Heute habe ich mit einer Freundin telefoniert, die mir am Ende des Gesprächs noch mehrere Bücher empfohlen hat, die sie in letzter Zeit begeistert haben oder aber noch vielversprechend klingend ungelesen bei ihr zu Hause liegen. Vermutlich hätten die meisten meiner Freunde kein Problem damit, aus dem Stehgreif ein paar Bücher zu empfehlen. Sie lesen nämlich eigentlich alle sehr gerne - wie ich auch. Mein Leseverhalten hat sich allerdings verändert, seit wir in Botswana leben. Vor der Ausreise hatte ich mir glücklicherweise noch einen E-Book-Reader zugelegt und inzwischen lese ich vermutlich um die zwei Drittel meiner Bücher in digitaler Form - zwangsläufig, der Buchmarkt in Gaborone ist nämlich überschaubar. Wenn man die Schreibwarenkette, die auch ein paar Bestseller verkauft, nicht mitzählt, gibt es genau eine Buchhandlung in der botswanischen Hauptstadt. Und deren Angebot ist hochpreisig - eine Buchpreisbindung gibt es nicht und so gut wie alle Bücher werden aus Südafrika oder anderen englischsprachigen Ländern importiert. Schlechte Zeiten für Vielleser - gäbe es nicht das Internet. Es tut mir zwar leid, dass ich den stationären Buchhandel hier nur selten unterstütze, aber um an deutschsprachige Lektüre zu kommen, bleibt mir eh nur das World Wide Web. Und bei den englischsprachigen Titeln ist die preisliche Diskrepanz zwischen gedrucktem Buch in Gaborone und E-Book im Internet dermaßen groß, dass ich zu letzterem greife und mir so einiges mehr leiste, als es sonst der Fall wäre.
Allerdings bekomme ich auch viele meiner E-Books umsonst. Ich bin innerhalb des letzten Jahres mehreren Buchcommunities im Internet beigetreten, die beständig Bücher verlosen. Klingt die Leseprobe eines Buchs interessant und wird es als E-Book angeboten, bewerbe ich mich und komme so regelmäßig an neuen Lesestoff. In den Buchcommunites verpflichtet man sich schon bei der Bewerbung, das Buch im Gewinnfall auch zu rezensieren. Zum Teil gehört außerdem noch eine sogenannte "Leserunde" zu den Verlosungen, das heißt, man diskutiert online mit den anderen Gewinnern des Buchs über den Inhalt. Sowohl die Diskussionen als auch das Schreiben der Rezensionen machen mir Spaß und so bin ich auf mehreren Portalen ein recht aktives Mitglied geworden.
Seit einigen Monaten schreibe ich also regelmäßig Rezensionen - vor allem für Literatur und Unterhaltungsromane, ab und an aber auch Krimis und Thriller und manchmal verirrt sich außerdem ein Sach- oder Jugendbuch in meinen virtuellen Bücherstapel. Meine Rezensionen sind auf den Seiten der besagten Buchcommunities zu finden, ich stelle sie aber auch bei diversen Online-Buchhandlungen ein. Seit Neuestem gibt es außerdem einen zentralen Ort, an dem ich die besten von ihnen und meine absoluten Empfehlungen sammle. Darf ich vorstellen - mein neuer Blog: www.romanregal.de
Seit der diesjährigen Buchmesse ist Das Romanregal online - bisher inkognito, mein neuer Blog und ich mussten uns erstmal akklimatisieren. Philip hat mir geholfen, ihn einzurichten, es mussten Fotos gemacht, Texte geschrieben und Entscheidungen getroffen werden. Aber nun ist Das Romanregal bereit für Besucher und ich würde mich freuen, wenn Ihr mal reinschaut, einen Kommentar hinterlasst oder ihn sogar abonniert. Viel Spaß beim Stöbern!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen