ans Herz gewachsen war. Wallis Tierhaarallergie und unsere häufigen Ausflüge waren keine gute Kombination, um ein solches Haustier langfristig glücklich zu machen.
Ich wünschte mir also eine Ergänzung zu unserem Elefanten und den Nilpferden, und zwar in Form einer Giraffe. Ja, einer Holzgiraffe - und ganz klein sollte sie auch nicht sein. So hielt ich immer wieder die Augen offen. In Botswana sucht man solches Kunsthandwerk leider vergebens. Im September sahen wir in Namibia ein paar Holzgiraffen, doch die waren mir in der Regel deutlich zu teuer.
Bei einem Kollegen entdeckte ich kürzlich recht schöne Exemplare und fragte ihn, wo er sie herhabe. Der Johannesburger Flughafen scheint eine gute Quelle zu sein - nur steht gerade keine (Dienst-) Reise dorthin an. Als wir letzte Woche nun wieder in Namiba unterwegs waren, ergab sich eine günstige Gelegenheit, als wir an einem Markt mit Holz-Kunsthandwerk vorbeikamen. Und in der Tat fanden wir dort ein preislich akzeptables Modell, das uns beiden gefiel. Hier wurde es gerade eingepackt:
Als nächstes mussten wir es über die Grenze nach Botswana bringen. Grenzübergänge sind hier doch häufig etwas "komplex" (über einen Grenzübertritt nach Südafrika hatten wir hier schon einmal geschrieben). Und so bibberten wir auch dieses Mal, ob wir die Giraffe durch den Zoll bringen würden - immerhin war sie ja nicht zu übersehen. Nach fast allen Formalitäten auf namibischer Seite hielt uns im Niemandsland zwischen den Grenzposten ein namibischer Polizist an, schaute ins Fahrzeug und fragte mich dann, wer denn der "große da hinten" sei. Ich antwortete: "Das ist mein Schwiegervater!" (der auf der Rückbank saß, mit der Giraffe zwischen ihm und meiner Schwiegermutter). Es stellte sich heraus, dass der Polizist eher das liegende Exemplar der Giraffe meinte ...
Wir kamen schließlich einfacher als befürchtet über die Grenze, und nach langer Fahrt über den Trans-Kalahari-Highway auch wieder in unserem Heim in Gaborone an. Noch nicht ausgewickelt, lehnte ich die Giraffe vor der Haustür an; leider wurde sie gleich von einer Windböe umgeblasen und verletzte sich im Gesicht. So mussten wir mit Holzleim kurz darauf eine Schönheitsoperation durchführen.
Sie sieht jetzt wieder aus wie (fast) neu und schmückt unser Wohnzimmer. Bisher wollte sie noch nicht so viel gestreichelt werden wie Gollum...
Ich wünschte mir also eine Ergänzung zu unserem Elefanten und den Nilpferden, und zwar in Form einer Giraffe. Ja, einer Holzgiraffe - und ganz klein sollte sie auch nicht sein. So hielt ich immer wieder die Augen offen. In Botswana sucht man solches Kunsthandwerk leider vergebens. Im September sahen wir in Namibia ein paar Holzgiraffen, doch die waren mir in der Regel deutlich zu teuer.
Bei einem Kollegen entdeckte ich kürzlich recht schöne Exemplare und fragte ihn, wo er sie herhabe. Der Johannesburger Flughafen scheint eine gute Quelle zu sein - nur steht gerade keine (Dienst-) Reise dorthin an. Als wir letzte Woche nun wieder in Namiba unterwegs waren, ergab sich eine günstige Gelegenheit, als wir an einem Markt mit Holz-Kunsthandwerk vorbeikamen. Und in der Tat fanden wir dort ein preislich akzeptables Modell, das uns beiden gefiel. Hier wurde es gerade eingepackt:
Wir kamen schließlich einfacher als befürchtet über die Grenze, und nach langer Fahrt über den Trans-Kalahari-Highway auch wieder in unserem Heim in Gaborone an. Noch nicht ausgewickelt, lehnte ich die Giraffe vor der Haustür an; leider wurde sie gleich von einer Windböe umgeblasen und verletzte sich im Gesicht. So mussten wir mit Holzleim kurz darauf eine Schönheitsoperation durchführen.
Sie sieht jetzt wieder aus wie (fast) neu und schmückt unser Wohnzimmer. Bisher wollte sie noch nicht so viel gestreichelt werden wie Gollum...
Sonntag, 5. November 2017
Oktoberfest!
Manche Leute gehen bis Anfang Oktober aufs Oktoberfest, wir dagegen erst Ende Oktober.
Kürzlich durften wir eine weitere Reise nach Namibia machen, und auf der Fahrt über den Trans-Kalahari-Highway stellten wir fest, dass just an dem Wochenende unseres Windhoek-Aufenthalts ein Oktoberfest veranstaltet werden würde. Eine in Namibia vermutlich etwas skurrile Abend-Unterhaltung, so dachten wir. Und beschlossen, uns das nicht entgehen zu lassen.
Es sei das größte Oktoberfest Afrikas, so verkündete ein Ansager, als wir das größte der Festzelte betraten; gut, das ist vermutlich nicht schwer - und ich kann zumindest bezeugen, dass es tatsächlich deutlich größer war als das Oktoberfest, das ich in Accra ca. 2007 miterlebt habe.
Immerhin haben die Organisatoren auch eine echte Oktoberfestband aus München einfliegen lassen, die "Kirchdorfer". Die spielten dann auch das, was man sich als typische Oktoberfest-Musik vorstellt (wir hatten noch Tage später einen "Atemlos"-Ohrwurm) und riefen in regelmäßigen Abständen "Zicke zacke zicke zacke", worauf ein begeistertes Publikum "Hoi hoi hoi" zurückbrüllte. Ein wenig verrückt ist es schon, das in Afrika zu hören, dazu in einem geschmückten Festzelt, in dem mehr Menschen mit Dirndl oder Lederhosen waren als ohne - ein wenig "underdressed" fühlten wir uns da schon in unseren Freizeit-Safari-Outfits. Da kamen uns die Namibianer doch irgendwie deutscher vor als wir uns selbst ... und dann wurde auch noch vor der Bühne Schuhplattler getanzt.
Festbier gab es, wohl auch aus München importiert, dazu lokales Bier aus Windhoek. Wir sprachen beidem reichlich zu, da uns etwas spät auffiel, dass die gekauften Bons nur für Getränke, aber nicht für Speisen eingelöst werden konnten ... Echte Oktoberfestbedienungen waren nicht mit eingeflogen worden, so dass wir zur Beschaffung von Getränken und Speisen viel auf dem Festgelände unterwegs waren. Auch die Speisekarte war übrigens durchaus bayrisch geprägt:
Wir bekamen also das volle Programm ab. Na ja, fast - was wir verpassten: Am nächsten Tag hätte es auch noch ein paar Jahrmarkt-Attraktionen gegeben, wie "Hau-den-Lukas" und mechanisches Bullenreiten. Vielleicht dann nächstes Mal?
Kürzlich durften wir eine weitere Reise nach Namibia machen, und auf der Fahrt über den Trans-Kalahari-Highway stellten wir fest, dass just an dem Wochenende unseres Windhoek-Aufenthalts ein Oktoberfest veranstaltet werden würde. Eine in Namibia vermutlich etwas skurrile Abend-Unterhaltung, so dachten wir. Und beschlossen, uns das nicht entgehen zu lassen.
Es sei das größte Oktoberfest Afrikas, so verkündete ein Ansager, als wir das größte der Festzelte betraten; gut, das ist vermutlich nicht schwer - und ich kann zumindest bezeugen, dass es tatsächlich deutlich größer war als das Oktoberfest, das ich in Accra ca. 2007 miterlebt habe.
Immerhin haben die Organisatoren auch eine echte Oktoberfestband aus München einfliegen lassen, die "Kirchdorfer". Die spielten dann auch das, was man sich als typische Oktoberfest-Musik vorstellt (wir hatten noch Tage später einen "Atemlos"-Ohrwurm) und riefen in regelmäßigen Abständen "Zicke zacke zicke zacke", worauf ein begeistertes Publikum "Hoi hoi hoi" zurückbrüllte. Ein wenig verrückt ist es schon, das in Afrika zu hören, dazu in einem geschmückten Festzelt, in dem mehr Menschen mit Dirndl oder Lederhosen waren als ohne - ein wenig "underdressed" fühlten wir uns da schon in unseren Freizeit-Safari-Outfits. Da kamen uns die Namibianer doch irgendwie deutscher vor als wir uns selbst ... und dann wurde auch noch vor der Bühne Schuhplattler getanzt.
