Sonntag, 5. August 2018

So we say good-bye-bye-bye-bye-bye ...

Nein, wir verlassen Botswana noch nicht - das hätten wir unseren lieben Bloglesern doch nicht verschwiegen! Trotzdem verabschieden wir uns momentan ganz schön oft - von Freunden und guten Bekannten, die ausreisen. Ein ständiger Wechsel gehört zum Expat-Leben dazu, jeder weiß das. Die Frage "Und wie lange seid Ihr schon hier?" gehört zu jedem neuen Kennenlernen, die Frage "Und wie lange bleibt Ihr noch?" stellt man sich hier gegenseitig immer mal wieder. Die Mitarbeiter der Deutschen Botschaft wissen in der Regel schon bei der Einreise, in welchem Monat welchen Jahres sie das Land final verlassen werden, bei der GIZ ist man nicht so festgelegt. Und so versuchen wir alle irgendwie, den Überblick zu behalten - mit wem kann man wann noch rechnen?

Dass wir uns von anderen Expats gelegentlich verabschieden müssen, ist also nichts Neues. Aber dieses Jahr sind mehrere Leute dabei, denen wir freundschaftlich verbunden waren, mit denen wir schon mal in den Urlaub gefahren sind (z.B. in den Kgalagadi Transfrontier Park), unsere Nachbarin und auch eins meiner Deutschlernkinder. Der erste Abschied, der ein größerer Verlust für uns war, war im Februar, dann war ein paar Monate Ruhe, doch in den letzten Wochen ging es Schlag auf Schlag. Wir haben geholfen Möbel auseinanderzuschrauben, Geschenke besorgt und waren auf drei Abschiedspartys, um Leute zu verabschieden, die irgendwie alle Teil unseres hiesigen Lebens geworden waren und nun nach Bonn, Eschborn und Genf veschwinden. Wie stark wir in Kontakt bleiben und wie sehr wir doch eher Zweckgemeinschaften fernab der Heimat gebildet haben, wird sich zeigen. Doch in jedem Fall stimmt es etwas wehmütig, feste Größen unseres botswanischen Lebens zu verlieren.

Und wann wird es nun bei uns soweit sein? Das wissen wir noch nicht. Eine Freundin sagte mir gestern am Telefon: "Ich bin froh um jeden Monat, den Du länger bleibst!" Das ist natürlich auch schön zu hören. Wir Hierbleibenden werden vielleicht etwas enger zusammenrücken, um die entstandenen Lücken zu füllen. Und, auch das gehört zum Expat-Leben: Für fast jeden, der geht, kommt jemand Neues. Und auch unter den Neuankömmlingen sind hoffentlich nette Leute.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen