Die GIZ führt alle Projekte als Aufträge durch, d.h. jedes einzelne Projekt wird von einem Auftraggeber (ganz häufig das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, BMZ) beauftragt - und der Auftragsverantwortliche (AV) ist dann für die Umsetzung verantwortlich. In unserem internen Regelwerk steht dazu dann ganz lapidar:
"Mitarbeiter/-innen, die für einen Auftrag verantwortlich sind, tragen Verantwortung nicht nur für die sachgerechte Erledigung der fachlichen und kaufmännischen Aufgaben, sondern auch für das Erreichen des im Auftrag definierten Ergebnisses."Das liest sich (für mich) erst einmal ganz flüssig, aber da steckt doch eine Menge dahinter.
Die letzte Woche war eine Übergabewoche von der bisherigen AV auf mich. Die bisherige AV war nur interimsweise mandatiert, sie hatte sich auch auf diese Stelle beworben, daher war das für uns beide sicherlich keine ganz einfache Woche - aber wir haben es dann doch sehr professionell gemanaged. Sie hat glücklicherweise kurzfristig noch eine Stelle in einem Projekt in Ostafrika bekommen. Eine gute Woche ist nicht viel für die inhaltliche und kaufmännische Übergabe eines komplexen Projekts, die Vorstellung bei den Hauptpartnern - aber häufig genug passiert es in der GIZ, dass gar keine Überlappung zwischen altem AV und neuem AV möglich ist. Insofern muss ich fast dankbar sein für jeden Tag, den wir hier gemeinsam hatten und an dem wir Gespräche führen konnten.
Es war eine intensive Woche mit unheimlich vielen Informationen, die ich sicherlich noch nicht alle verstanden und erst recht nicht verarbeitet habe. Aber ein Anfang ist gemacht.
Gestern nachmittag trafen wir dann also den Landesdirektor der GIZ (der mein Vorgesetzter sein wird) und unterschrieben die Übergabedokumente. Jetzt bin ich also unterschriftsberechtigt, habe mein Arbeitszimmer (siehe unten) bezogen - und kann loslegen. Auf geht's!
(zu dem Programm, das ich nun mit meinem Team umsetzen soll, habe ich hier schon einmal etwas geschrieben.)
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