Ich mag Hunde sehr gerne - besonders gegrillt oder gebraten.
Doch von vorne: Die Tatsache, dass ich hier viel mit Hunden zu tun haben könnte, hätte mir schon während meiner Dienstreise nach Botswana im Januar bewusst werden können. Denn schon da erfuhr ich, dass eine meiner Mitarbeiterinnen wegen ihrer fünf Hunde an den (entgegengesetzten) Stadtrand gezogen ist - und damit 50 min Fahrtstrecke ins Büro auf sich nimmt. Sie engagiert sich auch in einer Nichtregierungsorganisation, die ein Tierheim für Hunde betreibt. So wurde mir quasi schon im Januar gesagt, dass wir ja wohl auch Hunde aus dem Tierheim zu uns nehmen würden.
So weit ist es bisher noch nicht gekommen. Viele Leute haben Hunde hier, sie gelten auch als eine gute Abschreckung gegen Einbrecher. Wenn Handwerker zu uns kamen, ist häufig die erste Frage "Do you have dogs?" - worauf ich meistens sage "I locked them away for the moment". Auch viele meiner GIZ-Kollegen haben Hunde, manche haben ihre Hunde nicht aus besagtem Tierheim, sondern haben sie bereits von früheren Einsatzorten, wie z.B. Laos oder Tadschikistan mitgebracht - und erzählen, dass die Hunde ursprünglich aus Tansania stammen. Tierliebe eben.
Entlang den Straßen sieht man dagegen kaum Hunde.
Ungefähr Mitte August scheinen auf dem Nachbargrundstück neue Mieter eingezogen zu sein (wir hatten schon bei unserer Nachbars-Einladung gehört, dass das Haus irgendwann vermietet werden soll). Sie haben ihre Hunde mitgebracht. Hunde kommen hier offenbar nicht ins Haus, also laufen sie frei auf den umfriedeten Grundstücken herum. Wobei "umfriedet" wohl nicht von "friedlich" zu kommen scheint, denn so verhalten sich die Hunde ganz und gar nicht. Sie haben sich wohl noch nicht an ihre neue Umgebung gewöhnt. Sie bellen und heulen gerne - was dann natürlich von anderen Hunden der weiteren Nachbarschaft aufgegriffen wird. Bevorzugt machen sie dies nachts. Ich hatte die Hoffnung, dass sie bis nach unseren Deutschland- bzw. Kapstadt-Aufenthalten etwas mehr eingewöhnt seien, aber so richtig viel besser ist es noch nicht geworden. Zugegeben, nachts bellen sie jetzt vielleicht nur noch alle zwei Stunden - aber spätestens mit Sonnenaufgang geht es dann richtig los.
So habe ich schon in mancher Nacht fantasiert: Würde Rattengift in einem leckeren Stück Fleisch, über die Mauer geworfen, helfen? Oder kommen dann bald neue Hunde und die Eingewöhnung geht von vorne los? Vielleicht sollte ich mir doch etwas anderes ausdenken? Zunächst könnte ich ja mal nach leckeren Hunderezepten schauen; bei Chefkoch.de habe ich zu Hundefleisch bisher noch nichts gefunden, und "kalter Hund" ist eben nicht das Gleiche wie toter Hund. Kennt jemand ein Rezeptportal mit chinesischer Küche?
P.S.: Liebe Hundehalter unter unseren mitlesenden Freunden und Familie: Wir lieben Eure Hunde auch, sie sind natürlich total wohlerzogen und wir kämen niemals auf die Idee, sie zu essen. Gerne bringen wir aber mal bei einem unserer nächsten Besuche ein gutes Rezept mit, sobald wir es hier erproben konnten.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen