Donnerstag, 25. Februar 2016

Umzugsplanungen

Es ist geschafft, wir haben eine Spedition ausgewählt. Und das war gar nicht so leicht.
Als ich vor mittlerweile fast 10 Jahren (!) nach Ghana gezogen bin, war das noch ein kleiner Umzug mit einer großen blauen Blechkiste - die noch immer existiert. Schon damals nahm ich mir aber vor, dass ich, falls ich noch einmal ins Ausland gehen sollte, mehr Sachen mitnehmen wollen würde: Möbel, Bücher, einfach mein gewohntes Zuhause.
So beschlossen wir also, dass wir unsere Sachen in einen Container packen und nach Botswana verschiffen wollen. Möglich macht das auch eine Ausreisepauschale, die wir von der GIZ erhalten und die eben einen solchen Umzug möglich machen soll. Also kontaktierten wir verschiedene Umzugsfirmen: Eine, die meine Eltern schon genutzt hatten, empfahl uns weiter zu einer auf Überseetransporte spezialisierten Spedition; eine wählte ich aus den Gelben Seiten aus, einen Namen einer großen Firma hatte ich im Kopf (wohl mal Werbung gesehen), eine hatte mir ein Kollege aus Botswana empfohlen und schließlich fragte ich spaßeshalber noch bei Schenker an, die ja zur Deutschen Bahn gehören. Vier der fünf Firmen kamen vorbei, um unseren Hausrat zu schätzen (vier Morgende um 8 Uhr, die ersten waren gleich einen Tag früher als verabredet da). Für die fünfte füllte ich eine lange Liste aus. Unser Umzugsgut wurde auf 42 bis 47 m³ geschätzt, je nach Spedition (und die große blaue Blechkiste macht davon bestimmt schon einen aus). In einen kleinen Container passen 30 m³ - also müsste es wohl ein großer werden. Eine irre Vorstellung bei unserer kleinen Wohnung - wie mag es da erst Familien mit einem größeren Haus ergehen? Oder würden wir es doch noch schaffen, einiges auszusortieren? Zwischenzeitlich dachten wir schon darüber nach.
Vier Angebote erhielten wir relativ kurz hintereinander - und die Firma, die nicht besichtigt hatte, war ausgerechnet auch die günstigste. Wobei man nicht wirklich von "günstig" sprechen kann - denn diese Firma war auch die einzige, die ein Angebot knapp unter unserer Ausreisepauschale abgegeben hat. Insgesamt unterschied sich das günstigste Angebot vom teuersten (Überseespedition!) um 5.000 Euro, Wahnsinn. So begann ich also mit den anderen Speditionen zu handeln - schade nur, dass sie nicht wirklich handeln wollten ... Kurz vor der Verzweiflung traf dann doch noch das Angebot der letzten Spedition ein - und unterbot das günstigste Angebot um 1.000 Euro. Wer hätte gedacht, dass die Bahn so günstig sein kann! Ein bisschen Handlungsspielraum war auch noch, dann wurde der Zuschlag erteilt - und wir waren erst einmal sehr erleichtert. Ein ganz großer Punkt auf unserer Liste ist somit abgehakt.
Ein paar wenige Tage später schaute ich noch mal ins Intranet - und las, dass die Ausreisepauschale versteuert werden muss. Kurze Rechnung ... damit haben wir uns dann wohl verkalkuliert ... Ein paar Anrufe in der Personalabteilung später wurde mir dann versichert, dass die Information im Intranet falsch sei und vorerst für die Ausreisepauschale kein Steuerabzug stattfinden würde. Puh.
Nun haben wir also einen fixen Termin: Am 10. und 11. wird die Umzugsfirma zu uns kommen, zwei Tage meinen sie zu brauchen - übernehmen dafür aber das Packen des Hausrats sowie die Demontage und Verpackung der Möbel. Man kommt wohl einfacher durch den Zoll, wenn man angeben kann, dass die Spedition gepackt hat - und so hat fast jede Spedition darauf bestanden, selbst Hand anzulegen. Für uns macht es das etwas bequemer - es wird trotzdem genügend zu tun bleiben.

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