Und dann war er da, der Tag unseres Abflugs. Wir wachten im Masa Square Hotel auf, in dem wir unsere letzten beiden Tage in Gaborone kostenlos verbracht hatten - bzw. eigentlich nur die Nächte, tagsüber waren wir noch schwer beschäftigt gewesen. Doch nun stellte sich das gute, aber auch seltsam ungewohnte Gefühl ein, alles erledigt zu haben. Nachdem wir in der letzten Zeit unter Strom gestanden und von den Vorbereitungen der Büro-, Auto- und Hausübergaben bis hin zu Kontokündigungen viel zu erledigen gehabt hatten, war nun alles getan - wir waren hier fertig, was gleichermaßen merkwürdig und erleichternd war. Um 10 Uhr hatte ich noch eine Abschiedsverabredung auf der Hotelterrasse, und nachdem diese schrieb, dass auch ihr Mann mitkommen wollte, gesellte sich auch Philip dazu. Diese Freunde hatten es tatsächlich geschafft, bei all unseren Abschieden verreist oder krank zu sein, und so war es sehr schön, dass auf den letzten Drücker doch noch ein Treffen klappte. Auch eine andere Freundin kam noch dazu.
Gegen 11:30 Uhr kehrten wir dann auf unser Zimmer zurück und packten unser restliches Gepäck. Insgesamt hatten wir stolze vier Koffer, zwei Kartons und vier Handgepäckstücke (zwei kleine Koffer, zwei Rücksäcke), von denen ein Teil jedoch bereits bei unserer Freundin Elke lagerte - wir hatten ihr die Sachen am Sonntag vorbeigebracht, damit wir nicht alles ins Hotel mitnehmen mussten. Gegen 12 Uhr kam Elke dann zum Hotel, wir brachten unser restliches Gepäck runter und dann war auch schon Ruth da, in deren Auto wir die letzten Sachen verstauten. Die beiden brachten Philip und mich dann in getrennten Autos zum Flughafen, denn ob unser gesamtes Gepäck mit drei Personen in ein Auto gepasst hätte, schien äußerst fragwürdig. Am Flughafen ließen wir unseren Drucker in der Originalverpackung und die mitgenommene Umzugskiste noch in Folie einwickeln, um sie zu stabiliseren und auch regensicher zu verpacken. Dann ging es zum Check-In bei Ethipian Airlines, der völlig problemlos verlief.
Der Gaboroner Flughafen hat inzwischen sogar zwei Cafés, aber Elke, Ruth und wir setzten uns zum Abschluss nochmal in das altbekannte, in dem wir auch schon oft mit unseren Besuchern gesessen hatten. Heidi und Jackie stießen noch dazu, schließlich auch noch Charly und es fühlte sich sehr normal an und gleichzeitig ziemlich surreal, dass das nun das letzte gemeinsame Treffen sein sollte. Von beiden Gaboroner Flughafencafés hat man das Rollfeld bestens im Blick und es reicht natürlich, durch die Sicherheitskontrolle zu gehen, wenn man seinen Flieger ankommen sieht - die Wege sind extrem kurz. Dennoch wurden wir irgendwann unruhig und kündigten unseren Abschied an. Während der letzten Umarmungen kam dann auch der Flieger. Ein letztes Foto, ein letztes Winken.
Ich hatte sehr damit gerechnet, bei diesem letzten Abschied in Tränen auszubrechen, aber dazu kam es gar nicht. Sicherheitskontrolle, Passkontrolle, noch zehn Minuten in der Lounge und dann begann auch schon das Boarding.
