Vor vier Tagen sind wir wieder in Gaborone angekommen. Erst verbrachten wir an dem kleinen Flughafen noch ungewöhnlich viel Zeit (zunächst ließ das Gepäck ewig auf sich warten, dann kontrollierte der Zoll penibel jeden einzelnen Fluggast, der angegeben hatte, "nothing to declare" zu haben. Sie sind hier generell nicht begeistert von der Einfuhr von Neuware ...). Aber dann waren wir wieder zu Hause, und da war erfreulicherweise alles okay. Der Garten schien etwas ausgetrocknet (unser Gärtner hatte Urlaub) und im Haus lag einiges an Sand/Schmutz - speziell vor dem Kamin sah es aus, als hätte der Weihnachtsmann versucht, durchzurutschen: zwei, drei Quadratmeter waren von schwarzem Staub bedeckt. Offensichtlich hat es hier im Dezember etwas gestürmt. Unsere Nachbarin warnte uns per SMS, dass sie Frösche aus unserem Garten gehört hätte und so fingen wir nach Einbruch der Dunkelheit noch ein laut quakendes Exemplar ein, was mir immerhin half, wach zu bleiben, nachdem ich im Gegensatz zu Philip auf dem Flug wenig geschlafen hatte ...
Tja, und so waren wir also wieder da und eigentlich war es auch gleich wie immer. Philip brachte anscheinend wieder den Regen mit, denn es schüttete insbesondere Freitag und Samstag wie aus Eimern, und das ungewöhnlicherweise fast ohne Gewitter. Auch gestern und heute ist es grau und regnerisch und seit wir hier sind, waren es noch kein einziges Mal über 30 Grad - letzteres ist natürlich sehr angenehm für die Umstellung, auch wenn es mir äußerst seltsam vorkommt, diesen Blogbeitrag während des sonst verlässlich heißen botswanischen Hochsommers in einem langärmeligen T-Shirt zu schreiben. Leider regnete es dann auch mal wieder ein bißchen rein, außerdem ging gestern das Schloss zu unserer Terrassentür kaputt und abends fanden wir eine Ameisenplage in der Küche vor, die sich über die Reste unseres Auslaufs hermachte. Also sprühte ich vor dem Schlafengehen noch schonungslos mit DOOM in der Küche rum - ein Allheil- bzw. Alltötungsmittel gegen Insekten, das wohl sogar Kakerlaken tötet (die, wie ich seit dem Auftritt von Riaad Moosa weiß, sogar einen Atomkrieg überleben würden). In der Küche. Ich werde gleich erstmal alles abschrubben. Immerhin merke ich, dass ich solche Ereignisse doch etwas gelassener hinnehme als zu Beginn unserer Zeit hier. Am Samstag habe ich eine Deutsche kennengelernt, die seit September im ca. 60 km von Gaborone entfernten Molepolole wohnt und in der ganzen Zeit kein fließend Wasser in ihrer Wohnung hatte, dafür aber immer wieder Skorpione. Dagegen sind Reinregnen und Ameisen ja auch schon fast vernachlässigbar.
So viel aus Gabs. Wir sind wieder zu Hause!
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