Ich bin in Gaborone! Mein letzter Tag in Deutschland ist mit wahnsinniger Geschwindigkeit verflogen, er endete mit einem Grüne Soße-Abschiedsessen im Büro, dann brachten mich vier Kolleginnen zum Flughafen - wir waren quasi gerade genug, um mein Gepäck mit der S-Bahn zu transportieren. Dass ich meine Sachen überhaupt halbwegs mitbekommen habe, verdanke ich einer anderen Kollegen, die sehr verdienstvoll einen Reißverschluss aus einem Koffer rausgeschnitten hat, so dass ich noch etwas mehr Platz hatte ... also, alle haben sich wahnsinnig lieb um mich gekümmert, und das war auch nötig, ich stand doch ziemlich neben mir. Und außerdem ist es so schön, wenn einem am Flughafen jemand hinterherwinkt!
Tja, und dann saß ich im Flugzeug, aß, schaute die Kerkeling-Verfilmung "Ich bin dann mal weg" (der Titel sprach mich spontan an) und schlief - und war nach dem Aufwachen auch fast schon in Johannesburg. Dort wurde leider mein 11:55h-Weiterflug nach Gaborone gecancelt - und zwar im letzten Moment, wir saßen schon alle im Flugzeug - aber wir ca. 20-30 Passagiere passten alle noch in den 14:30h-Flieger, so dass das verschmerzbar war. In Gaborone dann Einreise, Zollkontrolle - und dann war ich da! Und Philip erwartete mich und das war natürlich sehr schön. Das Wettrennen mit dem Container habe ich übrigens gewonnen.
Und wie war jetzt das erste Wochenende? Das kann ich noch gar nicht so richtig beschreiben. Es ist großartig, Philip wieder in die Arme schließen zu können. Unser Haus ist sehr schön. Und riesig. Und leer. Und die Sicherheitsvorkehrungen schüchtern mich ein winziges bißchen ein. Wir waren am Freitag- und Samstagabend ganz toll essen und heute quasi auf Safari, in einem Naturreservat nahe Gaborone - das fühlte sich jeweils an wie Urlaub. Unser Pool fühlt sich auch an wie Urlaub. Das große leere Haus fühlt sich vor allem noch ungewohnt an. Die Geräusche sind ungewohnt. Die Shopping Malls sind anders, aber doch nicht so fremd. Auf den ersten Blick bekommt man hier alles - von glutenfreien Spaghetti bis Pedigree-Hundefutter.
Das Wetter ist Urlaubswetter - sonnig-warm. Aber kurz nach 18 Uhr wird es dunkel, und dann ist es richtig dunkel. Man sieht im Garten einen tollen Sternenhimmel.
Tja, und ab morgen wird es sich noch etwas weniger wie Urlaub anfühlen - da muss Philip nämlich wieder arbeiten. Und ich werde mich weiter akklimatsieren. Heute wurde ich gefragt, ob ich mir diese Woche dann einen Job suche. Das beantworte ich mit einem klaren nein (bin aber voller Bewunderung für jeden, der das in einem ihm unbekannten afrikanischen Land nach dem Ankunftswochenende in Angriff nimmt ;-)). Ich halte Euch auf dem Laufenden.
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