In Gaborone gibt es wenig für Touristen zu sehen - heißt es immer. Aber irgendwie entdecken wir doch immer wieder neue Attraktionen, die wir bisher noch nicht kannten. Gut, "Attraktion" ist natürlich ein relativer Begriff, aber wir haben kürzlich neue Ziele in der Umgebung entdeckt. Von der Schluchtenwanderung hatte ich ja schon geschrieben. Auf dem gleichen Ausflug, nicht weit entfernt von der Schlucht, machten wir einen weiteren Stopp, diesmal im Dorf Manyana. Laut Reiseführer sollten wir dort gleich zwei Sehenswürdigkeiten besichtigen können. Wir hatten mal wieder die Hoffnung, dass sie eventuell ausgeschildert sein könnten, aber nachdem wir einige Zeit erfolglos suchend herumgefahren waren, fragten wir einen Mann am Straßenrand, der sofort ein kleines Mädchen herbeirief, das zu uns ins Auto stieg und uns nacheinander zu den von uns gewünschten Punkten navigierte.
Der erste Stopp war an einem über 400 Jahre alten Feigenbaum. Hier soll schon David Livingstone (ja genau, die Ruinen seiner Missionarsstation in der Nähe von Gaborone hatten wir schon besichtigt) gepredigt, gelehrt und Patienten behandelt haben. Vor ca. 20 Jahren ist der Baum wohl in drei Teile zerfallen, was seinen Anblick aber nicht weniger imposant macht.
Nach einem kurzen Spaziergang um den Baum fuhren wir weiter und wurden zu den versteckt liegenden Felsmalereien am Rande des Dorfes gelotst.
Die Felsmalereien sollen ca. 1500 Jahre alt sein. Dankenswerter Weise stehen sie unter Naturschutz und eine Führerin stand bereit, um sie uns zu zeigen. Das war entscheidend - denn die Malereien sind teils doch deutlich ausgeblichen (und nicht besonders zahlreich), so dass sie nicht einfach zu finden waren.
Wir sahen u.a. das Bild einer Oryx-Antilope:
Malereien von insgesamt vier Giraffen:
Und ein Stückchen entfernt von den anderen Malereien - nun ja, ein Strichmännchen. Ob das wohl ähnlich alt ist wie die anderen Abbildungen?





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