Mittwoch, 15. November 2017

Gästeblog: Tiere im südlichen Afrika (Teil 1)

Aus der Serie Gästeblog statt Gästebuch: Hier der erste Eintrag von Wallis Eltern, die uns kürzlich drei Wochen lang besucht haben bzw. mit uns gereist sind (zu Teil 2 geht's hier):


Von Windhoek in Namibia auf der Fahrt nach Norden kommt es zu ersten Begegnungen: Pferde, Rinder, Esel, Ziegen, Schafe, aber auch Warzenschweine, Kudus, Perlhühner sind auf und neben der Autobahn zu sehen. Am imposanten, geschichtsträchtigen Waterberg dominieren Warzenschweine, Vögel, Wildhühner und Dikdiks, die Mini-Antilopen.


Der Traum aller Safari-Jünger, „the Big Five“, beginnt am Etosha-Nationalpark Realität zu werden. Reger Betrieb am Wasserloch vor dem Zentralgebäude unserer Lodge: Impala, Springbock, Elen-Antilope, Oryx, Zebra, Gnu. Nachts noch ein White Rhino, ein Breitmaulnashorn.



Zwischendurch eine geführte Geländefahrt: Wasserbock, Giraffen, Kudu, Gnu, Zebra, und dabei zwei Treffer: ein Löwenrudel, 12 Tiere geführt von einem jungen Brüderpaar, eine Löwin mit zwei Jungen – und drei Nashörner, zwei davon auf dem Weg zum Wasserloch, da kommt Freude und Zufriedenheit auf.



Dann – allen Tieren sei es gegönnt – kam der große Regen, nachts 40mm, der Guss ging in eine Art Landregen über, überall war plötzlich reichlich Wasser, die Tiere verteilten sich und waren nur noch schwer zu finden. Ein Springbock, fröhlich, verspielt, bis vier Meter hochspringend, sieht bei Regen so aus: gekrümmter Rücken wie eine Katze, Schwanz heruntergeklappt bis in die Kniekehlen, Kopf gesenkt bis auf Kniehöhe – ein Bild des Jammers!


Weiter südlich, in der Okonjima Lodge, die Raubtiere pflegt, heilt, aufzieht und auswildert, war es noch trocken. In der Ebene vor den Unterkünften waren immer Böcke und Antilopen unterwegs, dazu auch Schakal und Warzenschwein.
Der Game Drive galt der Suche nach Geparden, die durch Halsbandsender gekennzeichnet waren. Der Ranger, ein hervorragender Tierkenner, hatte nach 45 Minuten mit Hilfe virtuoser Handhabung seiner Suchantenne das Ziel erreicht: Ein Gepardenbrüderpaar, ganz in der Nähe. Nun ging es zu Fuß in den Busch: Ranger, sechs Gäste, Hilfsranger mit Knüppel! So geschützt vor den Gefahren der Savanne erreichen wir unbeschädigt nach etwa 600 m den Rast- und Beobachtungsplatz der Tiere, erleben einen Jagdversuch, bei dem die Geparden mit Blitzstart verschwinden und sehen sie nach 500 m ohne Beute völlig außer Puste hechelnd am Boden liegen.



Danach die Überraschung durch den Ranger: „Hier in der Nähe ist ein Leopard“, das seltenste Tier der „Big Five“. Geländewagen und Fahrer leisten erstaunliches, querbeet durch den Busch, trockene Flussbetten und überall dort, wo nie ein Weg war. Weiter geht die Suche im Wettbewerb mit einem zweiten Fahrzeug, welches das gleiche Ziel hatte, und da war er schließlich, wälzte sich am Boden, kaute an etwas herum und hatte an uns Fotojägern nicht das geringste Interesse, der dritte Treffer.


10 Tage später setzten wir die Suche nach den "Big Five" in Südafrika fort. Fortsetzung hier!

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