Wenn man im Ausland für die GIZ arbeitet, erlebt man manchmal recht skurrile Dinge - das kenne ich ja schon aus meiner Zeit in Ghana. Diese Woche hatte ich mein erstes solches Highlight bei der Arbeit:
Eine meiner Mitarbeiterinnen erzählte von einer Besprechung in der vergangenen Woche, bei der auch der "Country Representative" (also Landesdirektor) eines anderen westlichen Gebers anwesend war (von der anderen Seite des großen Teichs). Nach dem Treffen schob er ihr eine Visitenkarte zu, mit der Bitte, diese dringend an ihren Chef weiterzureichen. Sie versuchte ihm noch zu erklären, dass ihr Chef gerade wechsele - aber er meinte, nein, die sollte an den Landesdirektor gehen, er möge sich doch bitte mal melden, sobald er wieder im Land sei. Erst anschließend sah meine Mitarbeiterin, dass auf der Rückseite der Visitenkarte eine Nachricht geschrieben war. Wenn ich die Visitenkarte nicht selbst zum Weiterreichen erhalten hätte, dann hätte ich das nicht geglaubt:
(Schwärzungen durch mich - und unser Landesdirektor ist übrigens nicht promoviert). Wir haben einiges gelacht.
Mittlerweile habe ich die Visitenkarte an den intendierten Empfänger weitergegeben - es stellte sich (leider?) heraus, dass dies nur ein Scherz war; die beiden Landesdirektoren kennen sich gut und sind wohl auch befreundet - alles offenbar nur ein Scherz. Aber zugetraut hätten wir es ihnen schon, den Kollegen von der anderen Seite des großen Teichs - es leben die Vorurteile!

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