Dann war es plötzlich so weit und ich stand am Flughafen, musste mich für ein paar Wochen von Walli verabschieden - und schon war ich nach einem Nachtflug und einmal umsteigen in Johannesburg gelandet in Gaborone.
Bin ich nun hier schon angekommen? Das würde ich wohl noch nicht sagen. Ich habe beschlossen, die ersten Nächte in einem Hotel zu logieren, werde erst am Wochenende in unser neues Heim einziehen. Die Arbeitstage sind gerade von einer Übergabe von meiner Vorgängerin an mich bestimmt, abends versuche ich noch mein künftiges Leben hier zu organisieren - zu all dem schreibe ich vielleicht noch ein anderes Mal.
Heute war ich erstmals im Landesbüro der GIZ und wurde dort zahlreichen Kollegen vorgestellt. Fast jeder bemerkte, dass mit meiner Ankunft der Regen kam. Von November bis April ist hier Regenzeit, doch es hat dieses Jahr - wie schon in den letzten Jahren - bisher viel zu wenig geregnet. In ganz Afrika - aber insbesondere im südlichen Afrika - herrscht derzeit eine schwere Dürre, manche Nachbarstaaten haben bereits den Notstand ausgerufen. In der einen Woche, die ich im Januar auf Dienstreise hier war, hatte es auch schon geregnet, seitdem aber wohl kaum noch. Seit ich aber wieder hier bin, hat es viel geregnet. Regen ist hier wichtig, jeder redet davon, wenn es ihn mal gibt. Und wenn ich hier also der Regenbringer bin, dann werde ich positiv aufgenommen und ich kann das als gutes Zeichen für meine Arbeit und das Leben hier ansehen.
Meine Vorgängerin im Job sagte, dass sie es in ihren zwei Jahren hier nie so heftig habe regnen sehen, wie in dieser Woche. Der Regen führt zu massiven Überschwemmungen der Straßen (und in der Folge Staus).
Notiz an mich selbst: Wenn ich hier ein Auto kaufe, sollte es möglichst nicht tiefergelegt sein - nicht nur wegen der Schlaglöcher, sondern auch wegen des Regens, den ich offenbar bringe.
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