Mittwoch, 25. Januar 2017

Shitbook statt Facebook

Aus der Kategorie "skurrile Forschung" (einen Eintrag zu bemalten Kuh-Hintern hatte ich ja schon einmal geschrieben): Forscher aus Südafrika und Deutschland haben festgestellt, dass sich Nashörner über ihren Kot verständigen (Bericht bei Spiegel Online). Dieser habe quasi die Funktion eines sozialen Netzwerks. Die Forscher isolierten den spezifischen Geruch des Kots einzelner Breitmaulnashörner, bauten ihn jeweils künstlich nach und verteilten ihn wieder in einem Nationalpark mit Nashörnern. Männliche Nashörner, die an männlichem Kot schnupperten, nahmen eine Wachstellung ein und kamen mehrfach an diese Stelle zurück, um zu schauen, ob sich ihr Rivale bewegt hat. Männliche Nashörner, die an weiblichem Kot schnupperten, schnüffelten dagegen länger daran, um zu überprüfen, ob das Weibchen paarungsbereit sei.
Diese Erkenntnis erkläre auch, warum manche Säugetiere den gleichen Ort aufsuchten, um zu defakieren: Sie "lesen" einfach die Mitteilungen ihrer Artgenossen.
Ich nehme zwar mal an, dass Ihr eher selten im Kot Eurer Artgenossen schnüffelt - aber mal ehrlich: Wer hat schon mal seine Facebook-Timeline auf der Toilette angeschaut? Mir fallen da ja auch noch andere Zusammenhänge zwischen Kot und sozialen Netzwerken ein...

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