Bei der Ausreise flogen wir Business Class in einem eher ältlichen Flieger, so gab es keine Bildschirme vor den einzelnen Sitzen, diese waren dafür sehr groß (und durchgesessen). Aber das war sowieso alles egal, denn wir waren doch damit beschäftigt, zu realisieren, dass wir gerade die letzten letzten Male durchlebten: Blick auf den Gaboroner Flughafen, Abflug, Botswana von oben ... die Zeit, ungefähr sechs Stunden, verging im wahrsten Sinne des Wortes wie im Flug. In Addis Ababa hatten wir gerade so viel Zeit, dass es für ein halbes Stündchen in der Lounge reichte, dann stiegen wir in den weitaus neueren Flieger nach Frankfurt, wo Philip schnell schlief und ich noch einen seltsamen Film schaute. Und dann nach ein paar Stunden: Frankfurt, Landung gegen 5:10 Uhr. Alles Gepäck war mitgekommen und sehr schnell da und so standen wir am Mietwagenschalter, kurz nachdem dieser um 6 Uhr öffnete. Der Angestellte war sich nach einem Blick auf die beiden vollgepackten Gepäckwagen sehr sicher, dass wir das nicht alles ins Auto bekommen würden und bot uns ein kostenpflichtiges Upgrade in eine höhere Fahrzeugkategorie an. Wir teilten zwar seine Einschätzung - ich hatte eh damit gerechnet, mit ein oder zwei Koffern die Bahn zu nehmen - doch Philip spielte dann extrem erfolgreich Tetris und am Ende passte alles (in das vorab gebuchte Fahrzeug)!
Und so waren wir kurz nach 7 Uhr in Frankfurt-Bockenheim, fanden einen Parkplatz und holten gegen 7:30 Uhr die Schlüssel für die möblierte Wohnung ab, in der wir die nächsten vier Monate zur Zwischenmiete wohnen würden. Noch vor acht waren wir eingezogen. Nun begann er also: Der neue Lebensabschnitt in Frankfurt.
Freitag, 15. März 2019
Sonntag, 10. März 2019
Die letzten Tage in Gaborone
Schon mit der Rückkehr aus dem Weihnachtsurlaub in Deutschland war uns bewusst, dass wir in den letzten fünfeinhalb Wochen Botswana, die uns bevorstanden, viele "letzte Male" erleben würden. Diese letzten fünfeinhalb Wochen standen also quasi im Zeichen des Abschiednehmens.
Von unserer privaten und der offiziellen Abschiedsparty haben wir ja bereits geschrieben. Und dann gab es noch weiteres Abschiednehmen: Wir gönnten uns noch einmal ein verlängertes Wochenende im Madikwe Game Reserve, einem tollen Park mit den "Big Five" gleich hinter der Grenze in Südafrika (Berichte von früheren Besuchen dort z.B. hier oder hier).
Ein befreundetes Ehepaar lud noch einmal uns und andere zu sich nach Hause ein, um uns zu verabschieden - auch eine sehr nette Geste.
Nachdem dann unser Hausrat abgeholt worden war und auch die letzte, offizielle Abschiedsparty stattgefunden hatte, blieb uns noch ein Wochenende, an dem einige Bekannte vorbeikamen, um die Möbel, die wir ihnen verkauft hatten, abzuholen. Am Ende des Wochenendes hatten wir schließlich weder Bett noch Kühlschrank im Haus und zogen für die zwei allerletzten Nächte ins Hotel. Ganz nett: Die Hotelübernachtungen hatten wir auf der GIZ-Weihnachtsfeier gewonnen. Die Gaboroner Hotels geben vor Weihnachten ein paar Gratisübernachtungen an gute Kunden ab, die wir als einzelne Mitarbeiter nicht annehmen dürften, und so wurden sie in einer Tombola auf der Weihnachtsfeier verlost. Walli und ich hatten das Glück, je eine Übernachtung für zwei Personen zu gewinnen; eine gab ich an meinen Projektfahrer ab, der sich eine solche Übernachtung nie leisten könnte, dafür bekamen wir eine Übernachtung von Freunden geschenkt, die ihren Gewinn nicht einlösen wollten.
Am vorletzten Wochenende in Gaborone besuchte Walli mit einer Freundin noch einmal den Markt, auf dem kaum Lebensmittel, aber viele Souvenirs und viel Kleinkram verkauft wird; an sich ein guter Ort, um Bekannte zu treffen, auch wenn diesmal nicht so viele Leute dort waren.