Festbier gab es, wohl auch aus München importiert, dazu lokales Bier aus Windhoek. Wir sprachen beidem reichlich zu, da uns etwas spät auffiel, dass die gekauften Bons nur für Getränke, aber nicht für Speisen eingelöst werden konnten ... Echte Oktoberfestbedienungen waren nicht mit eingeflogen worden, so dass wir zur Beschaffung von Getränken und Speisen viel auf dem Festgelände unterwegs waren. Auch die Speisekarte war übrigens durchaus bayrisch geprägt:
Wir bekamen also das volle Programm ab. Na ja, fast - was wir verpassten: Am nächsten Tag hätte es auch noch ein paar Jahrmarkt-Attraktionen gegeben, wie "Hau-den-Lukas" und mechanisches Bullenreiten. Vielleicht dann nächstes Mal?
Freitag, 20. Oktober 2017
Bilder aus dem Delta: Katzen und mehr
Nein, wir hatten nicht vor, unseren Blog in "Wallis und Philips Urlaubs-Blog" umzubenennen. Zugegeben, in letzter Zeit gab es einige Einträge, die in diese Richtung deuten könnten. Wir haben ein paar Wochenenden verlängert für kleinere und größere Ausflüge.
So haben wir uns z.B. im September mit meiner Mutter drei Tage im Okavango Delta gegönnt (Bericht meiner Mutter dazu hier). Der Vollständigkeit halber wollen wir noch ein paar Bilder dieses Ausflugs veröffentlichen (ja, ich gebe es zu, die Auswahl fiel mir schwer, daher sind es eigentlich zu viele Bilder für einen Blogeintrag). Auf einem der Fotos hat sich tatsächlich eine ganze Elefantenherde versteckt. Findet Ihr sie?
So haben wir uns z.B. im September mit meiner Mutter drei Tage im Okavango Delta gegönnt (Bericht meiner Mutter dazu hier). Der Vollständigkeit halber wollen wir noch ein paar Bilder dieses Ausflugs veröffentlichen (ja, ich gebe es zu, die Auswahl fiel mir schwer, daher sind es eigentlich zu viele Bilder für einen Blogeintrag). Auf einem der Fotos hat sich tatsächlich eine ganze Elefantenherde versteckt. Findet Ihr sie?
Samstag, 16. September 2017
Gastbeitrag: Schwieger-/Mutter zu Besuch oder Reisen de luxe
Aus der Reihe "Gästeblog statt Gästebuch" hier ein neuer Eintrag:
Zwischen Botsuana, “der Diamant im Süden Afrikas”, und Botsuana, “ein gescheitertes Projekt”, kann man im Vorfeld alles lesen, aber ich bin einfach nur hierher gekommen, um mit eigenen Augen zu sehen, wie Philip und Walli leben, und um mit ihnen das Highlight von Botsuana zu genießen, das sie für mich ausgesucht haben.
Und da fing der Luxus im Vorfeld schon an. Das botsuanische Reisebüro hat drei Lodges vorgeschlagen und Philip und Walli kennen inzwischen „das Delta“ gut genug, um eine Auswahl treffen zu können. Aber soweit bin ich noch gar nicht, sondern sitze im Flughafenbus in Johannesburg, um zu der Maschine nach Gaborone gebracht zu werden. Als ich hochblicke, sitzt mein Sohn neben mir! Von der folgenden Szene habe ich vor allem die amüsieren Gesichter des Publikums im Kopf. Die von nun an verwöhnte Reisende muss also noch nicht einmal den (allerdings ziemlich käse- und brotbeschwerten) Koffer vom Band heben.
