Mittwoch, 20. April 2016

With a little help from my colleagues and my friends and my family ...

Die Fastenzeit ist fast vorbei! Die reguläre vor Ostern natürlich schon länger. Normalerweise halte ich es immer durch, währenddessen gänzlich auf Süßigkeiten zu verzichten. Dieses Jahr nicht - die ersten Wochen liefen noch wie immer, aber kurz vor dem Umzug / Auszug aus unserer Wohnung habe ich dann kapituliert. Man muss auch seine Grenzen kennen ...
Als ich dann ein paar Tage vor seiner Abreise nachrechnete, wie lange Philip und ich genau getrennt wären, war ich verblüfft: 40 Tage! Das ist die Dauer der Fastenzeit. Ich habe also quasi Philip gefastet - da verzichte ich doch viel lieber auf Schokolade... Aber diese Trennung mussten wir nun aushalten. Und weil wir fast jeden Tag telefonieren konnten, ging das - aber nur so gerade.
Wie übersteht man so eine Fastenzeit? With a little help ... und die hatte ich, von allen Seiten. Vor allem täglich von den Kollegen und meiner Chefin, die mir mein Leben im Büro so leicht wie möglich gemacht haben. Ich hatte mehr Wäschewasch- und Fernseher-Angebote, als ich nutzen konnte, mir wurde Frühstück mitgebracht, unser Container wurde übers Internet mitverfolgt und wenn ich mal nicht gut drauf war, gestresst, unsicher, sonstwas, wurde auch das aufgefangen. Wenn meine Kollegen nicht so großartig wären, wären die fünfeinhalb Wochen wesentlich zäher geworden.
Meine Freundinnen sind auch großartig. Ich habe fast alle nochmal treffen können und wie es plötzlich - außerhalb der Buchmesse! - möglich ist, vielbeschäftigte Menschen aus Karlsruhe, Baden-Baden, Hamburg und Wiesbaden zum selben Zeitpunkt in einem Frankfurter Café zu versammeln, hat mich erstaunt und begeistert. Ich bekam Familienanschluss, war nochmal im Palmengarten, bei einer Lesung, mehrmals im Kino, Abendessen etc. und hatte kein einziges einsames Wochenende in Frankfurt. Im Gegenteil, ich hab's noch nicht mal geschafft, in die MIRÓ-Ausstellung in der Schirn zu gehen und aus Zeitmangel bereits einen Wellness- und einen Kinogutschein weiterverschenkt. Freizeitstress - nur größtenteils ohne Stress.
Und dann meine Familie. Ich spar mir hier die Details, das ist ja keine Oscar-Rede ... Aber ich bin ganz dankbar und gerührt, wie alle Anteil genommen und sich auf ihre eigene Art um mich gekümmert haben.

Durch das alles habe ich diese Fastenzeit so gut wie möglich überstanden. Sie dauerte übrigens quasi eine Magnolienblüte lang. Hinter dem Büro steht ein Magnolienbaum, der bei Philips Abreise ganz langsam anfing, die ein oder andere Blüte zu öffnen ... jetzt sind die meisten Blüten verblüht und abgefallen. Time to say goodbye.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen