Mittwoch, 6. Juni 2018

Vitamin D gesucht

"Vitamin B" kann mir helfen, eine spannende Stelle in Deutschland zu finden. Doch nun wurde mir bescheinigt, dass ich auch noch Vitamin D brauche. Das generiert der Körper insbesondere aus Sonnenlicht.
Einen solchen Vitamin D-Mangel fand ich zunächst einigermaßen überraschend: Botswana ist doch ein Land, in dem quasi an 365 Tagen im Jahr die Sonne zu sehen ist. Da sollte man ja denken, dass ich genügend Sonnenlicht abbekomme. Unter der Woche bin ich allerdings tagsüber im Büro und bekomme von der Sonne kaum etwas mit. Ich lege selten Strecken zu Fuß zurück, teils aus Sicherheitsgründen, teils weil die Distanzen zu weit sind und zu einem großen Teil auch weil es einfach keine Fußgängerwege gibt. Und am Wochenende oder im Urlaub versuchte ich bisher eigentlich, die Sonne zu vermeiden oder zumindest Sonnencreme zu verwenden. Denn die UV-Strahlung - und damit die Sonnenbrandgefahr - ist hier sehr hoch. Und so bin ich insgesamt kaum dem Sonnenlicht ausgesetzt.
Nun soll ich also eine Zeitlang Vitamin D-Pillen schlucken. Kein Problem, dachte ich. Mittlerweile war ich in drei verschiedenen Apotheken hier und musste feststellen, dass es doch eines ist: Man kennt zwar den Wirkstoff fast überall, aber besorgen kann ihn mir niemand. Vitamin D mag nicht das kritischste aller Medikamente sein, aber wenn sie schon so etwas nicht bestellen können, wie mag dann erst die Versorgungslage mit wichtigeren Medikamenten aussehen? Ich werde nun wohl versuchen, mir Tabletten aus Deutschland zu besorgen. Vielleicht finde ich demnächst ja eine/n Kolleg/in, der/die/das nach Botswana reist und sie mir mitbringen kann.  Oder eine/r von Euch kommt uns besuchen?
In der Zwischenzeit versuche ich es mit kleinen Maßnahmen. Mal ein paar Minuten auf der Sonnenliege in der Sonne liegen - ohne Sonnencreme. Oder - wie kürzlich an einem Sonntag - Verlagerung der Frühstücks von der überdachten Terrasse in die Sonne.



Da wir nun Winter haben, ist die Sonneneinstrahlung glücklicherweise nicht ganz so stark, und zumindest in den Morgen- und Nachmittagsstunden ist es in der Sonne auch nicht so heiß.
Mal schauen, ob ich in meinem nächsten Blogeintrag dann von meinem Sonnenbrand erzähle...

P.S.: Bisher mussten wir das Frühstück im Garten übrigens noch nicht mit den Pavianen teilen

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