An unserem letzten Wochenende waren wir noch einmal mit unserem Gärtner Sam verabredet, der uns samstags seine Familie vorstellen wollte. Kurz vor der verabredeten Zeit rief er dann an und sagte, dass er kein Geld für das Minibus-Taxi hätte - so holte ich ihn und seine Tochter an einer Tankstelle ab, seine Frau musste arbeiten, als Sicherheitswächterin in einem Hotel. Die neunjährige Tochter Bridget lernte erstmals uns und unser Haus kennen und wirkte recht eingeschüchtert, aber dennoch begeistert über ein englischsprachiges Kinderbuch, das wir ihr schenkten. Als ich sie und ihren Vater anschließend nach Hause zurückfuhr, sah ich erstmals auch Sams Haus: Außergewöhnlich für einen Motswana hat er in seinem Vorgarten einen richtig grünen Garten angelegt - ein Gärtner eben!
Um an unserem Haushaltsauflösungswochenende auch noch einen kleinen Ausflug zu machen, fuhren wir nachmittags noch einmal zum gänzlich unprätentiösen Gaborone Yacht Club, der auf einer Insel im Stausee Gaborones liegt; ein schöner Ort für ein kühles Getränk an einem heißen Tag.
Für Samstagabend hatten wir Freunden Bescheid gesagt, dass wir noch einmal in unser Lieblingsrestaurant in Mokolodi gehen wollten. Freunde, die in unmittelbarer Nachbarschaft des Restaurants wohnen, luden daraufhin uns und alle, die dazu kommen wollten, vorab noch einmal zu einem "Sundowner" auf ihrer Terrasse ein. So verbrachten wir einen wunderschönen Abend in netter Gesellschaft. Wir waren sehr gerührt, wie häufig sich unsere Freunde zusammenfanden, um von uns Abschied zu nehmen.
Am nächsten Nachmittag/Abend (unserem vorletzten in Botswana) waren wir nach den allerletzten Möbelabholungen noch auf einen Kindergeburtstag eingeladen; als wir später erstmalig ins Hotelbett fielen, waren wir doch recht kaputt: Mit dem Umzug ins Hotel wurde nun unwiderruflich die allerletzte Phase unseres Botswana-Aufenthalts eingeläutet, sie bedeutete aber gleichzeitig, dass ein Großteil unserer nicht unstressigen Umzugs-/Auszugsvorbereitungen erledigt war.
Am letzten vollen Tag in Gaborone wurde unser Haus morgens noch einmal von Patricia durchgeputzt. An unserem Schluckspecht wurden letzte Reparaturen durchgeführt, ich räumte noch ein wenig im Büro auf. Walli empfing zu Hause ein Technikteam unseres Internetproviders, das gekommen war, um die Antenne auf dem Dach abzubauen: Ein Mitarbeiter kletterte völlig ungesichert auf den Dachfirst und Walli fürchtete schon, doch noch ein botswanisches erstes Mal an diesem Tag zu erleben und einen Krankenwagen rufen zu müssen; zum Glück kam er aber heil wieder runter.
Nachmittags übergaben wir dann das Haus unseren Vermietern, die positiv überrascht waren, dass wir die durch Nägel entstandenen Löcher an den Wänden gestopft und übermalt hatten. Nach der Übergabe unserer treuen Autos an ihre neuen Besitzer gönnten wir uns noch einmal einen Sundowner und ein Abendessen im höchsten Restaurant der Stadt, oben auf einem der wenigen Hochhäuser gelegen, mit tollem Blick auf Gaborone und den Sonnenuntergang - und schließlich auf die Lichter der Stadt. (Von der benachbarten und mittlerweile geschlossenen Skylounge hatten wir schon einmal berichtet, von dort hatte man ähnlich schöne Blicke, aber in längst nicht so schönem Ambiente.) Ein würdiger letzter Abend.
Von unserer privaten und der offiziellen Abschiedsparty haben wir ja bereits geschrieben. Und dann gab es noch weiteres Abschiednehmen: Wir gönnten uns noch einmal ein verlängertes Wochenende im Madikwe Game Reserve, einem tollen Park mit den "Big Five" gleich hinter der Grenze in Südafrika (Berichte von früheren Besuchen dort z.B. hier oder hier).
Ein befreundetes Ehepaar lud noch einmal uns und andere zu sich nach Hause ein, um uns zu verabschieden - auch eine sehr nette Geste.
Nachdem dann unser Hausrat abgeholt worden war und auch die letzte, offizielle Abschiedsparty stattgefunden hatte, blieb uns noch ein Wochenende, an dem einige Bekannte vorbeikamen, um die Möbel, die wir ihnen verkauft hatten, abzuholen. Am Ende des Wochenendes hatten wir schließlich weder Bett noch Kühlschrank im Haus und zogen für die zwei allerletzten Nächte ins Hotel. Ganz nett: Die Hotelübernachtungen hatten wir auf der GIZ-Weihnachtsfeier gewonnen. Die Gaboroner Hotels geben vor Weihnachten ein paar Gratisübernachtungen an gute Kunden ab, die wir als einzelne Mitarbeiter nicht annehmen dürften, und so wurden sie in einer Tombola auf der Weihnachtsfeier verlost. Walli und ich hatten das Glück, je eine Übernachtung für zwei Personen zu gewinnen; eine gab ich an meinen Projektfahrer ab, der sich eine solche Übernachtung nie leisten könnte, dafür bekamen wir eine Übernachtung von Freunden geschenkt, die ihren Gewinn nicht einlösen wollten.
Am vorletzten Wochenende in Gaborone besuchte Walli mit einer Freundin noch einmal den Markt, auf dem kaum Lebensmittel, aber viele Souvenirs und viel Kleinkram verkauft wird; an sich ein guter Ort, um Bekannte zu treffen, auch wenn diesmal nicht so viele Leute dort waren.
An unserem letzten Wochenende waren wir noch einmal mit unserem Gärtner Sam verabredet, der uns samstags seine Familie vorstellen wollte. Kurz vor der verabredeten Zeit rief er dann an und sagte, dass er kein Geld für das Minibus-Taxi hätte - so holte ich ihn und seine Tochter an einer Tankstelle ab, seine Frau musste arbeiten, als Sicherheitswächterin in einem Hotel. Die neunjährige Tochter Bridget lernte erstmals uns und unser Haus kennen und wirkte recht eingeschüchtert, aber dennoch begeistert über ein englischsprachiges Kinderbuch, das wir ihr schenkten. Als ich sie und ihren Vater anschließend nach Hause zurückfuhr, sah ich erstmals auch Sams Haus: Außergewöhnlich für einen Motswana hat er in seinem Vorgarten einen richtig grünen Garten angelegt - ein Gärtner eben!
Um an unserem Haushaltsauflösungswochenende auch noch einen kleinen Ausflug zu machen, fuhren wir nachmittags noch einmal zum gänzlich unprätentiösen Gaborone Yacht Club, der auf einer Insel im Stausee Gaborones liegt; ein schöner Ort für ein kühles Getränk an einem heißen Tag.
Am letzten vollen Tag in Gaborone wurde unser Haus morgens noch einmal von Patricia durchgeputzt. An unserem Schluckspecht wurden letzte Reparaturen durchgeführt, ich räumte noch ein wenig im Büro auf. Walli empfing zu Hause ein Technikteam unseres Internetproviders, das gekommen war, um die Antenne auf dem Dach abzubauen: Ein Mitarbeiter kletterte völlig ungesichert auf den Dachfirst und Walli fürchtete schon, doch noch ein botswanisches erstes Mal an diesem Tag zu erleben und einen Krankenwagen rufen zu müssen; zum Glück kam er aber heil wieder runter.
Nachmittags übergaben wir dann das Haus unseren Vermietern, die positiv überrascht waren, dass wir die durch Nägel entstandenen Löcher an den Wänden gestopft und übermalt hatten. Nach der Übergabe unserer treuen Autos an ihre neuen Besitzer gönnten wir uns noch einmal einen Sundowner und ein Abendessen im höchsten Restaurant der Stadt, oben auf einem der wenigen Hochhäuser gelegen, mit tollem Blick auf Gaborone und den Sonnenuntergang - und schließlich auf die Lichter der Stadt. (Von der benachbarten und mittlerweile geschlossenen Skylounge hatten wir schon einmal berichtet, von dort hatte man ähnlich schöne Blicke, aber in längst nicht so schönem Ambiente.) Ein würdiger letzter Abend.
