Sonntag, 3. April 2016

Wasserversorgung

Die Wasserversorgung ist hier ein Thema. Das hängt sicherlich auch mit der nun schon jahrelang andauernden Dürre zusammen, aber es wäre wohl auch ohne diese ein Thema in einem trockenen Land wie Botswana.
Ein wichtiger Grund für die Wahl unseres Hauses war tatsächlich die Wasserversorgung, d.h. nicht nur die Wasserversorgung selbst, sondern vor allem die Tatsache, dass da ein Wassertank ist, der Wasser aus der Leitung speichert, für Zeiten, in denen Wasser rationiert wird. So haben wir also in einer Ecke unseres Vorgartens einen grünen Wassertank stehen, etwas versteckt hinter einer bewachsenen Wand:
Daneben steht noch eine Pumpe, die für den entsprechenden Wasserdruck sorgt, wenn es nötig ist. Im Loch davor befinden sich die Ventile:
Von rechts kommt das Wasser aus der Hauptleitung - und hat derzeit freie Bahn ins Haus. Wenn aus der Hauptleitung mal kein Wasser kommt (in meinen ersten Tagen im Haus ist das ein paar Mal vorgekommen), dann schließt man den Hahn an der geraden Leitung und öffnet Zu- und Abfluss zum Wassertank. Und schon gibt's wieder Wasser im Haus (zumindest solange noch Wasser im Tank ist).
Darüber hinaus gibt es auf dem Grundstück weitere 3 solcher Wassertanks und wohl auch eine Zisterne, in denen Regenwasser gesammelt wird. Da es bei meiner Ankunft ja endlich einigermaßen geregnet hat, sollte das gesammelte Regenwasser für ca. 6 Monate ausreichen für die Bewässerung des Gartens und das Auffüllen des Pools wurde mir gesagt. Und dann wäre es ja nicht mehr allzu lange hin bis zur nächsten Regenzeit. Schauen wir mal. Sonst müssen wir noch Wasser zum Gartengießen zukaufen.
Allein dass diese Wassertanks vorhanden sind, ist ein großer Mehrwert für das Haus, der wohl nicht selbstverständlich ist. Praktisch, dass wir solch ein Haus gefunden haben.
Nur der Wasserqualität können wir mindestens beim Wasser aus dem Tank leider nicht trauen, d.h. als Trinkwasser sollten wir es wohl nicht verwenden. Wasser lässt sich hier natürlich beliebig in Flaschen kaufen, was ich anfangs auch getan habe. Nun bin ich in der vergangenen Woche umgestiegen auf Wasser aus einem 25 l Kanister:

Solche Kanister haben wir auch bei der Arbeit stehen, man kauft sie einmal, kann sie dann aber beliebig austauschen/nachfüllen lassen. Das erschien mir doch etwas umweltfreundlicher und praktischer auf Dauer als 1-Liter Plastikflaschen. Ist doch fast wie Bier aus dem Fass, oder? Prost!

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