Sie darf als nächstes und für die nächsten 10 Tage staunen über die Großzügigkeit von Haus und Gastfreundschaft. Der Geburtstagsgutschein für High Tea im Victoria Falls Hotel, der im März nicht eingelöst werden konnte, kommt gleich am zweiten Abend zum Einsatz, als wir zum Sonnenuntergang im 28. Stock des höchsten Gebäudes von Gaborone zu Abend essen (ja doch, Gaborone hat zwei richtige Hochhäuser).
Dass ein Ausflug in eine Lodge im Okavango Delta Verwöhnprogramm pur ist, ahnt man, aber wenn dann auch noch das Glück dazu kommt! Die Seba Lodge liegt besonders schön an einer Lagune und zum Mittagsprogramm gehört die Beobachtung von Elefanten, Nilpferden, Büffeln, Impalas, Kudus und einer Affenfamilie, die so über die „Hütte“ tobt, dass man nicht ganz sicher ist, ob sie standhält. Womit man aber nicht rechnen kann, ist, dass man bei den morgendlichen und abendlichen game drives einen Geparden, zwei Leopardinnen (eine davon mit zwei Jungen), zwei Löwinnen ebenfalls mit Jungen, eine riesige Büffelherde und und und … sieht. Ein wunderbar ruhiger und entspannter (naja, von der Bequemlichkeit des Sitzes abgesehen) Abschluss war die Fahrt im Einbaum, dem Mokoro. Nein, man muss auch hier nicht etwa selber staken, aber bedarf das der Erwähnung? Allerdings erwähnenswert sind die Flüge von Maun ins Delta mit ganz winzigen Maschinen mit dem Blick auf die großartige Landschaft.
Alles was Gaborone zu bieten hat, packt Walli dann in ein Zweitagesprogramm. Die Sammlung mag nicht ganz überzeugend klingen: kleinere, größere, ältere, modernere Einkaufsmalls (Gaborone ist die Stadt mit der höchsten Dichten von Malls pro Einwohner in Afrika), zwei Denkmäler (das des Staatsgründers Seretse Khama sehr sympathisch-menschlich, des der drei Chiefs aus Nordkorea stammend und entsprechend), Nationalmuseum (geschlossen), eine Töpferei und eine Weberei, jeweils schon ländlich gelegen, ein Gartencenter mit einem sehr hübschen Café, aber mir vermittelt sich der Eindruck, dass Philip und Walli hier gut leben können und das auch tun.
Nach dem Delta noch eine Safari – muss das nicht zu einer Enttäuschung führen, wenn man noch dazu selber hinfahren (immerhin 4 Stunden), selber durchfahren, selber grillen muss? Nach der Rückkehr kann ich nur sagen: Muss es nicht! Wir waren im Khama Rhino Sanctuary bei Serowe und konnten die geschützten Tiere aus allernächster Nähe beobachten. Die schönste Szene haben wir kurz vor Sonnenuntergang erlebt, als an einem Tümpel ein großes Treffen verschiedener Tiere stattfand. Man trank, rangelte ein wenig, suhlte sich im Schlamm und trottete wieder davon – und kümmerte sich gar nicht um die beobachtenden Menschen.
Tagesausklang: Lagerfeuer und Grillen (köstliches botswanisches Rindfleisch) unter dem Kreuz des Südens und einem Sternenhimmel, wie man ihn nur fernab jeder Stadt sehen kann.
Es gäbe noch so vieles zu berichten: vom stolzen Mutterherz, wenn ich Philips Büro mit Blick über die Stadt gezeigt bekomme (dass das Gebäude etwas baufällig sein soll, sehe ich gar nicht), vom Spaß an Wallis selbstverständlichem Navigieren durch Gaborone und ihren umwerfenden Kenntnissen über die Fauna des Landes … ich kann nur sagen, dass es eine Freude ist zu sehen, wie die beiden sich in ihrem afrikanischen Leben zurecht gefunden und eingerichtet haben.
Zwischen Botsuana, “der Diamant im Süden Afrikas”, und Botsuana, “ein gescheitertes Projekt”, kann man im Vorfeld alles lesen, aber ich bin einfach nur hierher gekommen, um mit eigenen Augen zu sehen, wie Philip und Walli leben, und um mit ihnen das Highlight von Botsuana zu genießen, das sie für mich ausgesucht haben.
