Samstag, 3. Dezember 2016

Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmärkte sind eine typisch deutsche Angelegenheit, und so ist es kein Wunder, dass es hier keine gibt. Ok, zugegeben, Glühwein bei 40°C zu verkaufen, wäre vielleicht auch nicht die genialste Geschäftsidee, die es je gab.
Märkte an sich findet man in Botswana aber auch generell kaum. Das Land muss aufgrund seiner Trockenheit über 98 Prozent seines Obsts und Gemüses importieren - da macht ein Bauernmarkt für solche Produkte nur wenig Sinn.
Es gibt allerdings eine Gruppe von Leuten, die samstags einen kleinen Markt bestückt; der bekannteste ist am ersten Samstag im Monat im Hof des Restaurants "Bull & Bush", an anderen Samstagen findet man die gleichen Marktstände an anderen Orten.
Wir waren zu Beginn unserer Zeit in Gaborone einmal beim "Bull & Bush"-Markt: Es gibt Livemusik und verschiedene Stände/ kleine Verkaufstische; eine Farmerin bietet Gemüse aus ihrem Garten sowie Selbstgebackenes an (Einwurf Walli: "sehr empfehlenswerte Rote Beete-Brownies!"), andere verkaufen Kunsthandwerk, ein Tierheim gebrauchte Bücher, eine Inderin Samosas (kleine gefüllte Teigtaschen), etc.


Durchaus nette Stände - allerdings sind es jedes Mal die gleichen. Für den heutigen Samstag war ein "Weihnachtsmarkt" angekündigt; klar, dass wir dorthin gehen mussten. Es war deutlich voller als sonst, viele Leute saßen (in der prallen Sonne?!) auf Bänken und aßen und tranken etwas; ein paar mehr Stände als sonst gab es, die (zum Teil Weihnachtsmannmützen tragenden) Verkäufer hofften auf das Weihnachtsgeschenk-Geschäft.


Inwiefern sie auf ihre Kosten kamen, wissen wir nicht, aber auf jeden Fall war einiges los. Diese Samstagsmärkte sind generell Orte, an denen man mit hoher Wahrscheinlichkeit zufällig Bekannten über den Weg läuft - wir trafen sowohl eine Nachbarin als auch eine von meinen Kolleginnen und unterhielten uns eine Weile. Glühwein haben wir übrigens trotz der Ankündigung eines "Weihnachtsmarktes" keinen gefunden/getrunken.

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