Montag, 11. April 2016

Hallo Welt!

Dies ist der erste Blogeintrag, den ich aus unserem neuen zuhause schreibe!
Oder anders gesagt: Seit heute haben wir Internet-Anschluss zu Hause!
Das ist doch wirklich ein Fortschritt - und ich freue mich mächtig darüber. Wie also erhält man einen Internet-Anschluss in Botswana?
Nun, Internetprovider und Botswana lässt sich tatsächlich googeln und man erfährt so schon etwas über verschiedene Anbieter. Allerdings sollte man nicht erwarten, dass a) ein Internetprovider überhaupt eine eigene Internetseite hat und b) dass diese auch aktuell ist und c) dass diese Informationen zu verschieden schnellen Internetanschlüssen und deren Preise enthält. Von unserem Vermieter erfuhr ich, dass die Vormieterin bei einer Firma namens VBN ihren Internetanschluss hatte. Also dachte ich mir, höre ich dort mal nach. Die Internet-Seite ist schnell gefunden, die Seite war nur so halb aussagekräftig, das Büro laut Internetseite in der Nähe des meines Büros. Also bin ich dorthin gefahren. Die Fassade des Gebäudes hatte das Logo des Internetproviders, aber um 17 Uhr machte niemand mehr die Türe auf. Ein wenig später kam ich dort tagsüber vorbei, wieder war niemand da. Nebenan erzähle man mir dann, dass sie umgezogen seien, schon vor einiger Zeit. Ok. Immerhin reagierten sie später auch mal auf emails.
Bei anderen Internet-Providern fuhr ich vorbei bzw. schrieb ich emails (letzteres ohne eine Antwort zu erhalten). Letztlich entschied ich mich aber doch für den Internet-Provider der Vormieterin, denn immerhin ist das Equipment bereits installiert und das Angebot ist auch brauchbar. Genutzt wird hier nicht, wie i.d.R. in Deutschland, eine Telefon (DSL)- oder Glaskabelverbindung, sondern eine Richtfunkverbindung. Dafür muss eine Antenne auf dem Dach installiert werden.
Der Vertrieb von VBN antwortete zuverlässig, und ich wollte gleich eine besonders schnelle Verbindung. Mit 6 Mbit/sek. sollten wir künftig eine Internetleitung haben, die genauso schnell ist, wie in unserer Frankfurter Wohnung. Dafür werden wir hier das ca. 4-fache wie in Frankfurt zahlen müssen, denn diese Verbindung gilt hier als wahnsinnig schnell ("Wofür wollen Sie denn das?"). In Deutschland gilt diese Verbindung wohl mittlerweile eher als langsam. Ich möchte aber vernünftig Skype bzw. Internettelefonie nutzen können, vielleicht auch mal etwas in einer Mediathek anschauen können etc. Was hier auch noch anders als in Deutschland: Unser monatliches Datenvolumen ist begrenzt, d.h. wir werden hier kein Internet-Café eröffnen können (hatten das aber auch nicht vor) - für unseren Alltagsgebrauch sollte es dennoch ausreichen. Und: Möglicherweise ist das Internet tagsüber nicht so schnell wie abends; tagsüber hat geschäftlicher Internetverkehr vorrang, abends privater. Mit der gewählten Geschwindigkeit sollten wir aber auch tagsüber akzeptabel surfen und skypen können.
Die Installation sollte innerhalb von 5-6 Tagen nach Vertragsabschluss erfolgen. Als ich nach Ablauf dieser Frist noch nichts gehört hatte, fragte ich noch einmal nach - und bekam für den heutigen Tag einen Termin (nur knapp eine halbe Woche später). Um 14:30 Uhr sollten sie da sein, ich erhielt immerhin kurz vorher eine mail, dass sie sich 1,5 Stunden verspäten würden. Wie ich die mail ohne Internetanschluss lesen sollte, bin ich mir auch nicht sicher... aber ich hatte ja ein Smartphone. Nach 2 Stunden fuhr ich doch mal wieder ins Büro, nur um wenig später einen Anruf zu erhalten, dass sie nun vor der Tür stünden. Um 17:30 waren sie da, sehr freundlich - die alten Geräte konnten genutzt werden, die Installation ist so schnell erfolgt. Hallo Welt!
(ok, die Geschwindigkeit ist derzeit noch nicht ganz so schnell wie bestellt, das soll noch geändert werden. Vielleicht schaffen sie das ja morgen, ich bin optimistisch.)

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