Dienstag, 5. März 2019
Abschied im Gartenbaumarkt
Neben der privaten Abschiedsparty, von der Walli bereits berichtete, hatte ich auch eine offizielle Abschiedsparty. Die machte ich gemeinsam mit meinem Chef. Wir hatten ein gutes Verhältnis (u.a. machten wir gemeinsame Campingtouren, z.B. nach Kubu Island, in den Moremi Nationalpark/Okavango Delta, in den Mabuasehube Nationalpark), und da er nur ca. zwei Wochen nach mir das Land verlassen wird - Richtung Irak - dachten wir, dass es eine gute Idee sei, gemeinsam einen offiziellen Abschied zu feiern.
Als Ort für die Feier wählten wir einen Gartenbaumarkt. Sanitas ist eine Oase in Gaborone und hat neben dem Gartenbaumarktsortiment auch ein schönes Café sowie zwei Konferenzräume. Letztere haben wir auch häufig für GIZ-Tagungen gebucht. Die Eigentümer von Sanitas waren zufälligerweise auch Wallis und meine Vermieter - Gaborone ist eben doch ein Dorf.
Mein Chef und ich mieteten also die Konferenzräume des Gartenbaumarktes mit umliegenden Außenanlagen und Bar, dann ging es an einem Donnerstagabend gegen 18 Uhr los. Walli hatte am Nachmittag dieses Tages die Verladung unseres Hausstands beaufsichtigt und kam von zu Hause zur Feier, während ich direkt aus dem Büro dorthin fuhr.
Mein Chef und ich mieteten also die Konferenzräume des Gartenbaumarktes mit umliegenden Außenanlagen und Bar, dann ging es an einem Donnerstagabend gegen 18 Uhr los. Walli hatte am Nachmittag dieses Tages die Verladung unseres Hausstands beaufsichtigt und kam von zu Hause zur Feier, während ich direkt aus dem Büro dorthin fuhr.
Neben GIZ-Mitarbeiter/innen waren auch Botschaftsmitarbeiter/innen, Partner von SADC und vereinzelt der botsuanischen Regierung, sowie von der EU-Delegation eingeladen.
Besonders geehrt fühlten mein Chef und ich uns, dass von SADC die höchste Leitungsebene zur Abschiedsfeier kam. Nach einer Rede des deutschen Botschafters auf meinen Chef bekam auch ich eine Rede, von meinem Chef: Neben den Projekterfolgen würdigte er auch, dass ich das Thema der regionalen Integration in mein privates Leben mitgenommen hätte, so wären Walli und ich ja wohl unzählige Kilometer grenzüberschreitend in Urlaube gefahren.
Walli und ich durften (es fühlte sich eher an wie "mussten") außerdem am Ehrentisch Platz nehmen, an dem neben den zu Verabschiedenden auch weitere Ehrengäste saßen. Ich hätte mir meine Abschiedsfeier in diesem Punkt auch etwas ungezwungener vorstellen können, aber in dieser Sache hat man wohl nicht immer die Wahl.
Für meinen Chef hatten alle Projekte kurze Abschiedsvideos produziert, die gezeigt wurden, auch sein Vorgesetzter in Deutschland hatte einen Video-Gruß geschickt. Aus meinem Team gab es zwei weitere Reden auf mich, und ich bekam schließlich noch ein Gemälde eines Baobab-Baums im Sonnenuntergang überreicht. Etwas kitschig ist es schon, mal schauen, ob es in unserer Wohnung schließlich einen Platz finden wird. Aber immerhin: Kunst aus Botswana - das haben wir sonst fast nie wahrgenommen.
Für uns vorbereitet war auch ein Kuchen mit der Aufschrift "Auf Wider Sehen" - im Stile einer Hochzeitstorte durften mein Chef und ich diesen schließlich anschneiden. Damit wir uns nicht einigen mussten, wer das Messer führt, ließ ich ihm den Vortritt und machte schließlich noch einen separaten Schnitt neben seinem.
Nachdem alle Reden gehalten waren und die Ehrengäste sich verabschiedet hatten, wurde es noch ein schöner, entspannter Abend. Einige unserer Freunde und meiner Kollegen waren gekommen, und für uns war zu diesem Zeitpunkt der Großteil des Umzugs bereits in trockenen Tüchern - so ganz langsam setzte die Entspannung ein.
Abonnieren
Posts (Atom)













