Donnerstag, 22. Juni 2017

Schluchtenwanderung

Kürzlich entdeckten wir zusammen mit Besuch eine uns bisher unbekannte Sehenswürdigkeit im Umkreis von Gaborone: Wir machten eine geführte Wanderung in der Mmamotshwane-Schlucht bei Mogonye. Nach dem Zahlen der Eintrittsgebühr und Registrierung stieg unsere Führerin zu uns ins Auto - wir mussten noch 5 km fahren bis zum Einstieg in die Schlucht. Diese 5 km hatten es stellenweise in sich - ich sag mal so: Wie gut, dass das Auto a) Vierradantrieb besitzt und b) dass es zusätzlich ein paar PS hat, denn beides war gelegentlich nötig. Wir überholten immerhin eine botswanische Wandergruppe, die die Strecke lief (laufen war uns gar nicht als Option angeboten worden, das wäre wohl zu ungewöhnlich gewesen). Vermutlich kannten sie sie schon, denn Ortsunkundige kann man da eigentlich nicht alleine rumlaufen lassen: Es gab immer wieder Abzweigungen und so gut wie keine Ausschilderungen. Schon während der Hinfahrt wurden wir dankbar, dass die Führerin uns gleich ungefragt begleitet hatte.

Am Eingang der Schlucht stellten wir das Auto ab, dann liefen wir los, zunächst durch bewaldetes Gebiet, dann waren wir plötzlich in der Schlucht und sahen die steilen und hohen Wände. Anders als angekündigt führte die Schlucht offenbar doch nicht ganzjährig Wasser (vor der Dürre, d.h. vor einigen Jahren, war das wohl noch anders). Einmal mussten wir eine eher wackelige Holztreppe hochsteigen ...


... dann ging es mit etwas Kraxelei über Felsen, zwischendurch überquerten wir eine nicht mehr ganz frische Brücke über ein Wasserloch ...


... und schließlich kamen wir an eine Stelle, an der die Schlucht enger wurde und wo an einer Seite ein Seil befestigt war. Zunächst war das Seil angenehm zum Festhalten, dann kamen wir plötzlich an eine steile Felsstufe.


Mit Hilfe des Seils zogen/kletterten wir die Stufe hoch, dann liefen wir noch ein Stück und kamen schließlich ans Ende der Schlucht. Dort ging es nur noch steil nach oben, von wo aus uns ein Schimpanse interessiert beobachtete.


Weitere Schimpansen konnten wir nur hören, sie brüllten. Unsere Führerin behauptete, sie würden uns begrüßen, aber richtig glücklich klangen sie nicht. Schließlich machten wir uns auf den Rückweg.

Für uns ein gelungener Ausflug und ein nettes neues Ziel nicht weit von Gaborone: Etwas Bewegung, etwas Natur, wir waren zufrieden!

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