In meinem letzten Job war ich Dienstleister, zumindest ein interner Dienstleister. Projekte konnten mich anfragen, ich habe geliefert, die Projekte haben per interner Verrechnung für meine Dienste gezahlt (leider nicht in cash an mich direkt...).
Nun habe ich einen neuen Job. Ich bin Chef. Das ist, nun ja, doch eine Umgewöhnung. Ich kann Weisung geben. Ich brauche nicht mehr nachzufragen, "ob das so ok ist". Ich kann entscheiden. Durchaus interessant auch, wenn die Mitarbeiter mir sagen "Wir richten uns nach Dir." Daran kann ich mich gewöhnen.
Ich übe derzeit auch meine Autogramme. Ständig darf ich unterschreiben. Wenn ich mal in einer Besprechung war, gehe ich schon fast automatisch bei meinen Verwaltungsmitarbeiterinnen vorbei und frage, was es zu unterschreiben gibt. Eigentlich sollte ich das ja nicht machen. Ich sollte mich wohl einfach in mein Büro setzen und warten, bis sie vorbeikommen und mich um mein Autogramm bitten - aber noch unterschreibe ich gerne. Das ändert sich vielleicht dann mal, wenn mir meine Mitarbeiter eine Bestellung für 1000 Radiergummis zur Unterschrift unterjubeln - bisher ist das aber noch nicht geschehen, zum Glück.
Was ich vielleicht als nächstes mal machen sollte: einen sogenannten Arbeitsauftrag an die Ex-Kollegen in Eschborn geben. Sie sind ja weiterhin interne Dienstleister. Und können mich dann fragen, "ob das so ok ist". Interessant wird es dann, wenn sie kommen, um meine Arbeit hier zu evaluieren...
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