Donnerstag, 23. März 2017

Kgale Hill revisited und Entfernungen in alle Welt

Ein paar Mal waren wir ja schon oben auf dem Kgale Hill, unserem Hausberg. Eigentlich, war uns gesagt worden, steige man da im Sommer nicht hoch, weil es einfach zu heiß sei. Nun hat es in diesem Sommer so viel geregnet, dass wir derzeit gar nicht die ganz heißen Temperaturen haben - und wir uns so kürzlich sogar am späteren Vormittag trauen konnten, dort hochzukraxeln. Der Hauptgrund, weshalb wir das machen wollten, war tatsächlich, die Auswirkungen der intensiven Regenzeit zu bewundern. Und das ging schon auf dem Weg nach oben los: Die Büsche am Wegrand waren ganz grün, die Vegetation viel dichter - einmal fanden wir aufgrund all der Pflanzen und Gräser auf einem kleinen Stück den Weg nicht mehr, verstiegen uns an einer steilen Stelle, fanden dann aber doch recht schnell zurück auf unsere Route. Und: Wir hatten viel mehr Schatten als auf unseren früheren Touren auf den Kgale Hill, dank der Blätter an den Bäumen.

Der Blick von oben auf das grüne Gaborone hat sich gelohnt - vor allem auf den nun komplett gefüllten Stausee Gaborone Dam. Und der war in der Tat beeindruckend anzusehen:


Auf der etwas größeren Insel in der Mitte ist übrigens der Gaborone Yacht Club, derzeit nicht erreichbar, da das Wasser die Straße dorthin, die auf einem Damm liegt, überspült hat.
Zum Vergleich hier ein Bild von unserem ersten Ausflug auf den Kgale Hill im Juli 2016 aus halbwegs ähnlicher Perspektive - damals war der Wasserstand bei ca. 15% seiner Kapazität:


Außerdem habe ich auf dem Kgale Hill noch eine Lektion in Sachen Geographie erhalten. Zusätzlich zu dem Entfernungsschild nach Peking ist dort neuerdings auch ein Schild nach Dakar (aufgrund eines botswanischen Teilnehmers an der Rallye Dakar):


Für mich war auffällig, dass der Entfernungsunterschied zwischen der Distanz nach Peking (China, immerhin am anderen Ende Asiens, 11800 km) und der Distanz nach Dakar (Senegal, ganz im Westen immerhin des gleichen Kontinents, 9200 km) gerade einmal 2500 km beträgt. Das zeigt doch wieder einmal, wie groß der afrikanische Kontinent ist (und wie verzerrt klein er offenbar auf den gängigen Karten dargestellt wird).
Zurück zu Hause habe ich mal noch ein paar weitere Entfernungen nachgeschaut, um mal einen Eindruck zu bekommen:
Gaborone - Frankfurt: 8500 km
Frankfurt - Peking: 7800 km
Frankfurt - Dakar: 4600 km.

Wir sind hier doch ganz schön weit weg von Deutschland. Und Afrika ist sehr sehr groß.

1 Kommentar:

  1. Kürzlich habe ich zufällig einen Artikel über die (vermeintlich?) verzerrte Darstellung in den gebräuchlichen Atlanten gelesen - eigentlich ging es darum, dass in Boston wohl nun eine andere Projektion in den Schulen eingeführt wurde: https://www.theguardian.com/education/2017/mar/19/boston-public-schools-world-map-mercator-peters-projection

    Die Diskussion in den Kommentaren zum Artikel lässt darauf schließen, dass die bisher vorherrschende Projektion nicht allein einer "Weltanschauung" geschuldet ist - aber wie dem auch sei, ich fand das Thema der unterschiedlichen Projektionen durchaus spannend und nachdenkenswert! LG, Eva M.

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