Unser erster kleiner Urlaub in Botswana hat Philip und mich im Mai ins Khama Rhino Sanctuary geführt, wo wir uns drei Tage auf Nashorn-Safari begeben haben. Weil's so schön war und dieses Safarigebiet von Gaborone aus nur 3:45h entfernt ist, haben wir es letztes Wochenende noch einmal besucht - mit unserem ersten Besuch aus der Heimat, meinen Eltern. Die erste Safarierfahrung in Botswana - wie war's denn? "Wallis und Philips Botswana-Blog" präsentiert ein exklusives Interview ...
Walli: Letztes Wochenende wart Ihr das erste Mal in Botswana auf Safari! Wie würdet Ihr dieses Erlebnis in drei Worten beschreiben?
Brigitte: Grandios und kolossal!
Franz: Aufregend und einmalig!
W: Das waren jetzt jeweils zwei Wörter.
B: Dann noch "wunderbar"!
W: Was hat Euch denn am besten gefallen?
F: Mit den Nashörnern auf Du und Du zu sein. Die Vielzahl der Nashörner, an einem Tag haben wir 30 gesehen! Die Begegnungen, wenn diese Giganten praktisch bis ans Fahrzeug kommen.
B: Die Beobachtung der Wasserstellen Malema und Serwe Pan - einmal sahen wir gleichzeitig mindestens acht sitzende Geier, Nashörner (einige sich suhlend), eine einzelne Giraffe, Warzenschweine, Thompson-Gazellen, Impalas ... wir hatten Zeit zur Beobachtung und saßen still im Auto und schauten. Das war schön. Trotz der Hitze. Und die erste Begegnung mit den Nashörnern, die aus der Nähe so urzeitlich aussehen, einen ebenfalls beobachten, den Weg sichern und weiterschreiten ...
W: Gab es etwas, was Euch nicht gefallen hat?
F: Nein. Selbst die Schlange in Eurem Chalet hat mich nicht aufgeregt. (Anmerkung der Interviewerin: Na ja, sie saß halt auch in UNSEREM Chalet, nicht in dem meiner Eltern ... dazu mehr im nächsten Blogbeitrag.) Man könnte höchstens anmerken, dass drei Tage ein bisschen kurz waren. Und die (fehlende) Geschwindigkeit des Personals in dem Restaurant, in dem wir gefrühstückt haben, könnte man erwähnen, wenn man unbedingt etwas nennen will.
B: Wobei das vielleicht zu Afrika dazu gehört. Es gab nichts, was mir nicht gefallen hätte. Auch die Hitze gehört hier dazu, es gab nichts zu bemängeln.
W: Was war der erschreckendste/unheimliche Moment?
F: Als unvorbereitet beim Frühstück Noodi vor dem Restaurant auftauchte, ein ausgewachsener Spitzmaulnashornbulle (Anmerkung B: mit hervorstehender Oberlippe!). Mit einem imposanten Doppelnashorn!
B: Als ich meine Tochter in Gefahr glaubte. Und meinen Schwiegersohn natürlich auch! (Anmerkung der Interviewerin: Es geht wieder um die eben schon erwähnte Schlange!)
W: Safari lieber bei Tag oder bei Dunkelheit?
F: Der gebuchte Evening Game Drive hat eigentlich wenig gebracht; die Buschbabys waren zu weit entfernt, um sie richtig zu sehen und so war das Spektakulärste die Sicht auf den nachtaktiven Afrikanischen Springhasen, ein putziges Tierchen zwischen Osterhasen und Känguruh ...
B: Die nachtaktiven Vögel (zum Teil mit Küken) waren schon auch sehr niedlich. Aber ich bin lieber bei Helligkeit auf Safari, da hat man mehr Zeit zum Schauen und zum Suchen. Bei Dunkelheit leuchtet ein Ranger während der Fahrt die Büsche ab, man ist ganz auf ihn und das, was er entdeckt, angewiesen.
W: Welches von den Tieren war Euer Lieblingstier?
F: Schwierig. Mein Traum war es die Nashörner aus der Nähe zu sehen - und die haben wir gesehen! Das gibt's nie wieder, so viele Nashörner auf einem Fleck.
B: Ach, ich bin doch ein Fan von Warzenschweinen! Einem Warzenschwein hätte ich auch gerne mal ins Auge geblickt ... Obwohl die Steinböckchen (Anmerkung der Interviewerin: das ist die kleinste Antilopenart in Botswana) auch putzig sind ...
W: Als nächstes geht's in Chobe auf Safari ...
B: Willst Du schon aufhören? Ich möchte noch sagen, dass mir unser Picknick unter dem Sternenzelt wunderbar gefallen hat ... und den Hornbill-Vogel habe ich vergessen!
F: Überhaupt die Vögel, die wir beobachten konnten! Die Go-away-birds, die Hühnchen, die zum Schlafen auf den Baum vor unserem Chalet geflogen sind ...
B: Die Beobachtungen vom Bird Hide aus am ersten Tag, da haben wir so viele Tiere gesehen ...
[- Die Interviewerin kommt nicht mehr mit und pausiert daher kurz. -]
W: Zurück zu Chobe. Was wollt Ihr da unbedingt erleben bzw. welche Tiere wollt Ihr dort auf jeden Fall sehen?
B: Tiere, die ich bisher nicht gesehen habe! Krokodile. Und Warzenschweine aus der Nähe. Elefanten.
F: Ja, da soll es die größten Elefantenherden geben.
B: Wir haben die Vogel Strauße im Khama Rhino Sanctuary vergessen ...
F: Ich möchte gerne eine große Elefantenherde sehen. Mit 20 oder 40 Tieren. Und dann natürlich Raubtiere, da haben wir ja noch keine gesehen.
W: Zum Schluss noch eine Frage nach der ersten Woche Botswana: Was hat Euch am meisten überrascht?
B: Die Hitze! 37 Grad ... man muss Wasser trinken bis zum Umfallen.
F: 42 Grad hatten wir hier schon!
B: Die intensiven Farben ... nicht nur der Erde, sondern auch der Kleidung der jungen Leute ... und wie groß Euer Haus ist! Und das Schwimmen Spaß macht!
F: Ich habe in dieser Woche keinen einzigen Bettler gesehen. Und einen stolzen Staat kennengelernt, der weitgehend ohne Straßennamen und Post auskommt! Und sich orientiert an Hausnummern, die quer durch die Stadt vergeben wird. Wir leben in der Hausnummer 51459 und hoffen, dass im Ernstfall Polizei, Feuerwehr und ähnliche Dienste etwas damit anfangen können.
W: Wallis und Philips Botswana-Blog dankt für dieses Interview!
(Die Interviewten diskutieren währenddessen weiter, ob die Nashörner sich für die Safarifahrzeuge interessiert haben und ob sie stumpfsinnig wirkten oder urzeitlich oder ob das kein Widerspruch ist ...)
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