Gestern Abend sind wir aus unserem ersten größeren Urlaub in der neuen Heimat nach Gaborone zurückgekehrt. Wir waren 10 Tage im Norden Botswanas. Berichte werden hier folgen!
Womit verbringen wir also den heutigen Sonntag? Klar, Fotos sichten und sortieren (das wird uns wohl noch ein paar Tage in Beschlag nehmen, der Paparazzi-Modus hat öfters zugeschlagen). Und Auto waschen (lassen) - eine Wochenendbeschäftigung nicht nur in Deutschland! Nach 2242 km Fahrt (der Großteil davon jeweils Hin- und Rückfahrt) und ein paar dieser Kilometer auf unbefestigter Straße beschloss ich, dass ich mich mit dem dreckigen Auto besser nicht morgen auf der Arbeit blicken lassen sollte. Dort bin ich den Sicherheitsleuten schon öfters wegen des schmutzigen Wagens aufgefallen...
Also fuhr ich heute Mittag in die Waschanlage. Ja, richtig, so etwas gibt es hier. Autowäsche auf dem eigenen Hof ist nur mit Eimer und Lappen erlaubt (Wasser sparen!), aber an der Autowaschanlage neben dem Shoppingcenter Game City haben sie noch eine andere Technik. Es ist keine automatisierte Waschanlage wie in Deutschland - Arbeitskraft ist hier offenbar noch günstiger als Kapital.
In einem Gebäude, das von außen an eine Autowaschanlage in Deutschland erinnert, wird das Auto erst einmal mit dem Hochdruckreiniger abgeduscht. Das Brauchwasser wird aufgefangen und recycelt. Mit Lappen und Eimer wird das Auto dann manuell eingeseift - bis die andere Seite fertig eingeseift ist, ist die Seife auf der ersten Seite schon wieder getrocknet. Anschließend wird das Auto noch einmal mit dem Hochdruckreiniger abgeduscht. Dann fährt man hinaus, unter eine Überdachung, und das Auto wird mit einem Lappen abgewischt, inkl. der offenen Türen. Innen bekam das Auto auch noch einen feuchten Lappen zu spüren, sowie einen Staubsauger. Ich bekam vor der ersten Wäsche eine Zeitung zu lesen, ging zwischendurch einkaufen, kam wieder, las noch etwas - so eine Autowäsche dauert doch etwas länger, eben eine Sonntagsbeschäftigung. Immerhin: Walli hatte noch keine Vermisstenanzeige aufgegeben, bis ich zurückkam. Dafür fragte sie mich tatsächlich, ob ich am Ende das richtige Auto mitgenommen hätte - so sauber hatten wir es länger nicht gesehen...
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