Von unserer privaten und der offiziellen Abschiedsparty haben wir ja bereits geschrieben. Und dann gab es noch weiteres Abschiednehmen: Wir gönnten uns noch einmal ein verlängertes Wochenende im Madikwe Game Reserve, einem tollen Park mit den "Big Five" gleich hinter der Grenze in Südafrika (Berichte von früheren Besuchen dort z.B. hier oder hier).
Ein befreundetes Ehepaar lud noch einmal uns und andere zu sich nach Hause ein, um uns zu verabschieden - auch eine sehr nette Geste.
Nachdem dann unser Hausrat abgeholt worden war und auch die letzte, offizielle Abschiedsparty stattgefunden hatte, blieb uns noch ein Wochenende, an dem einige Bekannte vorbeikamen, um die Möbel, die wir ihnen verkauft hatten, abzuholen. Am Ende des Wochenendes hatten wir schließlich weder Bett noch Kühlschrank im Haus und zogen für die zwei allerletzten Nächte ins Hotel. Ganz nett: Die Hotelübernachtungen hatten wir auf der GIZ-Weihnachtsfeier gewonnen. Die Gaboroner Hotels geben vor Weihnachten ein paar Gratisübernachtungen an gute Kunden ab, die wir als einzelne Mitarbeiter nicht annehmen dürften, und so wurden sie in einer Tombola auf der Weihnachtsfeier verlost. Walli und ich hatten das Glück, je eine Übernachtung für zwei Personen zu gewinnen; eine gab ich an meinen Projektfahrer ab, der sich eine solche Übernachtung nie leisten könnte, dafür bekamen wir eine Übernachtung von Freunden geschenkt, die ihren Gewinn nicht einlösen wollten.
Am vorletzten Wochenende in Gaborone besuchte Walli mit einer Freundin noch einmal den Markt, auf dem kaum Lebensmittel, aber viele Souvenirs und viel Kleinkram verkauft wird; an sich ein guter Ort, um Bekannte zu treffen, auch wenn diesmal nicht so viele Leute dort waren.
An unserem letzten Wochenende waren wir noch einmal mit unserem Gärtner Sam verabredet, der uns samstags seine Familie vorstellen wollte. Kurz vor der verabredeten Zeit rief er dann an und sagte, dass er kein Geld für das Minibus-Taxi hätte - so holte ich ihn und seine Tochter an einer Tankstelle ab, seine Frau musste arbeiten, als Sicherheitswächterin in einem Hotel. Die neunjährige Tochter Bridget lernte erstmals uns und unser Haus kennen und wirkte recht eingeschüchtert, aber dennoch begeistert über ein englischsprachiges Kinderbuch, das wir ihr schenkten. Als ich sie und ihren Vater anschließend nach Hause zurückfuhr, sah ich erstmals auch Sams Haus: Außergewöhnlich für einen Motswana hat er in seinem Vorgarten einen richtig grünen Garten angelegt - ein Gärtner eben!
Um an unserem Haushaltsauflösungswochenende auch noch einen kleinen Ausflug zu machen, fuhren wir nachmittags noch einmal zum gänzlich unprätentiösen Gaborone Yacht Club, der auf einer Insel im Stausee Gaborones liegt; ein schöner Ort für ein kühles Getränk an einem heißen Tag.
Am letzten vollen Tag in Gaborone wurde unser Haus morgens noch einmal von Patricia durchgeputzt. An unserem Schluckspecht wurden letzte Reparaturen durchgeführt, ich räumte noch ein wenig im Büro auf. Walli empfing zu Hause ein Technikteam unseres Internetproviders, das gekommen war, um die Antenne auf dem Dach abzubauen: Ein Mitarbeiter kletterte völlig ungesichert auf den Dachfirst und Walli fürchtete schon, doch noch ein botswanisches erstes Mal an diesem Tag zu erleben und einen Krankenwagen rufen zu müssen; zum Glück kam er aber heil wieder runter.
Nachmittags übergaben wir dann das Haus unseren Vermietern, die positiv überrascht waren, dass wir die durch Nägel entstandenen Löcher an den Wänden gestopft und übermalt hatten. Nach der Übergabe unserer treuen Autos an ihre neuen Besitzer gönnten wir uns noch einmal einen Sundowner und ein Abendessen im höchsten Restaurant der Stadt, oben auf einem der wenigen Hochhäuser gelegen, mit tollem Blick auf Gaborone und den Sonnenuntergang - und schließlich auf die Lichter der Stadt. (Von der benachbarten und mittlerweile geschlossenen Skylounge hatten wir schon einmal berichtet, von dort hatte man ähnlich schöne Blicke, aber in längst nicht so schönem Ambiente.) Ein würdiger letzter Abend.







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