Montag, 24. September 2018

Sieben auf einen Streich

Vor einer guten Woche landeten Philip und ich wieder in Botswana. Ich ungefähr ein Stündchen vor ihm, und da in meinem Flieger zwei von Philips GIZ-Kollegen saßen und es so eine Mitfahrgelegenheit für mich gab, wartete ich nicht am Flughafen auf ihn, sondern fuhr schon einmal nach Hause.
Kaum vor der Haustür angekommen, realisierte ich, dass ich nicht alleine war. Etwas raschelte, etwas huschte durchs Gebüsch. Vier oder fünf junge Katzen versteckten sich vor mir und krochen tief in unseren Christusdorn. Vier oder fünf! Wir haben hier schon einmal ein Katzenbaby aufgepäppelt, bevor wir es weggegeben haben. Die kleine Gollum war total niedlich und ist mir in kurzer Zeit sehr ans Herz gewachsen, aber wir sind einfach nicht der richtige Hauhalt für ein Katzen-Haustier. Und für vier oder fünf erst recht nicht.

Ich stellte den Kätzchen also etwas Wasser hin und klärte sie darüber auf, dass von mir nicht viel mehr zu erwarten sei. Irgendwann kam auch Philip. Am nächsten Tag waren die Kätzchen weg, als ich nach Hause kam, traf ich nur eine größere graue Katze vor der Haustür an, die mich irritiert bis konsterniert betrachtete. Offensichtlich die Mutter - am nächsten Tag saßen ihre Kinder wieder im Christusdorn und irgendwann kam sie und säugte sie. Bei der Gelegenheit habe ich nochmal nachgezählt - es sind sogar sechs Kätzchen. (Philips Kommentar: "Das werden ja immer mehr!") So geht es seitdem, mal sitzen die Kätzchen vor dem Haus, mal lassen sie sich einen Tag lang gar nicht blicken, mal sind sie allein, mal kommt die Mutter vorbei. Gestern Abend tollten alle sieben über den Kunstrasen, während wir zu Abend aßen. Die Katzenmutter guckt uns immer noch an, als würde sie sich fragen, was wir eigentlich in ihrem Garten machen, aber ansonsten gewöhnen wir uns langsam aneinander. Und süß sind sie ja schon allesamt.



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