Mit der Weihnachtszeit werden ja auch immer kulinarische Exzesse assoziiert. Walli las kürzlich einen Weihnachtsroman mit dem Titel "Sieben Kilo in drei Tagen" (nicht empfehlenswert, daher auch nicht auf Romanregal.de besprochen). Also dachten wir uns, dass jetzt, zwischen den Jahren, eine kleine Story zum Thema Essen gut passen könnte:
Eine kulinarische Spezialität in Botswana sind frittierte Mopane-Würmer. Nein, wir haben noch keine probiert, und haben das eigentlich auch nicht vor. Beinahe hätte (habe?) ich jedoch kürzlich gebratene Insekten gegessen. Doch von vorne.
Ein echter Vorteil meines neuen Büros ist, dass es in Laufentfernung mehrere gute Mittagessenslokale gibt. Das war bei den letzten beiden Büros leider nicht der Fall. Und so nehme ich mir zwar manchmal etwas von zu Hause mit, aber häufig gönne ich mir auch, das Büro zu verlassen, ein paar Schritte zu gehen und in einem der Restaurants etwas zu essen.
Letzte Woche Donnerstag traf ich einen Kollegen und seine botswanische Frau im chinesischen Restaurant, das direkt über meinem Büro liegt. Dort gibt es sogar - wenn man nachfragt - eine Mittagskarte, die deutlich günstiger ist als die normale Speisekarte. Wir bestellten alle drei das gleiche Gericht von eben dieser Mittagskarte. Als ich meinen Teller schon fast aufgegessen hatte, fand Thandi, die Frau meines Kollegen, mitten in ihrem Gemüse eine gebratene Schabe. Nun ist sie zwar eine Motswana, aber sie mag auch keine Mopane-Würmer, ebenso wenig andere Insekten. Und erst recht mag sie keine Insekten, wenn sie diese nicht bestellt hat, sondern sie sich in ihrem Gemüse verstecken. Wir reklamierten, und immerhin ging der Kellner halbwegs gut mit der Reklamation um: Er besprach sich mit dem Chefkoch, entschuldigte sich dann bei uns und sagte uns, dass wir für das Mittagessen alle drei nicht zahlen müssten. So waren wir halbwegs versöhnt.
Allerdings hatte Walli schon vorher beschlossen, das Restaurant zu boykottieren, denn ein paar ihrer Aflateen-Schüler hatten dort ein Praktikum gemacht, und sie hatte zu hören bekommen, dass diese dort zu absoluten Hungerlöhnen ziemlich ausgebeutet wurden. So haben wir jetzt neben dem moralischen auch noch einen hygienischen Grund, dieses Restaurant nicht mehr zu besuchen.
Am darauffolgenden Tag, einem Freitag, der es aus verschiedenen anderen Gründen in sich hatte, besuchte mich Walli zum gemeinsamen Mittagessen (ein Lichtblick). Wir wählten ein relativ neues italienisches Restaurant, das uns halbwegs gefiel. Dort hatte ich schon mal eher schlechte Service-Erfahrungen gemacht, aber keine, die uns davon abgehalten hätten, dort noch einmal hinzugehen. Um den Tag etwas zu verbessern, gönnten wir uns beide Nudeln mit Lachs in einer Tomatensauce. Wir aßen und sprachen, und irgendwann fiel uns auf, dass das, was wir da aßen, eher nicht nach Lachs schmeckte, sondern nach dem Dosenfisch, den Walli gelegentlich mal isst, der jedoch erheblich günstiger als Lachs ist. Oder waren es gar Sardellen? So richtig dolle war es auf jeden Fall nicht, und auch, wenn der Fisch ganz klein zerfasert war, waren wir uns doch immer sicherer, dass er mit einem Lachs nicht besonders viel gemeinsam hatte. Wir fragten daher die Bedienung, die uns versicherte, dass in dem Gericht Lachs sei, aber versprach, den Koch noch einmal zu fragen. Sie kam nicht zurück, und das hätte uns schon etwas sagen müssen. Als eine andere Bedienung kam und uns nach unserem Wohlbefinden fragte, erklärten wir auch ihr, dass das wohl kein Lachs sei, was wir da gegessen hätten. Auch sie wollte sich erkundigen, außerdem baten wir sie um die Rechnung. Sie kam zurück und sagte uns, dass tatsächlich kein Lachs in unserem Essen gewesen sei, wodurch er stillschweigend ersetzt worden war, wusste sie jedoch auch nicht. Dass wir unter diesen Umständen nicht die Rechnung in voller Höhe bezahlen wollten, schien sie zu verstehen - die Lachsnudeln waren aufgrund des teuren Fisches schließlich eher hochpreisig. Und so bekamen wir von ihrer Kollegin eine neue Rechnung mit einem Discount, jedoch in lächerlicher Höhe (ca. 1,20 pro Gericht). Langsam kamen wir uns für blöd verkauft vor und bestellten den Manager, der mich schon ein paar Mal gesehen hatte. Er hatte von dem Lachs-Debakel bislang nichts mitbekommen, schien von unserer Empörung über den Fake-Fisch aber dennoch betroffen. Wir boten an, die Getränke zu zahlen, für das Mittagessen wollten wir aber so langsam kein Geld mehr ausgeben - insbesondere, weil uns nach wie vor niemand aufklären wollte oder konnte, was uns da eigentlich vorgesetzt worden war.
So war das der zweite Tag in Folge, an dem ich ein Mittagessen umsonst bekam. Ich hätte allerdings durchaus gerne an beiden Tagen auf das jeweilige Erlebnis verzichtet.
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Donnerstag, 27. Dezember 2018
Donnerstag, 27. September 2018
Bierfest statt Buchfest
In Gaborone fand dieses Jahr erstmals ein Buchfestival statt! Wie toll ist das denn, in einer Stadt, in der gerade der einzige, noch dazu recht kleine Buchladen geschlossen hat. Klar, dass passionierte Buchblogger dort hingehen müssen!
Oder? Na ja, es gab am gleichen Tag auch eine Konkurrenzveranstaltung, von der wir - leider? - bereits vor dem Buchfestival erfahren hatten, denn die deutsche Botschaft machte ordentlich Werbung dafür und behauptete auch gefühlt wochenlang, die Tickets wären bereits fast ausverkauft ... Erstmalig fand am vergangenen Samstag ein Bierfest statt, und zwar auf dem Gelände des Golfclubs, wohin die deutsche Botschaft dieses Jahr auch schon für die (wenigen) deutschen WM-Spiele zum Public Viewing eingeladen hatte. Nachdem wir letztes Jahr schon das größte Oktoberfest Afrikas in Windhoek besucht hatten, zog es uns also dieses Jahr zum größten Oktoberfest Gaborones (ein weiteres ist uns hier allerdings auch nicht bekannt), schlicht Bierfest genannt. Immerhin startete das hiesige Bierfest am gleichen Tag wie das Münchner Original. Über Freunde an der Botschaft kauften wir sündhaft teure Tickets - tatsächlich stellten wir erst am Tag vor der Veranstaltung fest, dass für uns die doppelt so teuren VIP-Tickets besorgt worden waren. Man gönnt sich ja sonst nichts. Leider konnten wir uns nicht VIP-mäßig anziehen, da uns doch tatsächlich Dirndl und Lederhose fehlten. Bei anderen Familien kamen jeweils Vater-Söhne und Mutter-Töchter im jeweiligen Einheitslook mit gleichen Hemden zur Lederhose bzw. gleichem Dirndl. Für den nächsten Auslandsaufenthalt sollten wir uns wohl besser vorbereiten. Über die Dirndl- und Lederhosendichte der Besucher waren wir doch überrascht, umso mehr, als wir viele der Besucher gar nicht kannten (und so vermuteten, dass nicht nur Deutsche die bayerische Traditionskleidung trugen). Zwei Besucher kamen sogar mit Robin Hood-Kappen inklusiver langer Federn und einigen reichte es auch, sich einen Bierkrug aus Schaumstoff auf den Kopf zu setzen.
Das Bierfest an sich war, nun ja, nicht sonderlich spektakulär. Auffällig war, dass man am Eingang wählen konnte, ob man ein Weinglas oder ein Bierglas haben wollte. Wir entschieden uns für Weingläser. Der Wein war jedoch ungekühlt und in der Sonne gelagert; auf den wohl sehr süßen warmen Weißwein verzichteten wir, aber auch der Rotwein war deutlich über Genusstemperatur. Wer kommt eigentlich auf die Idee, auf einem Bierfest Wein zu konsumieren? An Bieren gab es eine größere Auswahl als an Weinen, Craft Bier wurde ebenso angeboten wie "Kölsch-like Beer". Und zum Essen gab es neben Leberkäse auch Weißwürste, Brezeln und Sauerkraut - eben fast alles, was man sich bei einem Bierfest so vorstellen kann (oder auch nicht).
Die Musik - glücklicherweise nicht die klassische Oktoberfestmusik - war etwas laut; zumindest, wenn man sein Gegenüber noch verstehen wollte. Ein Spaziergang über die Greens des Golfplatzes war leider nicht vorgesehen. So unterhielten wir uns, so gut es ging, an unserem VIP-Tisch mit Freunden und Bekannten, bis wir schließlich beschlossen, wieder nach Hause zu fahren.
Mal schauen, welches Oktoberfest wir nächstes Jahr besuchen! (Oder wird es statt einem Bierfest doch die Frankfurter Buchmesse? Anmerkung Walli: Auf jeden Fall!!!)
Oder? Na ja, es gab am gleichen Tag auch eine Konkurrenzveranstaltung, von der wir - leider? - bereits vor dem Buchfestival erfahren hatten, denn die deutsche Botschaft machte ordentlich Werbung dafür und behauptete auch gefühlt wochenlang, die Tickets wären bereits fast ausverkauft ... Erstmalig fand am vergangenen Samstag ein Bierfest statt, und zwar auf dem Gelände des Golfclubs, wohin die deutsche Botschaft dieses Jahr auch schon für die (wenigen) deutschen WM-Spiele zum Public Viewing eingeladen hatte. Nachdem wir letztes Jahr schon das größte Oktoberfest Afrikas in Windhoek besucht hatten, zog es uns also dieses Jahr zum größten Oktoberfest Gaborones (ein weiteres ist uns hier allerdings auch nicht bekannt), schlicht Bierfest genannt. Immerhin startete das hiesige Bierfest am gleichen Tag wie das Münchner Original. Über Freunde an der Botschaft kauften wir sündhaft teure Tickets - tatsächlich stellten wir erst am Tag vor der Veranstaltung fest, dass für uns die doppelt so teuren VIP-Tickets besorgt worden waren. Man gönnt sich ja sonst nichts. Leider konnten wir uns nicht VIP-mäßig anziehen, da uns doch tatsächlich Dirndl und Lederhose fehlten. Bei anderen Familien kamen jeweils Vater-Söhne und Mutter-Töchter im jeweiligen Einheitslook mit gleichen Hemden zur Lederhose bzw. gleichem Dirndl. Für den nächsten Auslandsaufenthalt sollten wir uns wohl besser vorbereiten. Über die Dirndl- und Lederhosendichte der Besucher waren wir doch überrascht, umso mehr, als wir viele der Besucher gar nicht kannten (und so vermuteten, dass nicht nur Deutsche die bayerische Traditionskleidung trugen). Zwei Besucher kamen sogar mit Robin Hood-Kappen inklusiver langer Federn und einigen reichte es auch, sich einen Bierkrug aus Schaumstoff auf den Kopf zu setzen.
Das Bierfest an sich war, nun ja, nicht sonderlich spektakulär. Auffällig war, dass man am Eingang wählen konnte, ob man ein Weinglas oder ein Bierglas haben wollte. Wir entschieden uns für Weingläser. Der Wein war jedoch ungekühlt und in der Sonne gelagert; auf den wohl sehr süßen warmen Weißwein verzichteten wir, aber auch der Rotwein war deutlich über Genusstemperatur. Wer kommt eigentlich auf die Idee, auf einem Bierfest Wein zu konsumieren? An Bieren gab es eine größere Auswahl als an Weinen, Craft Bier wurde ebenso angeboten wie "Kölsch-like Beer". Und zum Essen gab es neben Leberkäse auch Weißwürste, Brezeln und Sauerkraut - eben fast alles, was man sich bei einem Bierfest so vorstellen kann (oder auch nicht).
Die Musik - glücklicherweise nicht die klassische Oktoberfestmusik - war etwas laut; zumindest, wenn man sein Gegenüber noch verstehen wollte. Ein Spaziergang über die Greens des Golfplatzes war leider nicht vorgesehen. So unterhielten wir uns, so gut es ging, an unserem VIP-Tisch mit Freunden und Bekannten, bis wir schließlich beschlossen, wieder nach Hause zu fahren.
Mal schauen, welches Oktoberfest wir nächstes Jahr besuchen! (Oder wird es statt einem Bierfest doch die Frankfurter Buchmesse? Anmerkung Walli: Auf jeden Fall!!!)
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Freitag, 11. Mai 2018
Tierweine und gutes Essen
Knapp zwei Wochen nach Wallis Ankunft in Gaborone (schon wieder zwei Jahre her!) gönnten wir uns anlässlich unseres Hochzeitstags ein Essen in einem der besseren Restaurants der Stadt. Konsumanregend hatte man uns eine Weinflasche der Marke "Allesverloren" auf den Tisch gestellt. Wir tranken diese Flasche damals nicht, es erschien uns einfach nicht passend zu diesem besonderen Tag (wir hörten später einmal, dass diese Marke tatsächliche ein recht gute sei).
Stattdessen haben wir uns mittlerweile auf Tiere spezialisiert. Ok, angesichts der Vielzahl von Safari-Beiträgen in diesem Blog ist das für die meisten wohl keine neue Erkenntnis. Tiere jagen wir allerdings nicht nur mit dem Fotoapparat, sondern auch mit dem Weinglas. Denn wir haben beschlossen, dass wir bevorzugt Tierweine trinken. Unser Lieblingswein in Gaborone ist von der Marke "Fat Bastard", als Logo haben sie ein Nilpferd.
Als wir nun kürzlich mit meiner Mutter durch Südafrika fuhren (hier ihr Gästeblog dazu), hatten wir auch (leider nur) eine Nacht in der Weinregion der Kaphalbinsel eingeplant. Die Unterkunft dazu hatten wir in dem - augenscheinlich fast nur von Weißen bewohnten - lieblichen Städtchen Franschhoek gebucht, einem von Hugenotten gegründeten pittoresken Ort am Ende eines Tals voller Weinanbaugebiete. In Franschhoek stehen mehrere der Top 10 Restaurants Südafrikas (die glückerlicherweise i.d.R. durchaus finanzierbar sind). Man kann hier mit der "Winetram" fahren, also einer Art Straßenbahn, die einen von einem Weingut zum nächsten bringt, so dass man überall Weinproben machen kann. Wir überlegten uns, dass unsere Trinkfestigkeit möglicherweise nicht für Transfers zu mehreren Weingütern ausreichen würde und entschieden uns daher, nur ein Weingut anzusteuern. Unserer Spezialisierung entsprechend wählten wir "Leopard's Leap". Dort wird man von einem architektonisch interessanten (neuen) Gebäude inmitten von Weinbergen empfangen.
Wir hatten hier ein "Culinaria Food and Wine Pairing" gebucht. 5 Weine (plus der Sekt vorneweg), 5 Gänge.
Der Sommelier erläuterte uns jeweils die Weine, während der Koch vor unseren Augen die Speisen zubereitete und darlegte, warum sie mit dem jeweiligen Wein korrespondierten. Ein durchaus leckerer Nachmittag!
Die Weißweine schmeckten uns nicht ganz so gut wie die Rotweine, aber am Ende waren alle Gläser leer. Und ich kaufte eine Kiste (Rot-)Wein (Pinot Noir, der schmeckte uns noch besser als der gerühmte und noch schwerere "Grand Vin") als Urlaubsandenken. Vor der Einreise nach Botswana versteckten wir die einzelnen Flaschen in unserer Schmutzwäsche, denn pro Person darf man hier nur eine Flasche einführen. Kein Zöllner hat sie erschnüffelt!
Mit "Fat Bastard" und "Leopard's Leap" wird unsere Weinversuchsreihe möglicherweise noch nicht abgeschlossen sein. Im Liquor Store in Südafrika haben wir noch weitere Marken entdeckt, die wir mal probieren sollten: Flying Geese, Tall Giraffe, etc. Man braucht ja Kriterien zur Weinauswahl!
Stattdessen haben wir uns mittlerweile auf Tiere spezialisiert. Ok, angesichts der Vielzahl von Safari-Beiträgen in diesem Blog ist das für die meisten wohl keine neue Erkenntnis. Tiere jagen wir allerdings nicht nur mit dem Fotoapparat, sondern auch mit dem Weinglas. Denn wir haben beschlossen, dass wir bevorzugt Tierweine trinken. Unser Lieblingswein in Gaborone ist von der Marke "Fat Bastard", als Logo haben sie ein Nilpferd.
Als wir nun kürzlich mit meiner Mutter durch Südafrika fuhren (hier ihr Gästeblog dazu), hatten wir auch (leider nur) eine Nacht in der Weinregion der Kaphalbinsel eingeplant. Die Unterkunft dazu hatten wir in dem - augenscheinlich fast nur von Weißen bewohnten - lieblichen Städtchen Franschhoek gebucht, einem von Hugenotten gegründeten pittoresken Ort am Ende eines Tals voller Weinanbaugebiete. In Franschhoek stehen mehrere der Top 10 Restaurants Südafrikas (die glückerlicherweise i.d.R. durchaus finanzierbar sind). Man kann hier mit der "Winetram" fahren, also einer Art Straßenbahn, die einen von einem Weingut zum nächsten bringt, so dass man überall Weinproben machen kann. Wir überlegten uns, dass unsere Trinkfestigkeit möglicherweise nicht für Transfers zu mehreren Weingütern ausreichen würde und entschieden uns daher, nur ein Weingut anzusteuern. Unserer Spezialisierung entsprechend wählten wir "Leopard's Leap". Dort wird man von einem architektonisch interessanten (neuen) Gebäude inmitten von Weinbergen empfangen.
Wir hatten hier ein "Culinaria Food and Wine Pairing" gebucht. 5 Weine (plus der Sekt vorneweg), 5 Gänge.
Der Sommelier erläuterte uns jeweils die Weine, während der Koch vor unseren Augen die Speisen zubereitete und darlegte, warum sie mit dem jeweiligen Wein korrespondierten. Ein durchaus leckerer Nachmittag!
Die Weißweine schmeckten uns nicht ganz so gut wie die Rotweine, aber am Ende waren alle Gläser leer. Und ich kaufte eine Kiste (Rot-)Wein (Pinot Noir, der schmeckte uns noch besser als der gerühmte und noch schwerere "Grand Vin") als Urlaubsandenken. Vor der Einreise nach Botswana versteckten wir die einzelnen Flaschen in unserer Schmutzwäsche, denn pro Person darf man hier nur eine Flasche einführen. Kein Zöllner hat sie erschnüffelt!
Mit "Fat Bastard" und "Leopard's Leap" wird unsere Weinversuchsreihe möglicherweise noch nicht abgeschlossen sein. Im Liquor Store in Südafrika haben wir noch weitere Marken entdeckt, die wir mal probieren sollten: Flying Geese, Tall Giraffe, etc. Man braucht ja Kriterien zur Weinauswahl!
Samstag, 19. August 2017
Fleisch!
Brot für die Welt hat eine Website, auf der man im Selbsttest seinen ökologischen Fußabdruck ermitteln kann. Je größer dieser ist, um so mehr nimmt man Umweltressourcen in Anspruch und lebt auf Kosten kommender Generationen. Ich kannte diesen Test schon, habe ihn aber letzte Woche noch einmal gemacht - vermutlich aus masochistischen Gründen, denn dass das Ergebnis nicht so besonders gut ausfallen würde, hätte ich mir schon denken können. Immerhin nutzen wir hier keinerlei öffentlichen Nahverkehr, haben zwei Autos, fliegen über 40.000 km im Jahr und bewohnen ein ziemlich großes Haus - das kam in dem Test alles gar nicht gut an. Der einzige Pluspunkt waren unsere Heizgewohnheiten - der fehlenden Heizung und den meist sommerlichen Temperaturen sei Dank. Und was die Essgewohnheiten angeht ... puh! Schon dadurch, dass wir Müsli essen, nehmen Philip und ich jeden Tag tierische Produkte in Form von Milch zu uns. (Und nein, selbst wenn wir wollten, könnten wir die nicht gegen Soja-, Mandel- oder sonstige Milchersatzprodukte ersetzen - die gibt es hier nicht.) Und was Fleisch angeht ... wir kaufen hier zwar keine Wurstwaren, aber Fleisch essen wir häufig (ich noch häufiger als Philip). Wenn es anders wäre, hätte es meinen ökologischen Fußabdruck allerdings auch nicht mehr gerettet - ein schwacher Trost.
Als Fleischesserin bin ich in Botswana allerdings in guter Gesellschaft. Rindfleisch ist ein wichtiges Exportgut und die Botswaner sind zu Recht stolz auf seine exzellente Qualität. Aber auch sonst gehört Fleischkonsum hier einfach zum Alltag. Diese Woche habe ich bei Baylor eine Unterrichtseinheit zum Thema "Mindmapping" gegeben. Nachdem ich Bedeutung, Sinn und Zweck eines Mindmappings erläutert hatte, teilte ich die Schüler in Gruppen ein und gab ihnen dann eine Auswahl von Themen, zu denen sie brainstormen und dann ein Mindmapping erstellen sollten. Eine Gruppe konnte sich nicht auf ein Thema einigen und bat mich, ihnen eines zuzuweisen. Ich ließ sie schließlich losen und so kamen sie zielsicher zu einem Thema, dass sich kein einziges Gruppenmitglied selbst ausgesucht hätte: "Becoming a vegetarian."
Aufgabe war, die Pros und Kontras eines Themas herauszuarbeiten. Nach erfolgtem Mindmapping präsentierte jede Gruppe ihre Ergebnisse und unter anderem die "Being a vegetarian"-Gruppe führte mir mal wieder vor Augen, dass so eine Diskussion hier doch ganz anders aussieht als in Deutschland. Gegenargumente waren viele gefunden worden: Viele Vegetarier wären dünn, weil mangelernährt. Sie hätten Probleme, überhaupt etwas Essbares zu finden. Ich meldete mich dann doch mal zu Wort, weil die Supermärkte hier in der Regel schon ein solides Gemüseangebot haben. Darauf entgegenete man mir, das Angebot wäre saisonal, was stimmt - aber irgendwelche Gemüsearten gibt's doch immer, erwiderte ich. Man erinnerte mich an die Gemüsekrise zu Anfang des Jahres, was mich innerlich doch schmunzeln ließ - während man in Deutschland wegen Geflügelpest und Rinderseuche eher auf Fleisch verzichtet, wird hier Gemüse als anfällig angesehen. (Wobei es während der Gemüsekrise zwar keine Tomaten, Kartoffeln und Auberginen gab, Salat, Pilze, Weißkohl und Zucchini zum Beispiel aber durchaus vorhanden waren - kein Vegetarier hätte verhungern müssen!)
Weiterhin wurde thematisiert, dass Vegetariern wichtige Proteine fehlen würde. Ein Mädchen sagte, man könnte als Ersatz Erdnüsse essen, woraufhin ihr ein Junge erklärte, dass Erdnüsse aber nicht in Botswana wüchsen ("eat local" scheint immerhin hoch im Kurs zu stehen). Ich erkundigte mich schließlich, ob denn jemand in der Klasse Vegetarier wäre - erwartungsgemäß war dem nicht so - oder einen Vegetarier kennen würde. Eine Schülerin meldete sich und erzählte von einem aus Jamaika stammenden Bekannten, der aus religiösen Gründen kein Fleisch äße. Ich fragte, ob sie wisse, wie er damit klar käme und sie sagte: "It's a hard life, very hard." Ich gab auf. Wer hätte gedacht, dass gerade Vegetarismus ein Thema ist, über das sich hier alle einig sind ...
Als Fleischesserin bin ich in Botswana allerdings in guter Gesellschaft. Rindfleisch ist ein wichtiges Exportgut und die Botswaner sind zu Recht stolz auf seine exzellente Qualität. Aber auch sonst gehört Fleischkonsum hier einfach zum Alltag. Diese Woche habe ich bei Baylor eine Unterrichtseinheit zum Thema "Mindmapping" gegeben. Nachdem ich Bedeutung, Sinn und Zweck eines Mindmappings erläutert hatte, teilte ich die Schüler in Gruppen ein und gab ihnen dann eine Auswahl von Themen, zu denen sie brainstormen und dann ein Mindmapping erstellen sollten. Eine Gruppe konnte sich nicht auf ein Thema einigen und bat mich, ihnen eines zuzuweisen. Ich ließ sie schließlich losen und so kamen sie zielsicher zu einem Thema, dass sich kein einziges Gruppenmitglied selbst ausgesucht hätte: "Becoming a vegetarian."
Aufgabe war, die Pros und Kontras eines Themas herauszuarbeiten. Nach erfolgtem Mindmapping präsentierte jede Gruppe ihre Ergebnisse und unter anderem die "Being a vegetarian"-Gruppe führte mir mal wieder vor Augen, dass so eine Diskussion hier doch ganz anders aussieht als in Deutschland. Gegenargumente waren viele gefunden worden: Viele Vegetarier wären dünn, weil mangelernährt. Sie hätten Probleme, überhaupt etwas Essbares zu finden. Ich meldete mich dann doch mal zu Wort, weil die Supermärkte hier in der Regel schon ein solides Gemüseangebot haben. Darauf entgegenete man mir, das Angebot wäre saisonal, was stimmt - aber irgendwelche Gemüsearten gibt's doch immer, erwiderte ich. Man erinnerte mich an die Gemüsekrise zu Anfang des Jahres, was mich innerlich doch schmunzeln ließ - während man in Deutschland wegen Geflügelpest und Rinderseuche eher auf Fleisch verzichtet, wird hier Gemüse als anfällig angesehen. (Wobei es während der Gemüsekrise zwar keine Tomaten, Kartoffeln und Auberginen gab, Salat, Pilze, Weißkohl und Zucchini zum Beispiel aber durchaus vorhanden waren - kein Vegetarier hätte verhungern müssen!)
Weiterhin wurde thematisiert, dass Vegetariern wichtige Proteine fehlen würde. Ein Mädchen sagte, man könnte als Ersatz Erdnüsse essen, woraufhin ihr ein Junge erklärte, dass Erdnüsse aber nicht in Botswana wüchsen ("eat local" scheint immerhin hoch im Kurs zu stehen). Ich erkundigte mich schließlich, ob denn jemand in der Klasse Vegetarier wäre - erwartungsgemäß war dem nicht so - oder einen Vegetarier kennen würde. Eine Schülerin meldete sich und erzählte von einem aus Jamaika stammenden Bekannten, der aus religiösen Gründen kein Fleisch äße. Ich fragte, ob sie wisse, wie er damit klar käme und sie sagte: "It's a hard life, very hard." Ich gab auf. Wer hätte gedacht, dass gerade Vegetarismus ein Thema ist, über das sich hier alle einig sind ...
Montag, 12. Juni 2017
Mandarinen
Aus der Reihe unserer Gartenfrüchte: Letztes Jahr hatten wir um diese Jahreszeit einige Grapefruits - dieses Jahr konnten wir leider keine einzige ernten. Dafür trägt dieses Jahr ein anderer Baum, der letztes Jahr keine Früchte hatte. Unser Gärtner Sam nennt diese Früchte "Natschis", wir finden diesen Namen jedoch online nicht. Es ist offenbar eine Zitrusfrucht (tragen Zitrusfrüchte nur jedes zweite Jahr?), allerdings fast ein wenig wie eine Birne geformt. Innen ist sie nach Aussehen und Geschmack eindeutig eine Mandarine. Lecker!
Freitag, 17. März 2017
Apfel-Granaten
Schon letztes Jahr im Mai durften wir uns an Obst aus unserem Garten erfreuen, der Grapefruit-Baum hat uns eine Reihe reifer Früchte und saurer Speisen beschert.
Nun brachte uns unser Gärtner Sam kürzlich das nächste Obst: Der Granatapfel-Strauch trägt eine ganze Menge Früchte, die nun nach und nach reif werden! Ganz so rot, wie ich sie aus deutschen Supermärkten kenne, sind sie bisher nicht - aber dafür mindestens ebenso aromatisch!
Bleibt also nur noch die Frage: Wer kennt gute Rezepte mit Granatäpfeln?
Nun brachte uns unser Gärtner Sam kürzlich das nächste Obst: Der Granatapfel-Strauch trägt eine ganze Menge Früchte, die nun nach und nach reif werden! Ganz so rot, wie ich sie aus deutschen Supermärkten kenne, sind sie bisher nicht - aber dafür mindestens ebenso aromatisch!
Bleibt also nur noch die Frage: Wer kennt gute Rezepte mit Granatäpfeln?
Sonntag, 15. Januar 2017
Gemüsekrise
Um zu erfahren, was in Gaborone so los ist, ist Facebook das Mittel der Wahl. Anfangs hat es mich ja irritiert, dass viele Dienstleister von Restaurants bis Reisebüros auf eine eigene Homepage verzichten und als Ersatz eine Facebook-Seite betreiben. Aber generell werden hier auf Facebook viele Infos ausgetauscht. Philip und ich sind daher Mitglieder in verschiedenen Facebook-Gruppen, z.B. der "Gaborone Expats Group", "What's on in Gabs" und "Find it in Gabs". In letzterer Gruppe wird traditionell mehr gesucht als gefunden, aber dennoch sind die Einträge manchmal ganz erhellend. So las ich vorgestern z.B. folgende Frage: "Hi guys. Anyone know where I can find potatoes during this veggie crisis?"
Spontan wusste ich auch nicht, wo ich hier zuletzt Kartoffeln gesehen haben könnte, aber dass es überhaupt gerade eine "veggie crisis" gibt, fand ich interessant. Man findet in den Supermärkten häufiger mal dies oder das nicht. Öfters Mangelware sind zum Beispiel rote Tomaten. Alles Richtung Cocktailtomaten, Kirschtomaten, aber auch Rispentomaten sind eh reine Glücksfunde - wenn es die mal gibt, sollte man zugreifen und sich dann überlegen, was man damit anstellen will. Normale Salattomaten gibt es dagegen meistens, allerdings eher selten in rot - in der Regel werden sie grün-gelb verkauft. Ich finde diesen Anblick immer recht traurig, obwohl sie ja zu Hause noch etwas nachreifen. Seit ein paar Tagen fahnde ich allerdings selbst nach dieser grün-gelben Variante vergebens, sowohl bei SPAR, wo wir das meiste einkaufen, als auch beim besser sortierten und teureren WOOLWORTH als auch bei der günstigen botswanischen Supermarktkette CHOPPIES. Es gibt einfach keine frischen Tomaten. Und normale Kartoffeln findet man tatsächlich momentan auch nicht, nur der SPAR hatte zumindest Süßkartoffeln (die allerdings auch nicht taufrisch wirken, die Hälfte des gekauften Kilo-Säckchens musste ich aufgrund von Schimmels gleich entsorgen - bei so etwas kriege ICH dann eine Gemüsekrise). Außerdem gibt's seit mindestens eineinhalb Wochen nur grüne Paprika in den Läden.
Dafür hat im Dezember offensichtlich die Mango-Saison begonnen und wir testen uns gerade durch die verschiedenen Angebote (CHOPPIES umgerechnet ca. 60 Cent/Stück, überreif; SPAR 1,- €/Stück, okay; Checkers 75 Cent/Stück, bislang die besten; WOOLWORTH noch nicht probiert, da unverhältnismäßig viel teurer). Es werden überall Maiskolben angeboten. Und Salat, Weißkohl, Möhren und Champignons gehören eh zum Standardprogramm, das es immer gibt. Auch der Butternuss-Kürbis zählt hier zu den fast immer verfügbaren Grundnahrungsmitteln.
Der Begriff "veggie crisis" ist also eventuell ein bisschen hochgegriffen, es gibt durchaus Gemüse, nur eben nicht die volle Auswahl. Woran das liegt, ist schwer zu sagen. Botswana importiert Obst und Gemüse eh zum Großteil aus den Nachbarländern - hier wächst nicht viel, es ist einfach zu trocken. Allerdings steht in den Supermärkten nur selten dabei, woher die Sachen kommen. Möhren scheinen standardmäßig aus Südafrika importiert zu werden, wie eh ein Großteil der Produkte überhaupt. In Sambia gibt es momentan Tomaten im Überfluss, wurde uns erzählt - keine Ahnung, warum diese nicht den Weg nach Botswana finden. Bei WOOLWORTH haben wir auch schon einmal Pfirsiche aus Spanien gesehen. Zu gewissen Teilen bleibt das Angebot hier immer ein Stückchen unberechenbar, auch ohne "veggie crisis". Aber im Vergleich zu anderen Ländern ist das vermutlich doch Jammern auf hohem Niveau - und Tomaten in der Dose gibt's hier immerhin nach wie vor in allen Variationen. Was Kartoffeln angeht, hilft aber momentan wohl wirklich nur der Griff nach den Pommes in den Supermarkt-Tiefkühltruhen ...
Spontan wusste ich auch nicht, wo ich hier zuletzt Kartoffeln gesehen haben könnte, aber dass es überhaupt gerade eine "veggie crisis" gibt, fand ich interessant. Man findet in den Supermärkten häufiger mal dies oder das nicht. Öfters Mangelware sind zum Beispiel rote Tomaten. Alles Richtung Cocktailtomaten, Kirschtomaten, aber auch Rispentomaten sind eh reine Glücksfunde - wenn es die mal gibt, sollte man zugreifen und sich dann überlegen, was man damit anstellen will. Normale Salattomaten gibt es dagegen meistens, allerdings eher selten in rot - in der Regel werden sie grün-gelb verkauft. Ich finde diesen Anblick immer recht traurig, obwohl sie ja zu Hause noch etwas nachreifen. Seit ein paar Tagen fahnde ich allerdings selbst nach dieser grün-gelben Variante vergebens, sowohl bei SPAR, wo wir das meiste einkaufen, als auch beim besser sortierten und teureren WOOLWORTH als auch bei der günstigen botswanischen Supermarktkette CHOPPIES. Es gibt einfach keine frischen Tomaten. Und normale Kartoffeln findet man tatsächlich momentan auch nicht, nur der SPAR hatte zumindest Süßkartoffeln (die allerdings auch nicht taufrisch wirken, die Hälfte des gekauften Kilo-Säckchens musste ich aufgrund von Schimmels gleich entsorgen - bei so etwas kriege ICH dann eine Gemüsekrise). Außerdem gibt's seit mindestens eineinhalb Wochen nur grüne Paprika in den Läden.
Dafür hat im Dezember offensichtlich die Mango-Saison begonnen und wir testen uns gerade durch die verschiedenen Angebote (CHOPPIES umgerechnet ca. 60 Cent/Stück, überreif; SPAR 1,- €/Stück, okay; Checkers 75 Cent/Stück, bislang die besten; WOOLWORTH noch nicht probiert, da unverhältnismäßig viel teurer). Es werden überall Maiskolben angeboten. Und Salat, Weißkohl, Möhren und Champignons gehören eh zum Standardprogramm, das es immer gibt. Auch der Butternuss-Kürbis zählt hier zu den fast immer verfügbaren Grundnahrungsmitteln.
Der Begriff "veggie crisis" ist also eventuell ein bisschen hochgegriffen, es gibt durchaus Gemüse, nur eben nicht die volle Auswahl. Woran das liegt, ist schwer zu sagen. Botswana importiert Obst und Gemüse eh zum Großteil aus den Nachbarländern - hier wächst nicht viel, es ist einfach zu trocken. Allerdings steht in den Supermärkten nur selten dabei, woher die Sachen kommen. Möhren scheinen standardmäßig aus Südafrika importiert zu werden, wie eh ein Großteil der Produkte überhaupt. In Sambia gibt es momentan Tomaten im Überfluss, wurde uns erzählt - keine Ahnung, warum diese nicht den Weg nach Botswana finden. Bei WOOLWORTH haben wir auch schon einmal Pfirsiche aus Spanien gesehen. Zu gewissen Teilen bleibt das Angebot hier immer ein Stückchen unberechenbar, auch ohne "veggie crisis". Aber im Vergleich zu anderen Ländern ist das vermutlich doch Jammern auf hohem Niveau - und Tomaten in der Dose gibt's hier immerhin nach wie vor in allen Variationen. Was Kartoffeln angeht, hilft aber momentan wohl wirklich nur der Griff nach den Pommes in den Supermarkt-Tiefkühltruhen ...
Montag, 19. Dezember 2016
Schoko- und Eissucht
Was macht man eigentlich, wenn man in Gaborone Schokoladen- und Eis-süchtig ist, am besten in Kombination als Schokoeis?
Nun, die Schokoladensituation ist erstaunlich entspannt, jedenfalls viel besser als sie während meines Aufenthalts in Ghana war (wo es de facto nur eine wenig schmeckende einheimische Sorte gab, deren Mixtur so war, dass sie auch bei hohen Temperaturen nicht schmilzt). Hier bekommt man im Supermarkt verschiedene Sorten Schokolade. Cadbury's ist ein Standard. KitKats sieht man auch häufig (und hier gibt es gelegentlich auch solche mit dunkler Schokolade!) - und Lindt-Schokolade gibt es auch. Letztere ist manchmal nicht in den dunkleren Varianten verfügbar, aber immerhin gibt es sie.
Schoko-Nikoläuse für mein Team sollten am 6.12. her - und Walli war so nett, sie zu besorgen (es gab in normalen Supermärkten sogar zwei verschiedene Sorten). Für den Transport wählte sie eine Kühltasche, die wir tatsächlich noch aus Deutschland hierher mitgebracht hatten. Bei 39°C und 15 Minuten Heimweg half diese allerdings auch nicht mehr wirklich - ein paar der in Griechenland hergestellten Nikoläuse hatten dann doch leichte Dellen, bis sie hier ankamen (so machten wir immerhin Wirtschaftsförderung in Griechenland und Botswana!).
Die Eissituation ist auch annehmbar. Magnum im Supermarkt bekommt man einfach, auch ein paar mir unbekanntere Eisboxen. In einem Supermarkt bekommen wir sehr gutes Eis im Literpack: "Belgian Chocolate" und "Grenadilla" (= Passionsfrucht) sind unsere Lieblingssorten, ersteres ist aber seit ein paar Wochen leider nicht erhältlich, Katastrophe!
Richtige Eisdielen gibt es nicht in Gaborone. In einem Café, das nicht ganz zentral liegt, gibt es selbstgemachtes Eis in Eisbechern (Banana Split!), das recht lecker ist, aber auf Dauer nicht wirklich abwechslungsreich. Letzte Woche hat mir nun eine Mitarbeiterin eine neue Eisdiele gezeigt, die erste richtige Eisdiele, die ich in Botswana gesehen habe. Dort bekommt man immerhin Eis auf die Hand, die Möglichkeiten zum Hinsetzen sind noch nicht wirklich gemütlich. Auf jeden Fall ist das Eis dort lecker - und dunkles Schokoladeneis gibt es dort auch! Die Eisdiele liegt praktischer Weise in der Nähe des GIZ Landesbüros, wo ich ca. 1-2 Mal die Woche bin. Vielleicht werde ich da Stammkunde!
Nun, die Schokoladensituation ist erstaunlich entspannt, jedenfalls viel besser als sie während meines Aufenthalts in Ghana war (wo es de facto nur eine wenig schmeckende einheimische Sorte gab, deren Mixtur so war, dass sie auch bei hohen Temperaturen nicht schmilzt). Hier bekommt man im Supermarkt verschiedene Sorten Schokolade. Cadbury's ist ein Standard. KitKats sieht man auch häufig (und hier gibt es gelegentlich auch solche mit dunkler Schokolade!) - und Lindt-Schokolade gibt es auch. Letztere ist manchmal nicht in den dunkleren Varianten verfügbar, aber immerhin gibt es sie.
Schoko-Nikoläuse für mein Team sollten am 6.12. her - und Walli war so nett, sie zu besorgen (es gab in normalen Supermärkten sogar zwei verschiedene Sorten). Für den Transport wählte sie eine Kühltasche, die wir tatsächlich noch aus Deutschland hierher mitgebracht hatten. Bei 39°C und 15 Minuten Heimweg half diese allerdings auch nicht mehr wirklich - ein paar der in Griechenland hergestellten Nikoläuse hatten dann doch leichte Dellen, bis sie hier ankamen (so machten wir immerhin Wirtschaftsförderung in Griechenland und Botswana!).
Die Eissituation ist auch annehmbar. Magnum im Supermarkt bekommt man einfach, auch ein paar mir unbekanntere Eisboxen. In einem Supermarkt bekommen wir sehr gutes Eis im Literpack: "Belgian Chocolate" und "Grenadilla" (= Passionsfrucht) sind unsere Lieblingssorten, ersteres ist aber seit ein paar Wochen leider nicht erhältlich, Katastrophe!
Richtige Eisdielen gibt es nicht in Gaborone. In einem Café, das nicht ganz zentral liegt, gibt es selbstgemachtes Eis in Eisbechern (Banana Split!), das recht lecker ist, aber auf Dauer nicht wirklich abwechslungsreich. Letzte Woche hat mir nun eine Mitarbeiterin eine neue Eisdiele gezeigt, die erste richtige Eisdiele, die ich in Botswana gesehen habe. Dort bekommt man immerhin Eis auf die Hand, die Möglichkeiten zum Hinsetzen sind noch nicht wirklich gemütlich. Auf jeden Fall ist das Eis dort lecker - und dunkles Schokoladeneis gibt es dort auch! Die Eisdiele liegt praktischer Weise in der Nähe des GIZ Landesbüros, wo ich ca. 1-2 Mal die Woche bin. Vielleicht werde ich da Stammkunde!
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Dienstag, 25. Oktober 2016
Angegrillt!
Vor vielen Jahren war ich mal bei Verwandten zu Gast, als im Frühjahr offiziell "angegrillt" wurde, sie den Grill also zum ersten Mal in diesem Jahr anschmissen. Da meine Eltern überzeugte Nicht-Griller sind, war mir die Tradition des "Angrillens" und "Abgrillens" neu, sie hat mich aber offensichtlich so beeindruckt, dass ich sie nicht vergessen habe. Am Sonntag haben nun Philip und ich zum ersten Mal angegrillt - mit unserem letzte Woche neuerworbenen Grill! Wir hatten uns schon länger nach einem umgeschaut - bei einem großen Garten mit eigener "Braai-area" (Grillplatz) muss man die Möglichkeiten ja ausnutzen.
Philip hatte den Grill zum Glück schon einen Tag vorher zusammengebaut - sein Bausatz hätte IKEA alle Ehre gemacht und wir wären vermutlich verhungert, wenn wir das Ding am Tag seines Gebrauchs zusammenschrauben hätten wollen. Aber nun stand er, und bevor wir mit Gästen grillen, wollten wir doch einen Probelauf zu zweit machen. Trotz der starken Gewitter der letzten Tage ist hier tagsüber immer großartiges Wetter. Vermutlich bieten sich in Botswana generell 10 von 12 Monaten bestens zum Grillen an - sofern man Lust hat, bei gleißender Sonne und 40 Grad ein Grillfeucherchen zu entfachen ... Aber momentan ist es meist noch nicht ganz so heiß.
Ein weiterer Grund, wieso Botswana ein prima Land zum Grillen ist: Hier gibt es fantastisches Rindfleisch preiswert zu kaufen - es ist für das Land auch ein wichtiges Exportgut. Und sehr lecker. Wir haben daher etwas dekadent neben Gemüse und Schweinefleischspießen Rinderfilet gegrillt, was dann extremst gut geschmeckt hat. Hoch im Kurs steht bei den Einheimischen außerdem die "Boerewors" (Afrikaans für "Bauernwurst"), die man unter anderem als Wurstschnecke kaufen kann, aber nach einer unschönen Hotdog-Erfahrung habe ich mich da noch nicht rangetraut - und mal ehrlich, wenn man die Wahl zwischen Rinderfilet und einer Wurstschnecke hat ...
Unsere Grill-Inbetriebnahme war auf jeden Fall ein voller Erfolg. Da kann man nur noch sagen: Kommt doch mal in Botswana vorbei - bei uns ist angegrillt!
Philip hatte den Grill zum Glück schon einen Tag vorher zusammengebaut - sein Bausatz hätte IKEA alle Ehre gemacht und wir wären vermutlich verhungert, wenn wir das Ding am Tag seines Gebrauchs zusammenschrauben hätten wollen. Aber nun stand er, und bevor wir mit Gästen grillen, wollten wir doch einen Probelauf zu zweit machen. Trotz der starken Gewitter der letzten Tage ist hier tagsüber immer großartiges Wetter. Vermutlich bieten sich in Botswana generell 10 von 12 Monaten bestens zum Grillen an - sofern man Lust hat, bei gleißender Sonne und 40 Grad ein Grillfeucherchen zu entfachen ... Aber momentan ist es meist noch nicht ganz so heiß.
Ein weiterer Grund, wieso Botswana ein prima Land zum Grillen ist: Hier gibt es fantastisches Rindfleisch preiswert zu kaufen - es ist für das Land auch ein wichtiges Exportgut. Und sehr lecker. Wir haben daher etwas dekadent neben Gemüse und Schweinefleischspießen Rinderfilet gegrillt, was dann extremst gut geschmeckt hat. Hoch im Kurs steht bei den Einheimischen außerdem die "Boerewors" (Afrikaans für "Bauernwurst"), die man unter anderem als Wurstschnecke kaufen kann, aber nach einer unschönen Hotdog-Erfahrung habe ich mich da noch nicht rangetraut - und mal ehrlich, wenn man die Wahl zwischen Rinderfilet und einer Wurstschnecke hat ...
Unsere Grill-Inbetriebnahme war auf jeden Fall ein voller Erfolg. Da kann man nur noch sagen: Kommt doch mal in Botswana vorbei - bei uns ist angegrillt!
Samstag, 16. Juli 2016
Verwöhnaroma - weltweit!
Es ist ja bekannt, dass es in der englischen Sprache einige Wörter gibt, die eins zu eins aus dem Deutschen übernommen wurden. Zum Beispiel "kindergarten", "wanderlust" und "blitzkrieg". Ein weiteres, uns beiden im Englischen bislang unbekanntes Wort ist Philip und mir begegegnet, als wir im Khama Rhino Sanctuary beim Frühstück saßen und mir Instant-Kaffepulver hingestellt wurde.
Zugegegeben, es war Jacobs Krönung und in Deutschland hergestellt - aber für eine südafrikanische Firma, die sich im südlichen Afrika um den Vertrieb des Kaffees kümmert. Die Produktbeschreibung war deswegen auch auf englisch, weswegen neben "Jacobs Krönung" das schöne Wort "Verwöhnaroma" doch sehr hervorstach. Ob sich Jacobs das hat patentieren lassen? Und ob sie glauben, dass sich das Wort "Verwöhnaroma" (auch noch mit einem Umlaut!) international durchsetzt? Sie scheinen zumindest daran zu arbeiten ... Ich fand's lustig!
Zugegegeben, es war Jacobs Krönung und in Deutschland hergestellt - aber für eine südafrikanische Firma, die sich im südlichen Afrika um den Vertrieb des Kaffees kümmert. Die Produktbeschreibung war deswegen auch auf englisch, weswegen neben "Jacobs Krönung" das schöne Wort "Verwöhnaroma" doch sehr hervorstach. Ob sich Jacobs das hat patentieren lassen? Und ob sie glauben, dass sich das Wort "Verwöhnaroma" (auch noch mit einem Umlaut!) international durchsetzt? Sie scheinen zumindest daran zu arbeiten ... Ich fand's lustig!
Dienstag, 7. Juni 2016
Craft Brot - wir springen auf den Trend auf
Ein Trend, den ich in Deutschland doch irgendwie verpasst habe, ist das "Craft Beer", das "Handwerksbier" bzw. Bier, das von Mikrobrauereien oder oftmals in Heimarbeit hergestellt wird. Es soll häufig besonders hochwertige Zutaten enthalten und man kann die Inhaltsstoffe selbst bestimmen.
Kürzlich las ich nun online einen Zeitungsartikel über den neuesten Trend aus den USA: Craft Brot. Nun wird also mit Mikro-Bäckereien experimentiert, und "Brot-Ingenieure" versuchen, für jeden Herkunftsort ein typisches Brot aus regionalen Zutaten zu entwickeln. Das wird bestimmt auch der nächste Trend im Brot-Land Deutschland! (Oder hat schon mal jemand von gutem Brot aus den USA gehört?)
Nun, vielleicht können wir da ja mithalten? Ahnend, dass es außerhalb Deutschlands in der Regel schwer ist, an gutes Brot zu kommen, hatten wir uns schon zu Weihnachten einen Brotbackautomaten gewünscht, mit dem man selber Brot backen kann. Los ging's noch in Deutschland mit einer gekauften Brotbackmischung - einfach, um mal zu schauen, ob der Automat auch tatsächlich funktioniert. Das tat er.
In den ersten Wochen hier, bevor der Container ankam, machte ich mich schon mal auf die Suche nach essbarem Brot. Abgesehen von Toastbrot und anderen ähnlich weichen Brotsorten war es jedoch nicht leicht, halbwegs gutes Brot zu bekommen. Im Spar in der Mall um die Ecke fand ich gelegentlich ein Roggenbrot, das einigermaßen genießbar war. In Wallis ersten Wochen entdeckten wir in einem anderen Supermarkt auch noch mal ein Brot, das schon fast wie in Deutschland schmeckte - aber beim zweiten Besuch dort gab es das schon wieder nicht mehr.
Als dann der Container da war, testeten wir unseren Brotbackautomaten noch einmal mit einer Brotbackmischung - den Transport hatte der Automat also auch gut überstanden.
Mittlerweile sind wir in das "Craft Brot Business" eingestiegen. Neben der kleinen Rezeptesammlung, die dem Automaten beilag, haben wir noch ein richtiges Rezeptbuch für Brot aus dem Brotbackautomaten mit ziemlich vielen verschiedenen Rezepten. Und zu Weihnachten bekamen wir noch ein Rezeptbuch für Brot ohne Brotbackautomaten geschenkt. Diesbezüglich sind wir nun also ausgerüstet.
Die bange Frage, die sich uns noch stellte, war, ob wir wohl alle Zutaten finden würden. Trockenhefe, die man für viele der Rezepte braucht, fanden wir aus Deutschland importiert bei World Foods. Weizenmehl (Brown bread flour) fanden wir im Supermarkt, sogar Roggenmehl gibt es zu kaufen (letzteres eher in einer Art Reformhaus/Körnerecke des Supermarkts). Bisher nicht aufzutreiben war eine Mehrkornmischung, die das Rezeptbuch empfahl. So backten wir also unser erstes Mehrkornbrot ohne Mehrkornmischung.
In drei bis vier Stunden knetet der Automat, lässt den Teig gehen, knetet wieder und bäckt, bis das Brot dann fertig ist. Zugegeben, das erste Brot sah noch nicht ganz so perfekt aus wie aus einer deutschen Bäckerei, aber es schmeckte schon ganz gut.
Ein paar Tage später wiederholten wir den Versuch - und ohne bewusst etwas anders zu machen, wurde diesmal ein recht ansehnliches Brot daraus.
In den nächsten Tagen geht es dann weiter: Ein Walnussbrot ist geplant. Diesmal sogar mit Walnüssen. Wer weiß, demnächst werden wir richtige Craft Bäcker. Und Trendsetter. Wer traut sich mal, unser Brot zu probieren?
Kürzlich las ich nun online einen Zeitungsartikel über den neuesten Trend aus den USA: Craft Brot. Nun wird also mit Mikro-Bäckereien experimentiert, und "Brot-Ingenieure" versuchen, für jeden Herkunftsort ein typisches Brot aus regionalen Zutaten zu entwickeln. Das wird bestimmt auch der nächste Trend im Brot-Land Deutschland! (Oder hat schon mal jemand von gutem Brot aus den USA gehört?)
Nun, vielleicht können wir da ja mithalten? Ahnend, dass es außerhalb Deutschlands in der Regel schwer ist, an gutes Brot zu kommen, hatten wir uns schon zu Weihnachten einen Brotbackautomaten gewünscht, mit dem man selber Brot backen kann. Los ging's noch in Deutschland mit einer gekauften Brotbackmischung - einfach, um mal zu schauen, ob der Automat auch tatsächlich funktioniert. Das tat er.
In den ersten Wochen hier, bevor der Container ankam, machte ich mich schon mal auf die Suche nach essbarem Brot. Abgesehen von Toastbrot und anderen ähnlich weichen Brotsorten war es jedoch nicht leicht, halbwegs gutes Brot zu bekommen. Im Spar in der Mall um die Ecke fand ich gelegentlich ein Roggenbrot, das einigermaßen genießbar war. In Wallis ersten Wochen entdeckten wir in einem anderen Supermarkt auch noch mal ein Brot, das schon fast wie in Deutschland schmeckte - aber beim zweiten Besuch dort gab es das schon wieder nicht mehr.
Als dann der Container da war, testeten wir unseren Brotbackautomaten noch einmal mit einer Brotbackmischung - den Transport hatte der Automat also auch gut überstanden.
Mittlerweile sind wir in das "Craft Brot Business" eingestiegen. Neben der kleinen Rezeptesammlung, die dem Automaten beilag, haben wir noch ein richtiges Rezeptbuch für Brot aus dem Brotbackautomaten mit ziemlich vielen verschiedenen Rezepten. Und zu Weihnachten bekamen wir noch ein Rezeptbuch für Brot ohne Brotbackautomaten geschenkt. Diesbezüglich sind wir nun also ausgerüstet.
Die bange Frage, die sich uns noch stellte, war, ob wir wohl alle Zutaten finden würden. Trockenhefe, die man für viele der Rezepte braucht, fanden wir aus Deutschland importiert bei World Foods. Weizenmehl (Brown bread flour) fanden wir im Supermarkt, sogar Roggenmehl gibt es zu kaufen (letzteres eher in einer Art Reformhaus/Körnerecke des Supermarkts). Bisher nicht aufzutreiben war eine Mehrkornmischung, die das Rezeptbuch empfahl. So backten wir also unser erstes Mehrkornbrot ohne Mehrkornmischung.
In drei bis vier Stunden knetet der Automat, lässt den Teig gehen, knetet wieder und bäckt, bis das Brot dann fertig ist. Zugegeben, das erste Brot sah noch nicht ganz so perfekt aus wie aus einer deutschen Bäckerei, aber es schmeckte schon ganz gut.
Ein paar Tage später wiederholten wir den Versuch - und ohne bewusst etwas anders zu machen, wurde diesmal ein recht ansehnliches Brot daraus.
In den nächsten Tagen geht es dann weiter: Ein Walnussbrot ist geplant. Diesmal sogar mit Walnüssen. Wer weiß, demnächst werden wir richtige Craft Bäcker. Und Trendsetter. Wer traut sich mal, unser Brot zu probieren?
