Ein wenig Pech hatten wir schon seit unserer Rückkehr nach Botswana. Am Morgen nach unserer Ankunft erfuhren wir, dass das Dachzelt, das wir mündlich vereinbart bereits gekauft hatten, nun doch an jemand anderen weitergegeben worden war (was uns besonders ärgerte: wir erfuhren davon, als wir einen Übergabetermin vereinbaren wollten). Also fuhren wir am darauf folgenden Samstag nach Rustenburg in Südafrika, inkl. Grenzübergang eine Fahrtzeit von vier Stunden (je Richtung). Dort hatten wir die Adressen von zwei Safari-Ausrüstern und hofften, bei ihnen Dachgepäckträger und Dachzelt zu erhalten. Den einen, von einer Kollegin empfohlenen Ausrüster fanden wir gar nicht erst. Den anderen entdeckten wir zwar im zweiten Anlauf nach längerem Suchen, doch dort hatte man leider keine Zeit, einen Dachgepäckträger bei uns zu montieren - das sei auch eine Sache von mindestens drei bis vier Stunden (weil für unseren Autotyp wohl nicht ganz gängig). Oh well, da ging unsere Pechsträhne wohl einfach weiter. Kleinere Einkäufe machten wir trotzdem, wie z.B. einen 20 Liter Benzinkanister (nicht nur aufgrund des besseren Wechselkurses, sondern vermutlich auch aufgrund der Transportkosten ist in Südafrika fast alles deutlich günstiger). Am Abend trafen wir uns in Gaborone mit der Reisecrew unseres nächsten geplanten Ausflugs und erfuhren dabei, dass wir wohl mind. 600 km ohne Tankstelle und in sandigem Gelände (Mehrverbrauch) auskommen müssen. Mit unserem Schluckspecht könnte das etwas knapp werden, selbst mit dem neu gekauften Benzinkanister. So kaufte Walli diese Woche also noch zwei weitere Benzinkanister in Gaborone. Unser Auto wird somit ein rollendes Benzinlager. Wie gut, dass ich in meinem Job bei Shell vor vielen Jahren gelernt habe, dass Schmierstoffe in aller Regel nicht leicht entzündlich sind - ach Moment, wir reden hier ja von Benzin ...
Bei unserem geplanten Campingausflug am kommenden Wochenende werden wir also wohl leider nicht in einem Dachzelt übernachten können, sondern in einem geliehenen Bodenzelt. Ganz konventionell also. Die Campingplätze, auf denen wir sein werden, sind dafür bekannt, dass Löwen und Hyänen nachts gerne vorbei kommen. Sie sind an Menschen in geschlossenen Zelten aber wohl meist nicht interessiert. Erinnert sich noch jemand an das Video von den Löwen, die morgens den Tau von der Zeltplane leckten, über das wir letztes Jahr mal berichtet haben? Genau, auf dem Campingplatz werden wir nächstes Wochenende sein. Mal schauen, ob wir das Video nachstellen können ... Wir reden uns jedenfalls gerade ein, dass mein Chef, der bei dem Ausflug dabei sein wird (im Gegensatz zu uns mit Dachzelt), eigentlich kein Interesse daran haben kann, dass ich zu Löwenfutter werde, daher wird schon alles gut gehen - und irgendwann wird unsere Pechsträhne doch hoffentlich enden. Ansonsten wird das hier wohl unser letzter Blogeintrag. Ihr seid also quasi fast live dabei. Bis (hoffentlich) bald!
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