W: Ich könnte auch das Thema Weihnachtsdeko nehmen! Dann kannst Du über die Gewitter schreiben.
P: Nö, schreib Du ruhig darüber – wobei mir ein Rätsel ist, wie man über Gewitter schreiben will, wenn man sie immer verschläft …
Ich habe tatsächlich einen recht guten Schlaf und zumindest das zweite Gewitter daher mehr oder weniger ignoriert. Obwohl es schon schwer ist, allein den Regen zu verschlafen: Unser Haus hat ja ein ungedämmtes Wellblechdach, auch Vögel hört man ziemlich lautstark darauf rumhopsen – ein starker Regen macht ein Gespräch in normaler Lautstärke schwierig.
Trotz guten Schlafes hatte ich dann keinerlei Chancen, das dritte Gewitter zu verpassen, das diese Nacht über uns hereinbrach. Geweckt wurden wir ungefähr zeitgleich gegen halbfünf von einem nicht allzu nah grollenden Donner, aber einige Minuten später war das Unwetter offensichtlich über uns: Es blitzte ständig, donnerte immer wieder und Regen und Hagel trommelten auf unser Dach. Wir drehten eine Runde durchs Haus, um alle Stecker rauszuziehen und konnten dank der ständigen Blitze problemlos sehen, ohne das Licht einzuschalten. Der Regen peitschte über die (überdachte!) Terrasse. Ich habe mich den Naturgewalten selten so ausgesetzt gefühlt – und das in einem Haus! Es war das heftigste Gewitter, das ich je erlebt habe und das erste, das mir zeitweise wirklich Angst eingeflößt hat. Nach einer guten Viertelstunde zog es dann langsam weiter, Blitze, Donner und Regen ließen nach und der Hagel hörte auf.
Heute Morgen klingelte schon vor unserer ersten Schadensbegutachtung der Nachbar, in dessen Garten ein riesiger Baum umgestürzt war – der Baum, auf den mich gerade gestern unser Gärtner aufmerksam gemacht hatte, weil der wohl tot sei. Er ist auf den Pickup des Nachbarn gefallen und hat Teile des Zauns zwischen unseren Grundstücken eingerissen. Unser Elektrozaum ist erstmal hin. Im Garten lagen morgens noch Hagelkörner, was bei ungefähr 20 Grad Außentemperatur dreieinhalb Stunden später schon ein Phänomen ist. Außerdem runtergerissene Zweige, Blüten, Blätter, ein toter Vogel – es sah ein bisschen aus wie auf einem Schlachtfeld. Das ist also die Regenzeit!
Dass sie von heftigen Gewittern begleitet wird, hatten wir schon gehört. Nachdem sie in der letzten Saison erst im Januar begann und erst im März viel Regen brachte, sind alle glücklich, dass es nun offensichtlich wieder mehr Regen geben wird. Unsere Regentonnen sind nach den letzten drei Nächten gut gefüllt. Das Gleiche gilt für unseren Pool, von dem wir seit ein paar Wochen befürchten, dass er ein Leck hat. Ich habe diese Woche eigentlich eine Messreihe gestartet, wir wollten durch morgendliche und abendliche Messung des Wasserstandes rausfinden, wie viel Wasser in der täglichen Hitze verdunstet und ob das auch eine Erklärung sein könnte … die Messungen kann ich wohl erstmal vergessen.
Seit meiner Ankunft gab es erst drei richtige Regenfälle – Mitte Mai, Mitte Juni und Mitte Juli, und mindestens die letzteren zwei waren inmitten der Trockenzeit sehr untypisch. Wie sagte unser Gärtner gestern zufrieden? „All the plants and trees are looking so happy now!“ Das ist die meisten Gewitterfolgen wohl wert, inklusive Strom- und Internetausfälle (letztere an jedem der drei vergangenen Morgende für mehrere Stunden, sowohl zu Hause als auch bei Philip im Büro). Unser Nachbar mit seinem kaputten Pickup mag das verständlicherweise gerade anders sehen.
Trotz guten Schlafes hatte ich dann keinerlei Chancen, das dritte Gewitter zu verpassen, das diese Nacht über uns hereinbrach. Geweckt wurden wir ungefähr zeitgleich gegen halbfünf von einem nicht allzu nah grollenden Donner, aber einige Minuten später war das Unwetter offensichtlich über uns: Es blitzte ständig, donnerte immer wieder und Regen und Hagel trommelten auf unser Dach. Wir drehten eine Runde durchs Haus, um alle Stecker rauszuziehen und konnten dank der ständigen Blitze problemlos sehen, ohne das Licht einzuschalten. Der Regen peitschte über die (überdachte!) Terrasse. Ich habe mich den Naturgewalten selten so ausgesetzt gefühlt – und das in einem Haus! Es war das heftigste Gewitter, das ich je erlebt habe und das erste, das mir zeitweise wirklich Angst eingeflößt hat. Nach einer guten Viertelstunde zog es dann langsam weiter, Blitze, Donner und Regen ließen nach und der Hagel hörte auf.
Heute Morgen klingelte schon vor unserer ersten Schadensbegutachtung der Nachbar, in dessen Garten ein riesiger Baum umgestürzt war – der Baum, auf den mich gerade gestern unser Gärtner aufmerksam gemacht hatte, weil der wohl tot sei. Er ist auf den Pickup des Nachbarn gefallen und hat Teile des Zauns zwischen unseren Grundstücken eingerissen. Unser Elektrozaum ist erstmal hin. Im Garten lagen morgens noch Hagelkörner, was bei ungefähr 20 Grad Außentemperatur dreieinhalb Stunden später schon ein Phänomen ist. Außerdem runtergerissene Zweige, Blüten, Blätter, ein toter Vogel – es sah ein bisschen aus wie auf einem Schlachtfeld. Das ist also die Regenzeit!
Dass sie von heftigen Gewittern begleitet wird, hatten wir schon gehört. Nachdem sie in der letzten Saison erst im Januar begann und erst im März viel Regen brachte, sind alle glücklich, dass es nun offensichtlich wieder mehr Regen geben wird. Unsere Regentonnen sind nach den letzten drei Nächten gut gefüllt. Das Gleiche gilt für unseren Pool, von dem wir seit ein paar Wochen befürchten, dass er ein Leck hat. Ich habe diese Woche eigentlich eine Messreihe gestartet, wir wollten durch morgendliche und abendliche Messung des Wasserstandes rausfinden, wie viel Wasser in der täglichen Hitze verdunstet und ob das auch eine Erklärung sein könnte … die Messungen kann ich wohl erstmal vergessen.
Seit meiner Ankunft gab es erst drei richtige Regenfälle – Mitte Mai, Mitte Juni und Mitte Juli, und mindestens die letzteren zwei waren inmitten der Trockenzeit sehr untypisch. Wie sagte unser Gärtner gestern zufrieden? „All the plants and trees are looking so happy now!“ Das ist die meisten Gewitterfolgen wohl wert, inklusive Strom- und Internetausfälle (letztere an jedem der drei vergangenen Morgende für mehrere Stunden, sowohl zu Hause als auch bei Philip im Büro). Unser Nachbar mit seinem kaputten Pickup mag das verständlicherweise gerade anders sehen.
Schon bei Asterix heißt es „Auf Regen folgt Sonnenschein“
und genau das ist heute Morgen wieder der Fall gewesen. Regenzeit hin oder her:
„Schmuddelwetter“ gibt es hier eigentlich nicht. Auch an den letzten Tagen kam
die Sonne immer wieder raus, wir sind zwar momentan von den über 30 Grad der
letzten Woche weit entfernt, was aber ganz angenehm ist. Bekannte, die die
letzte Regenzeit hier ebenfalls mitgemacht haben, haben uns schon
Schauergeschichten erzählt: Wie es nach Gewittern wieder wahnsinnig heiß wurde,
Klimaanlagen, Kühlschränke etc. aber stundenlang wegen Stromausfalls nicht
funktionierten – manchmal wird wohl sogar das Wasser abgestellt. Unsere
Nachbarin erzählte, dass alleine das ein Grund für eine Fitnessstudio-Anmeldung
sei: In der letzten Saison sei sie da ab und an hingefahren, um zu duschen und
sich ein bisschen im Klimatisierten aufhalten zu können – da es am anderen Ende
der Stadt liegt, stehen die Chancen wohl nicht schlecht, dass Strom, Internet
und Wasser dort funktionieren, wenn bei uns alles abgeschaltet ist.
Mal schauen, was die Regenzeit noch bringt! Während ich diesen Blogbeitrag fertigstelle, ist bereits das nächste Gewitter heraufgezogen ...
Mal schauen, was die Regenzeit noch bringt! Während ich diesen Blogbeitrag fertigstelle, ist bereits das nächste Gewitter heraufgezogen ...
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