Und da fing der Luxus im Vorfeld schon an. Das botsuanische Reisebüro hat drei Lodges vorgeschlagen und Philip und Walli kennen inzwischen „das Delta“ gut genug, um eine Auswahl treffen zu können. Aber soweit bin ich noch gar nicht, sondern sitze im Flughafenbus in Johannesburg, um zu der Maschine nach Gaborone gebracht zu werden. Als ich hochblicke, sitzt mein Sohn neben mir! Von der folgenden Szene habe ich vor allem die amüsieren Gesichter des Publikums im Kopf. Die von nun an verwöhnte Reisende muss also noch nicht einmal den (allerdings ziemlich käse- und brotbeschwerten) Koffer vom Band heben.
Sie darf als nächstes und für die nächsten 10 Tage staunen über die Großzügigkeit von Haus und Gastfreundschaft. Der Geburtstagsgutschein für High Tea im Victoria Falls Hotel, der im März nicht eingelöst werden konnte, kommt gleich am zweiten Abend zum Einsatz, als wir zum Sonnenuntergang im 28. Stock des höchsten Gebäudes von Gaborone zu Abend essen (ja doch, Gaborone hat zwei richtige Hochhäuser).
Dass ein Ausflug in eine Lodge im Okavango Delta Verwöhnprogramm pur ist, ahnt man, aber wenn dann auch noch das Glück dazu kommt! Die Seba Lodge liegt besonders schön an einer Lagune und zum Mittagsprogramm gehört die Beobachtung von Elefanten, Nilpferden, Büffeln, Impalas, Kudus und einer Affenfamilie, die so über die „Hütte“ tobt, dass man nicht ganz sicher ist, ob sie standhält. Womit man aber nicht rechnen kann, ist, dass man bei den morgendlichen und abendlichen game drives einen Geparden, zwei Leopardinnen (eine davon mit zwei Jungen), zwei Löwinnen ebenfalls mit Jungen, eine riesige Büffelherde und und und … sieht. Ein wunderbar ruhiger und entspannter (naja, von der Bequemlichkeit des Sitzes abgesehen) Abschluss war die Fahrt im Einbaum, dem Mokoro. Nein, man muss auch hier nicht etwa selber staken, aber bedarf das der Erwähnung? Allerdings erwähnenswert sind die Flüge von Maun ins Delta mit ganz winzigen Maschinen mit dem Blick auf die großartige Landschaft.
Alles was Gaborone zu bieten hat, packt Walli dann in ein Zweitagesprogramm. Die Sammlung mag nicht ganz überzeugend klingen: kleinere, größere, ältere, modernere Einkaufsmalls (Gaborone ist die Stadt mit der höchsten Dichten von Malls pro Einwohner in Afrika), zwei Denkmäler (das des Staatsgründers Seretse Khama sehr sympathisch-menschlich, des der drei Chiefs aus Nordkorea stammend und entsprechend), Nationalmuseum (geschlossen), eine Töpferei und eine Weberei, jeweils schon ländlich gelegen, ein Gartencenter mit einem sehr hübschen Café, aber mir vermittelt sich der Eindruck, dass Philip und Walli hier gut leben können und das auch tun.
Nach dem Delta noch eine Safari – muss das nicht zu einer Enttäuschung führen, wenn man noch dazu selber hinfahren (immerhin 4 Stunden), selber durchfahren, selber grillen muss? Nach der Rückkehr kann ich nur sagen: Muss es nicht! Wir waren im Khama Rhino Sanctuary bei Serowe und konnten die geschützten Tiere aus allernächster Nähe beobachten. Die schönste Szene haben wir kurz vor Sonnenuntergang erlebt, als an einem Tümpel ein großes Treffen verschiedener Tiere stattfand. Man trank, rangelte ein wenig, suhlte sich im Schlamm und trottete wieder davon – und kümmerte sich gar nicht um die beobachtenden Menschen.
Tagesausklang: Lagerfeuer und Grillen (köstliches botswanisches Rindfleisch) unter dem Kreuz des Südens und einem Sternenhimmel, wie man ihn nur fernab jeder Stadt sehen kann.
Es gäbe noch so vieles zu berichten: vom stolzen Mutterherz, wenn ich Philips Büro mit Blick über die Stadt gezeigt bekomme (dass das Gebäude etwas baufällig sein soll, sehe ich gar nicht), vom Spaß an Wallis selbstverständlichem Navigieren durch Gaborone und ihren umwerfenden Kenntnissen über die Fauna des Landes … ich kann nur sagen, dass es eine Freude ist zu sehen, wie die beiden sich in ihrem afrikanischen Leben zurecht gefunden und eingerichtet haben.
Freitag, 30. Juni 2017
Neuentdeckte Ausflugsziele
In Gaborone gibt es wenig für Touristen zu sehen - heißt es immer. Aber irgendwie entdecken wir doch immer wieder neue Attraktionen, die wir bisher noch nicht kannten. Gut, "Attraktion" ist natürlich ein relativer Begriff, aber wir haben kürzlich neue Ziele in der Umgebung entdeckt. Von der Schluchtenwanderung hatte ich ja schon geschrieben. Auf dem gleichen Ausflug, nicht weit entfernt von der Schlucht, machten wir einen weiteren Stopp, diesmal im Dorf Manyana. Laut Reiseführer sollten wir dort gleich zwei Sehenswürdigkeiten besichtigen können. Wir hatten mal wieder die Hoffnung, dass sie eventuell ausgeschildert sein könnten, aber nachdem wir einige Zeit erfolglos suchend herumgefahren waren, fragten wir einen Mann am Straßenrand, der sofort ein kleines Mädchen herbeirief, das zu uns ins Auto stieg und uns nacheinander zu den von uns gewünschten Punkten navigierte.
Der erste Stopp war an einem über 400 Jahre alten Feigenbaum. Hier soll schon David Livingstone (ja genau, die Ruinen seiner Missionarsstation in der Nähe von Gaborone hatten wir schon besichtigt) gepredigt, gelehrt und Patienten behandelt haben. Vor ca. 20 Jahren ist der Baum wohl in drei Teile zerfallen, was seinen Anblick aber nicht weniger imposant macht.
Nach einem kurzen Spaziergang um den Baum fuhren wir weiter und wurden zu den versteckt liegenden Felsmalereien am Rande des Dorfes gelotst.
Die Felsmalereien sollen ca. 1500 Jahre alt sein. Dankenswerter Weise stehen sie unter Naturschutz und eine Führerin stand bereit, um sie uns zu zeigen. Das war entscheidend - denn die Malereien sind teils doch deutlich ausgeblichen (und nicht besonders zahlreich), so dass sie nicht einfach zu finden waren.
Wir sahen u.a. das Bild einer Oryx-Antilope:
Malereien von insgesamt vier Giraffen:
Und ein Stückchen entfernt von den anderen Malereien - nun ja, ein Strichmännchen. Ob das wohl ähnlich alt ist wie die anderen Abbildungen?
Der erste Stopp war an einem über 400 Jahre alten Feigenbaum. Hier soll schon David Livingstone (ja genau, die Ruinen seiner Missionarsstation in der Nähe von Gaborone hatten wir schon besichtigt) gepredigt, gelehrt und Patienten behandelt haben. Vor ca. 20 Jahren ist der Baum wohl in drei Teile zerfallen, was seinen Anblick aber nicht weniger imposant macht.
Nach einem kurzen Spaziergang um den Baum fuhren wir weiter und wurden zu den versteckt liegenden Felsmalereien am Rande des Dorfes gelotst.
Die Felsmalereien sollen ca. 1500 Jahre alt sein. Dankenswerter Weise stehen sie unter Naturschutz und eine Führerin stand bereit, um sie uns zu zeigen. Das war entscheidend - denn die Malereien sind teils doch deutlich ausgeblichen (und nicht besonders zahlreich), so dass sie nicht einfach zu finden waren.
Wir sahen u.a. das Bild einer Oryx-Antilope:
Malereien von insgesamt vier Giraffen:
Und ein Stückchen entfernt von den anderen Malereien - nun ja, ein Strichmännchen. Ob das wohl ähnlich alt ist wie die anderen Abbildungen?
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Land & Leute
Donnerstag, 22. Juni 2017
Schluchtenwanderung
Kürzlich entdeckten wir zusammen mit Besuch eine uns bisher unbekannte Sehenswürdigkeit im Umkreis von Gaborone: Wir machten eine geführte Wanderung in der Mmamotshwane-Schlucht bei Mogonye. Nach dem Zahlen der Eintrittsgebühr und Registrierung stieg unsere Führerin zu uns ins Auto - wir mussten noch 5 km fahren bis zum Einstieg in die Schlucht. Diese 5 km hatten es stellenweise in sich - ich sag mal so: Wie gut, dass das Auto a) Vierradantrieb besitzt und b) dass es zusätzlich ein paar PS hat, denn beides war gelegentlich nötig. Wir überholten immerhin eine botswanische Wandergruppe, die die Strecke lief (laufen war uns gar nicht als Option angeboten worden, das wäre wohl zu ungewöhnlich gewesen). Vermutlich kannten sie sie schon, denn Ortsunkundige kann man da eigentlich nicht alleine rumlaufen lassen: Es gab immer wieder Abzweigungen und so gut wie keine Ausschilderungen. Schon während der Hinfahrt wurden wir dankbar, dass die Führerin uns gleich ungefragt begleitet hatte.
Am Eingang der Schlucht stellten wir das Auto ab, dann liefen wir los, zunächst durch bewaldetes Gebiet, dann waren wir plötzlich in der Schlucht und sahen die steilen und hohen Wände. Anders als angekündigt führte die Schlucht offenbar doch nicht ganzjährig Wasser (vor der Dürre, d.h. vor einigen Jahren, war das wohl noch anders). Einmal mussten wir eine eher wackelige Holztreppe hochsteigen ...
... dann ging es mit etwas Kraxelei über Felsen, zwischendurch überquerten wir eine nicht mehr ganz frische Brücke über ein Wasserloch ...
... und schließlich kamen wir an eine Stelle, an der die Schlucht enger wurde und wo an einer Seite ein Seil befestigt war. Zunächst war das Seil angenehm zum Festhalten, dann kamen wir plötzlich an eine steile Felsstufe.
Mit Hilfe des Seils zogen/kletterten wir die Stufe hoch, dann liefen wir noch ein Stück und kamen schließlich ans Ende der Schlucht. Dort ging es nur noch steil nach oben, von wo aus uns ein Schimpanse interessiert beobachtete.
Weitere Schimpansen konnten wir nur hören, sie brüllten. Unsere Führerin behauptete, sie würden uns begrüßen, aber richtig glücklich klangen sie nicht. Schließlich machten wir uns auf den Rückweg.
Für uns ein gelungener Ausflug und ein nettes neues Ziel nicht weit von Gaborone: Etwas Bewegung, etwas Natur, wir waren zufrieden!
Am Eingang der Schlucht stellten wir das Auto ab, dann liefen wir los, zunächst durch bewaldetes Gebiet, dann waren wir plötzlich in der Schlucht und sahen die steilen und hohen Wände. Anders als angekündigt führte die Schlucht offenbar doch nicht ganzjährig Wasser (vor der Dürre, d.h. vor einigen Jahren, war das wohl noch anders). Einmal mussten wir eine eher wackelige Holztreppe hochsteigen ...
... und schließlich kamen wir an eine Stelle, an der die Schlucht enger wurde und wo an einer Seite ein Seil befestigt war. Zunächst war das Seil angenehm zum Festhalten, dann kamen wir plötzlich an eine steile Felsstufe.
Mit Hilfe des Seils zogen/kletterten wir die Stufe hoch, dann liefen wir noch ein Stück und kamen schließlich ans Ende der Schlucht. Dort ging es nur noch steil nach oben, von wo aus uns ein Schimpanse interessiert beobachtete.
Weitere Schimpansen konnten wir nur hören, sie brüllten. Unsere Führerin behauptete, sie würden uns begrüßen, aber richtig glücklich klangen sie nicht. Schließlich machten wir uns auf den Rückweg.
Für uns ein gelungener Ausflug und ein nettes neues Ziel nicht weit von Gaborone: Etwas Bewegung, etwas Natur, wir waren zufrieden!
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