Mittwoch, 1. Juni 2016
Weltessen
Am letzten Wochenende haben Philip und ich einen größeren Lebensmitteleinkauf gemacht - ganz gegen unsere Gewohnheit mal nicht im Spar-Supermarkt um die Ecke. Wir waren auch nicht auf dem Markt (danach wurde ich schon mehrmals gefragt und ich weiß immer noch nicht, ob es hier einen Wochenmarkt o.ä. überhaupt gibt - von vereinzelten Straßenständen mit Melonen abgesehen haben wir noch nichts in die Richtung entdeckt). Wir waren bei WORLD FOODS - einem Geschäft im Industriegebiet, das Philip empfohlen worden war. Bei WORLD FOODS gibt es importierte Waren aus aller Welt, in Regalen, auf Paletten, zum Teil in Kühlräumen relativ unsortiert und nicht besonders ansprechend angeordnet. In Begleitung einer Verkäuferin gingen wir durch den lagerartigen Raum und staunten.
Es ist ja schon lustig: Vor allem ich bin noch gar nicht so lange hier. Wir sind in der Hauptstadt eines Landes gelandet, in der es fast alles gibt - und auch wenn wir bisher weder Risottoreis noch getrocknete Tomaten gefunden haben, lässt es sich hier doch sehr gut aushalten. Aber dann steht man in diesem Lager und denkt plötzlich: "ROTE GRÜTZE! Aus Bad Schwartau! Nach Holsteiner Traditionsrezept!" und es ist klar, man muss sie kaufen. Obwohl man in Deutschland ja eher selten rote Grütze gegessen hat. Und umgerechnet 4,60 € schon ein ordentlicher Preis ist für 500g. (Und die rote Grütze dann noch nicht mal so doll ist, da habe ich auch gekauft schon bessere gegessen ...)
Ansonsten haben wir noch mehrere Päckchen RUF-Hefe gekauft, zum Brotbacken. Frankfurter Würstchen. Tomatenmark aus Italien. Teekanne-Pfefferminztee, der nur auf Englisch beschriftet ist und offensichtlich nur für den Export produziert wird. (An Tees konnte ich hier bisher außer Schwarzem, Grünen und Roibusch-Tee nichts finden - manchmal ist ein Kräutertee aber ja gar nicht so verkehrt.) Deutschen Senf hatten wir tatsächlich schon neulich im Spar mitgenommen, da wir keinen anderen gefunden hatten (auch wenn es mir seltsam vorkam, hier Senf aus Jüterbog / Brandenburg einzukaufen). Den hätte es da auch noch gegeben. Chilenischen Wein und halbe Käselaibe haben wir liegen gelassen, auf Eiscremes und gefrorenes Fleisch verzichtet, eine größere Vielfalt an italienischen Nudelsorten und internationalen Gewürzen bestaunt sowie Gebäckmischungen aus Deutschland. Es war schon lustig, zu merken, wie plötzlich Bedürfnisse geweckt werden - und man fast gerührt ist, wenn man deutsche Produktnamen liest.
Wir gingen ohne getrocknete Tomaten und Risottoreis - auch ein WORLD FOODS ist nicht unfehlbar. Das Sortiment wechselt, sie haben längst nicht immer alles da. Diesen Laden werden wir sicher wieder einmal ansteuern!
Es ist ja schon lustig: Vor allem ich bin noch gar nicht so lange hier. Wir sind in der Hauptstadt eines Landes gelandet, in der es fast alles gibt - und auch wenn wir bisher weder Risottoreis noch getrocknete Tomaten gefunden haben, lässt es sich hier doch sehr gut aushalten. Aber dann steht man in diesem Lager und denkt plötzlich: "ROTE GRÜTZE! Aus Bad Schwartau! Nach Holsteiner Traditionsrezept!" und es ist klar, man muss sie kaufen. Obwohl man in Deutschland ja eher selten rote Grütze gegessen hat. Und umgerechnet 4,60 € schon ein ordentlicher Preis ist für 500g. (Und die rote Grütze dann noch nicht mal so doll ist, da habe ich auch gekauft schon bessere gegessen ...)
Ansonsten haben wir noch mehrere Päckchen RUF-Hefe gekauft, zum Brotbacken. Frankfurter Würstchen. Tomatenmark aus Italien. Teekanne-Pfefferminztee, der nur auf Englisch beschriftet ist und offensichtlich nur für den Export produziert wird. (An Tees konnte ich hier bisher außer Schwarzem, Grünen und Roibusch-Tee nichts finden - manchmal ist ein Kräutertee aber ja gar nicht so verkehrt.) Deutschen Senf hatten wir tatsächlich schon neulich im Spar mitgenommen, da wir keinen anderen gefunden hatten (auch wenn es mir seltsam vorkam, hier Senf aus Jüterbog / Brandenburg einzukaufen). Den hätte es da auch noch gegeben. Chilenischen Wein und halbe Käselaibe haben wir liegen gelassen, auf Eiscremes und gefrorenes Fleisch verzichtet, eine größere Vielfalt an italienischen Nudelsorten und internationalen Gewürzen bestaunt sowie Gebäckmischungen aus Deutschland. Es war schon lustig, zu merken, wie plötzlich Bedürfnisse geweckt werden - und man fast gerührt ist, wenn man deutsche Produktnamen liest.
Wir gingen ohne getrocknete Tomaten und Risottoreis - auch ein WORLD FOODS ist nicht unfehlbar. Das Sortiment wechselt, sie haben längst nicht immer alles da. Diesen Laden werden wir sicher wieder einmal ansteuern!
Freitag, 20. Mai 2016
Sauer macht lustig
Vor ca. zwei Wochen waren wir in einem netten Café und haben dort einen Banana Split-Eisbecher gegessen. Das Café ist eigentlich Teil eines Gartenbaumarkts / einer Baumschule, durch den wir anschließend noch spazierten. Wir hielten bei diversen Bäumen bzw. deren Setzlingen, wie z.B. einem Avocadobaum, verschiedenen Nussbäumen etc. Ein wenig haben wir herumgesponnen, wir dachten gleich daran, dass wir doch einen solchen Baum in unserem Garten pflanzen könnten. Ob aber die Bäume schnell genug wachsen würden, damit wir noch Früchte ernten könnten? Wohl eher nicht. So haben wir bis heute keinen Baum gepflanzt. (Heißt es nicht, man müsse als Mann einmal in seinem Leben einen Baum pflanzen?)
Diese Woche "entdeckten" wir an einem der Bäume in unserem Garten Früchte! Orangen, so langsam gelb werdend (eine lag schon am Boden). Wir haben also doch einen Obstbaum im Garten, wie toll! Walli sprach diese Woche mit unserem Gärtner Sam, um zu klären, wann die Orangen denn wohl reif würden.
Es stellte sich heraus, dass die Grapefruits bereits reif sind! Die Schale sei dieses Jahr etwas dicker, weil der Regen erst so spät kam. Vielleicht sind sie deshalb auch insgesamt etwas kleiner?
Drei Stück haben wir bisher gegessen, schön sauer - und sehr lecker.
Jetzt bleibt nur die Frage: Was machen wir mit all den Grapefruits? Wer kennt gute Grapefruit-Rezepte?
Diese Woche "entdeckten" wir an einem der Bäume in unserem Garten Früchte! Orangen, so langsam gelb werdend (eine lag schon am Boden). Wir haben also doch einen Obstbaum im Garten, wie toll! Walli sprach diese Woche mit unserem Gärtner Sam, um zu klären, wann die Orangen denn wohl reif würden.
Es stellte sich heraus, dass die Grapefruits bereits reif sind! Die Schale sei dieses Jahr etwas dicker, weil der Regen erst so spät kam. Vielleicht sind sie deshalb auch insgesamt etwas kleiner?
Drei Stück haben wir bisher gegessen, schön sauer - und sehr lecker.
Jetzt bleibt nur die Frage: Was machen wir mit all den Grapefruits? Wer kennt gute Grapefruit-Rezepte?
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