Sonntag, 4. Februar 2018

Safari mit Frack

Wir haben Bekannte hier, die waren quasi noch gar nicht außerhalb von Gaborone unterwegs, weil man ja eh "nur" Safari machen könne, und das hätten sie schon bei ihrer letzten "Station", in Kenia, zur Genüge getan. So ganz können wir diese Haltung nicht nachvollziehen, denn wilde Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten ist für uns einfach faszinierend und jedes Mal anders.
Dennoch haben auch wir jüngst beschlossen, dass wir doch mal andere Tiere beobachten könnten. Und so führte uns letztes Wochenende unsere jüngste Safari in die Nähe von Kapstadt, zu einer Kolonie von Pinguinen. An einer Bucht am Strand leben dort ca. 2.000 afrikanische Pinguine. Für uns hatten sie sich extra in einen Frack geworfen!


Auf Holzstegen ging es durch die kleinen Dünen hinunter zum Pinguin-Strand, wo man sie von einer Plattform aus beobachten konnte. Schon von dem Bohlenweg aus sah man einige Tiere herumwatscheln, und vermutlich verstand ich erst in diesem Augenblick, was der Begriff des Watschelns eigentlich meint.


Am Strand selbst waren die Pinguine dann in Massen anzutreffen, manche liegend, andere stehend. Einige offenbar gerade in der Mauser, d.h. mit vielen sichtbaren Federn. 21 Tage dauert die Mauser, in der Zeit können die Pinguine nicht ins Wasser und keine Nahrung aufnehmen. Viele Pinguine waren als nebeneinanderstehende Pärchen zu erkennen (sie bleiben ihrem Partner wohl ein Leben lang treu), manche pflegten sich gegenseitig das Fell.


Auch federreiche Jungtiere waren zu sehen. Manche Pinguine watschelten gerade ins Wasser, ließen sich dann in die Brandung plumpsen und schwammen los, andere ließen sich von den Wellen an den Strand treiben, standen auf und watschelten ins Trockene.


Tierbeobachtung einmal anders - und durchaus auch eine faszinierende Safari!

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